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Entzündungszeichen: Wenn der Körper Alarm schlägt

Entzündungszeichen: Wenn der Körper Alarm schlägt
Wenn der Körper Alarm schlägt, zeigt sich das oft durch Entzündungszeichen. Wie sich diese äußern, erfahren Sie auf medizinfuchs.de.
Ob Dorn im Finger, Erkältungsschnupfen oder anderweitige Infektionen: Binnen kürzester Zeit wird die entsprechende Körperstelle rot, schwillt an und meldet sich mit Schmerzen. Die Körpertemperatur erhöht sich bis hin zum Fieber. Alle internen Alarmglocken fangen zu klingeln an. Diagnose: reaktive Entzündung. So unangenehm Entzündungen für Betroffene sind, so natürlich und sinnvoll sind sie für den Organismus. Jede akute Infektion und Gewebeschädigung geht mit Entzündungen einher, die im Körper Ordnung schaffen sollen. Für die Zellen des Abwehrsystems ist das Entzündungsgeschehen ein bisschen wie Aufräumen: Erst wenn der Körper gereinigt ist, gehen die Entzündungswerte zurück.

Was ist ein Entzündungszeichen?

Entzündungszeichen

Reaktive Körperprozesse, wie eine Entzündung, reinigen von Fremdstoffen und Zelltrümmern, um den Körper zu schützen. Mit Entzündungen reagieren Menschen daher auf schädigende Reize. Entzündungszeichen begleiten vom Immunsystem als Antigene identifizierte Eindringlinge sowie Schädigungen im Bereich der Gewebe. Ob bei Infektionen mit Bakterien, Parasiten und Viren oder als Reaktion auf Krankheiten wie Rheuma in Form von Arthritis und Arthrose: Entzündungen sind keine Erkrankung, sondern zählen zu den natürlichen Folgen jeder Gewebeschädigung.

Neben den fünf klassischen Entzündungszeichen stellen sich bei entzündlichen Körpervorgängen Veränderungen im Blutbild und allgemeine Anzeichen einer Erkrankung ein. Das Blutbild gibt die meisten Informationen zum Entzündungsgeschehen. Eine erhöhte oder verminderte Zahl an Leukozyten (weiße Blutkörperchen) ist ebenso entzündungsrelevant wie ein erhöhter CRP-Wert oder erhöhte BSG-Werte, die die Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen anzeigen. Außerdem spricht ein Anstieg der Hormonvorstufe Procalcitonin für ein Entzündungsgeschehen.

Welche Beschwerden treten bei Entzündungszeichen auf?

Abwehrreaktionen

  • Erwärmung
  • Rötung
  • Schmerz
  • Schwellung
  • Funktionsbeeinträchtigung

Symptome

  • Fieber
  • allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Blutbildveränderungen

Wie werden Entzündungszeichen behandelt?

Behandlung Entzündungszeichen

Während zur Diagnose von Entzündungszeichen oft schon Selbsttests ausreichen, sollte die Behandlung gerade bei großflächigeren, schmerzhaften und begleitsymptomverursachenden Entzündungen einem Arzt überlassen werden. Abhängig vom Entzündungsauslöser greift der Arzt zur Therapie auf unterschiedliche Medikamente zurück. Bei Entzündungszeichen durch bakterielle Infekte sind Antibiotika wie Makrolid-, Aminoglykosid- oder Glykopeptid-Antibiotika und Tetracycline die Therapie der Wahl.

Virale Infekte werden mit Immunologika oder Virenhemmern wie Aciclovir behandelt. Für chronische Entzündungen kommen vermehrt Glukokortikoide zum Einsatz. Chronisch entzündliche Erkrankungen sind in Einzelfällen außerdem mit Antiphlogistika und antiseptischen Medikamenten behandelbar. Bei Organentzündungen müssen eventuell chirurgische Eingriffe in Betracht gezogen werden, falls die medikamentöse Behandlung versagt, so beispielsweise bei Blinddarmentzündungen.

Was kann man selbst gegen Entzündungszeichen tun?

Hausmittel bei Entzündungszeichen

Virenbedingte Schnupfenleiden in Form von Nasenschleimhautentzündungen und andere Entzündungsleiden mit eher leichter Ausprägung fordern nicht zwingend zur Antibiotika-Einnahme auf. Pflanzliche Mittel wie Kamillenextrakt, Blutwurz, Ingwer, Bockshornklee, Lindenblüte und Ringelblume haben eine entzündungshemmende Wirkung und eignen sich zur Selbstbehandlung von leichten Entzündungsreaktionen. Dasselbe gilt für Knoblauch, der als natürliches Antibiotikum lange Heilanwendung hat. Allein über die Ernährung und mithilfe der o.g. Heilpflanzen klingen leichtere Entzündungszeichen binnen kürzester Zeit wieder ab. Schwellungen oder Schmerzen bei Gelenkentzündungen und ähnlichen Leiden lassen sich mithilfe von Kühlkissen und anderen Kälteanwendungen abschwächen.

Wie kann man Entzündungszeichen vorbeugen?

Entzündungszeichen vorzubeugen ist nach Gewebeschädigung zum einen unmöglich und zum anderen eine schlechte Idee. Die natürlichen Körperreaktionen sind eher als positives Zeichen zu werten und sprechen für eine gesunde Immunfunktion. Viralen, bakteriellen oder parasitären Infekten und den damit verbundenen Entzündungen kann allerdings sehr wohl vorgebeugt werden, indem Patienten ihr Immunsystem stärken. Neben Zinkoxid dämmen Vitamine wie Vitamin A, C und E das Infektionsrisiko ein. Pflanzliche Immunstärkung leisten neben Aloe, Aronia, und Eberesche beispielsweise Efeu, Hagebutte, Holunder, Himbeere und Kapuzinerkresse. Dasselbe gilt für Kurkuma, Meerrettich, Teebaum und Zwiebel. Ob als Teebad, Hautanwendung oder Inhalationskonzentrat: Mit den natürlichen Infektionswaffen sinkt die allgemeine Infektanfälligkeit.

Häufige Fragen zum Thema Entzündungszeichen

Jeder schwere Reizeinfluss kann Entzündungen auftreten lassen. Neben physikalischen und mechanischen Reizen wie Druck und Verletzung können Produkte aus dem Stoffwechsel, thermische Reize, Strahlung und chemische Reize in Form von Toxinen entzündungsverursachende Reizeinflüsse darstellen. Dasselbe gilt für Krankheitserreger sowie Allergene und Autoallergene bei Autoimmunerkrankungen oder Rheuma.

Der Ablauf von Entzündungsreaktionen beginnt mit reizbedingter Adrenalinausschüttung, die das Gefäßsystem zur Durchblutungsminderung bewegt. Abflussstörungen machen das Blut durch Verklebungen der Blutkörperchen zähflüssig, bis die Sekretion von Botenstoffen wie Histamin die Durchlässigkeit der Gefäßwände erhöht. Blutproteine wie Makrophagen, Granulozyten und Lymphozyten treten daraufhin aus den Gefäßen ins entzündete Gewebe über und initiieren Aufräumarbeiten.
Für Entzündungspatienten hängt die Prognose von der Ursache ab. Chronische Entzündungsleiden wie rheumatische Erkrankungen lassen sich am schlechtesten behandeln und sind deshalb mit einer eher ungünstigen Prognose verbunden. Infekte kann die Medizin dank moderner Medikamente wie Antibiotika zumindest von der Ausbreitung abhalten. Bei unbehandelten Entzündungen drohen bleibende Gewebeschäden.

Falls Organe befallen sind, können sich dauerhafte Funktionsbeeinträchtigungen einstellen. Infekte mit viraler, parasitärer oder bakterieller Ursache breiten sich unbehandelt außerdem gerne aus und münden schlimmstenfalls in eine Blutvergiftung im Sinne einer allgemeinen Entzündungsreaktion des gesamten Organismus, die lebensbedrohliche Folgen haben kann.

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