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Aspen Germany GmbH
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00847676
Indikation

Das Präparat ist ein Mittel gegen eine bestimmte Form des Blutkrebses. Es wird angewendet in der Therapieeinleitung (Induktionstherapie)…

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Produktinformation zu PURI NETHOL Tabletten, 25 ST

Indikation

  • Das Präparat ist ein Mittel gegen eine bestimmte Form des Blutkrebses.
  • Es wird angewendet in der Therapieeinleitung (Induktionstherapie) und weiterführenden Therapie (Erhaltungstherapie) der akuten lymphatischen Leukämie (ALL), einer krankhaften Vermehrung bestimmter Blutzellen (lymphatische Zellen) in blutbildenden Organen.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Mercaptopurin oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
  • Aufgrund der Schwere der Erkrankung gibt es keine weiteren absoluten Gegenanzeigen.

Dosierung von PURI NETHOL Tabletten

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Die Dosierung ist individuell von Ihrem behandelnden Arzt zu bestimmen und zu kontrollieren. Ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt dürfen Sie keine Behandlungs- oder Dosisänderungen vornehmen, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden.
    • In der Regel beträgt die Dosierung für Erwachsene und Kinder 2,5 mg/kg Körpergewicht/Tag oder 50 bis 75 mg/m2 Körperoberfläche/Tag.
  • Über abweichende Dosierungen in Kombination mit anderen Zytostatika entscheidet der behandelnde Arzt. Dies gilt auch für ältere Patienten oder bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Allopurinol darf nur 1/4 der bisherigen Dosis eingenommen werden.
  • Die Dauer der Therapie richtet sich nach Ihrer körperlichen Verfassung und nach der Art der Zytostatika, wenn Sie eine Kombinationschemotherapie erhalten.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Sofortige Anzeichen einer Überdosierung äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Die eigentliche toxische Wirkung betrifft das Knochenmark und damit das Blutbild. Suchen Sie bitte in einem solchen Fall unbedingt sofort einen Arzt auf.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Auswirkungen, wenn die Behandlung abgebrochen wird
    • Der Behandlungserfolg wird gefährdet. Setzen Sie das Arzneimittel daher nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab!

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
    • Sie dürfen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden.
      • bei Mercaptopurin-bedingter Unterdrückung der Blutzellbildung im Knochenmark: Während der einleitenden Behandlung mit dem Arzneimittel muss Ihr Arzt täglich Ihr Blutbild kontrollieren, danach in regelmäßigen Abständen. Bereits bei den ersten Anzeichen eines ungewöhnlich starken Abfalls der Zahl der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen muss die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, denn auch nach Absetzen des Arzneimittels ist mit einer weiteren Verschlechterung des Blutbildes zu rechnen. Wenn die Behandlung rechtzeitig unterbrochen wird, erholt sich das Knochenmark von der Einwirkung des Arzneimittels. Während der Remissionseinleitung durchlaufen Patienten häufig eine Phase relativer Knochenmarksaplasie. Unterstützende Maßnahmen für diese Patienten sollten zur Verfügung stehen.
      • bei Mercaptopurin-bedingten Leberfunktionsstörungen: Während der Behandlung wird der Arzt wöchentliche Leberfunktionstests durchführen. Untersuchungen in kürzeren Intervallen sind jedoch notwendig, wenn Sie bereits Leberfunktionsstörungen haben, oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die die Leber schädigen können. Beim ersten Anzeichen einer Gelbsucht (Ikterus) sollten Sie Mercaptopurin absetzen und sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.
      • bei Thiopurinmethyltransferase-Mangel, einem selten vorkommenden Enzymdefekt, da es rasch nach Behandlungsbeginn mit dem Arzneimittel zu einem Abfall der Blutzellzahl kommen kann. Dieser Effekt kann durch die gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die Abkömmlinge der Aminosalicylsäure wie Olsalazin, Mesalazin oder Sulfalazin enthalten, und die die Thiopurinmethyltransferase hemmen, verstärkt werden. Des Weiteren wurde über einen möglichen Zusammenhang zwischen einer verminderten Aktivität der Thiopurinmethyltransferase und dem Auftreten von bösartigen Erkrankungen des Blut bildenden Systems (z. B. sekundären Leukämien und Myelodysplasien) bei einzelnen Patienten berichtet, die Mercaptopurin in Kombination mit anderen zytotoxischen Substanzen erhielten.
      • bei vermehrter Harnsäurebildung, die während der einleitenden Behandlung durch einen schnellen Zerfall der krankhaften Blutzellen entstehen kann. Ihr Arzt muss die Harnsäurewerte im Blut und Urin überwachen, um eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion rechtzeitig verhindern zu können. Durch die Verabreichung von Allopurinol werden - bei gleichzeitiger Verringerung der Dosis dieses Arzneimittels - die Harnsäurewerte im Blut und Urin gesenkt.
    • Zwischen Mercaptopurin und 6-Thioguanin liegt im Allgemeinen eine Kreuzresistenz vor.
    • In Einzelfällen wurde vom Auftreten anderer bösartiger Erkrankungen der weißen Blutkörperchen (bestimmte Leukämiearten) berichtet. Die Patienten waren mit diesem Arzneimittel überwiegend wegen nichtleukämischer Erkrankungen behandelt worden.
    • Bei Patienten mit entzündlichen Darmkrankheiten wurde bei der Anwendung dieses Arzneimittels in Kombination mit TNF-Blockern von bösartigen Tumoren des lymphatischen Systems mit Beteiligung von Leber und Milz, den sogenannten hepatosplenischen T-Zell-Lymphomen, berichtet.
  • Empfängnisverhütende Maßnahmen
    • Frauen sollten während der Behandlung nicht schwanger werden. Männer sollten während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung keine Kinder zeugen. Bei Kinderwunsch nach abgeschlossener Therapie wird eine genetische Beratung empfohlen.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Schwangerschaft

  • Sie dürfen das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht einnehmen. Während der Behandlung müssen Sie eine Schwangerschaft vermeiden; im Falle einer Schwangerschaft müssen Sie Ihren Arzt umgehend informieren.
  • Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.

Einnahme Art und Weise

  • Die Tabletten sollten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Die Tagesmenge können Sie auf einmal einnehmen oder bei Magenunverträglichkeit auch auf mehrere Einnahmen über den Tag verteilen.

Wechselwirkungen bei PURI NETHOL Tabletten

  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Sie dürfen während der Behandlung nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden, da es zu möglicherweise schädlichen Reaktionen durch die Impfung kommen kann.
    • Es ist dringend erforderlich, dass Sie vor jeder zusätzlichen, eigenständigen Medikamenteneinnahme Ihren behandelnden Arzt um Rat fragen, denn einige Arzneimittel können die Wirkung dieses Präparates verändern. Dieses gilt insbesondere für solche Arzneimittel, die eine schädigende Wirkung auf das Knochenmark entfalten können. Im Falle einer Kombination mit solchen Arzneimitteln muss die Dosierung verringert werden.
    • Müssen Sie zur Senkung ihrer Harnsäurewerte zusätzlich Allopurinol einnehmen, so wird Ihnen der Arzt nur noch 1/4 der bisherigen Dosis verordnen, da Allopurinol den Abbau des Arzneimittels im Körper und dessen Ausscheidung hemmt.
    • Das Präparat verringert die Wirkung von Warfarin, einem gerinnungshemmenden Arzneimittel.
    • Es gibt Hinweise, dass bestimmte Arzneimittel, die Abkömmlinge der Aminosalicylsäure wie z. B. Olsalazin, Mesalazin oder Sulfalazin enthalten, die Thiopurinmethyltransferase (TPMT), ein Enzym, das den Wirkstoff dieses Arzneimittels abbaut, hemmen. Daher sollten solche Arzneimittel während der Behandlung mit diesem Präparat nur mit Vorsicht eingenommen werden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Lactose 1-Wasser
Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Maisstärke
Hilfstoff
Stärke, modifiziert
Hilfstoff
Stearinsäure
Hilfstoff


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