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Warzen: Ansteckung manchmal gefährlich

Warzen: Ansteckung manchmal gefährlich
Warzen sind die Folge einer viralen Infektion und so lange ansteckend, bis der Patient sie entfernen lässt.
Dann gibt es für ihn meist nur noch eine Lösung: die Entfernung der störenden Hauterhebung. Nicht zu dicht stehende Warzen lassen sich mit einer ruhigen Hand, viel Geduld und den geeigneten hornhautauflösenden und virenhemmenden Mitteln sogar selbst beseitigen. In Körperöffnungen befindliche Gewebewucherungen dürfen allerdings nur von fachkundigen Händen entfernt werden.

Was sind Warzen?

Als gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares) bezeichnet man kleine, knötchenartige Hautwucherungen. Die gutartigen Hautverdickungen entstehen durch Viren, die Finger, Hände, Füße und die Nase befallen. Sie sind halbkugelartig geformt und haben eine Höhe von maximal 3 mm. Auf ihrer hautfarbenen, unebenen Oberfläche befinden sich eine grauweiße Schicht und manchmal auch noch dunkle Pünktchen. Wie andere Wucherungen sind gewöhnliche Warzen nur dann schmerzhaft, wenn man sie Druck aussetzt. Außer den Verrucae vulgares gibt es noch
  • Dornwarzen
  • Dellwarzen
  • Feigwarzen (Genitalwarzen, Condylomata acuminata)
  • Stachelwarzen
  • Flachwarzen
Dornwarzen wachsen in der Hornhaut der Fußsohlen und haben, wie es die Bezeichnung schon andeutet, in ihrer Mitte einen Dorn. Beim Auftreten bereiten sie den Betroffenen starke Schmerzen. Dellwarzen können in Schwimmbädern übertragen werden und werden durch eine Infektion mit Pockenviren verursacht. Die höchstens erbsengroßen Gewebe-Wucherungen haben eine glänzende, glatte Oberfläche und eine Delle in ihrer Mitte.

Wie entstehen Warzen?

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Die Wucherungen entstehen durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) oder mit bestimmten Pockenviren. Sie dringen in winzige Wunden und Hautrisse ein und bewirken am Eintrittsort eine übermäßige Vermehrung der Hautzellen. Nach einer Inkubationszeit von mehreren Monaten bis Jahren kommt es dann zu den typischen Hornhaut-Verdickungen. Je mehr Viren mit hohem infektiösem Potenzial dort vorhanden sind und je schwächer das Abwehrsystem des Betroffenen zum Zeitpunkt des Angriffs ist, desto wahrscheinlicher ist die Entstehung einer Warze. Manche Personen sind gegen bestimmte Viren immun.

Ein erhöhtes Risiko, Warzen zu bekommen, haben
  • Kinder und Erwachsene, die häufig Gemeinschaftseinrichtungen aufsuchen
  • Personen mit geschwächtem und medikamentös unterdrücktem Immunsystem
  • Patienten mit Neurodermitis
  • Menschen mit übermäßiger Schweißabsonderung und schlecht durchbluteter Haut

 

Wie behandelt man Warzen?

Warzen müssen im Normalfall nicht behandelt werden, da sie keine Beschwerden auslösen und nach einigen Monaten oft von selbst verschwinden. Da sie sich jedoch meist an Stellen befinden, die den Blicken anderer Menschen ausgesetzt sind, leiden viele Betroffene unter den Hautwucherungen und lassen sie vom Hautarzt entfernen. Außerdem empfiehlt sich ihre Beseitigung, da sie sich noch weiter auf der Haut verbreiten, andere Menschen anstecken und, im Fall von Genitalwarzen, sogar gefährlich werden können.
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Der Hautarzt erkennt schon am Aussehen der Gewebeerhebung, um welchen Typ Warze es sich dabei handelt. Bei unklarem Befund entnimmt er dem Patienten an der betreffenden Stelle eine Gewebeprobe. Wer Warzen an leicht zugänglichen Stellen hat, kann sie sogar selbst entfernen. Gut geeignet dafür sind Silbernitrat, eine Kombination aus Milch- und Salicylsäure sowie Monochloressigsäure, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Möchten Sie Ihre Warzen beseitigen, sollten Sie sie jedoch niemals abschneiden: Die dabei auftretenden Blutungen sorgen dafür, dass die in der Wucherung befindlichen Viren massenhaft austreten und das gesamte Umfeld der Warze infizieren.

Bei der chirurgischen Entfernung von Feigwarzen setzt der Arzt oft noch zusätzlich immunstärkende und die Beschwerden lindernde Arzneimittel ein. Auch bei tief in die Hautschicht wachsenden Wucherungen empfiehlt sich ein chirurgischer Eingriff. Die üblicherweise zur Warzen-Beseitigung angewandten Methoden sind die Kryotherapie (Vereisung) mithilfe von flüssigem Stickstoff und die Abrasion mittels Laser. Um ein Wiederauftreten der Warze zu verhindern, führt der Arzt noch eine Kürettage mit einem scharfen Löffel durch. Sie beseitigt eventuell noch vorhandene infizierte Hautschuppen und Viren restlos.

Häufige Fragen zum Thema Warzen

Kleinere Warzen können Sie sogar selbst vereisen. Dazu geben Sie ein wenig flüssigen Stickstoff auf die Wucherung und wiederholen die Behandlung mehrmals. Die starke Kälte zerstört das Warzen-Gewebe innerhalb kurzer Zeit. Einzelne freistehende Hautwucherungen lassen sich gut mit einem Salicylsäure-Pflaster bekämpfen. Es wird alle drei Tage ausgewechselt und so lange aufgeklebt, bis die ätzende Substanz die Warze aufgelöst hat.
Feigwarzen sind winzige Knötchen, die sich im Genitalbereich und in der Afterfalte bilden. Sie werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Breiten sie sich von den äußeren Geschlechtsorganen zur Gebärmutter aus, können sie im Einzelfall dort Gebärmutterhalskrebs auslösen. Ältere Menschen, bei denen ohne erkennbare Ursache Warzen entstehen, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen und ausschließen lassen, dass die Gewebeveränderungen eine Vorstufe von bösartigem Hautkrebs sind.

Wie beugt man Warzen vor?

Um einer Ansteckung mit den Warzen verursachenden Viren vorzubeugen, sollten Sie beim Besuch des Schwimmbads oder der Sauna grundsätzlich Badeschuhe anziehen. Außerdem empfiehlt es sich, nur die eigenen Waschlappen und Handtücher zu benutzen. Damit es nicht zum Auftreten der hoch infektiösen Feigwarzen kommt, sollten Sie bei neuen sexuellen Kontakten unbedingt Kondome verwenden. Trocknen Sie sich die Füße stets gründlich ab, da feuchte, gequollene Haut ein optimaler Nährboden für die Viren ist. Ziehen Sie jeden Tag ein sauberes Paar Socken an, da sich die Erreger im aufgesogenen Fußschweiß schnell vermehren. Befindet sich auf Ihrer Haut bereits eine Warze, sollten Sie sie unter keinen Umständen mit den Fingern anfassen und dort nicht kratzen.

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