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AIDS: Anti-retrovirale Kombinationstherapie verlängert Leben

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AIDS, die erworbene Immunschwäche-Erkrankung, wird durch eine Ansteckung mit dem HI-Virus verursacht.

Dieser Erreger ist wegen seines speziellen Aufbaus gefährlicher als andere Viren. Das Fatale ist, dass er dabei die Immunzellen befällt, die für die Steuerung der gesamten Immunabwehr zuständig sind, die CD4-Lymphozyten (T-Helferzellen). Auch wenn die Anzahl der jährlichen Neuinfektionen mit dem Retrovirus seit vielen Jahren erfreulicherweise niedrig ist und die meisten AIDS-Kranken die medikamentöse Therapie gut vertragen, gibt die hohe Dunkelziffer keinen Anlass zur Entwarnung.

Was ist AIDS?

Viruserkrankung HIV

AIDS (Acquired Immuno Deficiency Syndrome) bezeichnet eine im Laufe des Lebens erworbene Immunschwäche. Die heutzutage zwar medizinisch behandelbare, aber unheilbare Erkrankung wird durch eine Infektion mit dem HI-Virus (HIV) ausgelöst. HIV ist die Abkürzung für Humanes Immundefizienz-Virus. Im Gegensatz zu anderen Virusarten, transportieren HI-Viren ihre genetische Information über die RNA und wandeln sie erst nach dem Eindringen in die Wirtszelle in funktionsfähige DNA um. Daher gehören sie zur Retroviren-Gruppe.

Am häufigsten wird das Virus über ungeschützten homo- und heterosexuellen Geschlechtsverkehr und über verseuchte Injektionsnadeln (Drogenabhängige) übertragen. Laut Statistik haben etwa 37 Millionen Menschen auf der Welt das HI-Virus in sich oder sind bereits an AIDS erkrankt. Die Immunschwächekrankheit trat erstmals in den 1980-er Jahren auf und führte damals immer zum Tod der Betroffenen. In Ländern mit unzureichender medizinischer Versorgung wie Afrika und Teilen Asiens ist das auch heute noch der Fall. In den westlichen Industriestaaten lässt sich AIDS mittlerweile gut behandeln.

Wie entsteht AIDS?

Nach dem Ende der Inkubationszeit von drei Monaten lassen sich Antikörper gegen den Erreger im Blut nachweisen. Es kommt zur HI-Infektion, die einer schweren Erkältung oder dem Pfeifferschen Drüsenfieber ähnelt. Das Retrovirus wird am häufigsten über den Kontakt mit
  • Samenflüssigkeit
  • Vaginalsekret
  • Blut und
  • Schleimhautoberflächen
übertragen. Frauen, die den Erreger im Blut haben, können ihr Ungeborenes während der Schwangerschaft oder des Geburtsvorgangs und später als Stillende über die Muttermilch anstecken.
HIV positives ergebnis

Ein positives Testergebnis bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Infizierte AIDS hat. Oft kommt es erst viele Jahre später zum Auftreten der Immunschwäche-Erkrankung. Nach dem Eindringen in das Blut dockt das Virus an eine T-Helferzelle an, durchdringt ihre Zellmembran und pflanzt ihr die eigene Erbsubstanz ein. Nach dem Umschreiben der RNA in funktionsfähige DNA zerstört das neu entstandene Virus seine Wirtszelle.

Unbehandelt entsteht aus einer Infektion mit dem HI-Virus eine AIDS-Erkrankung. Der Mediziner teilt sie je nach noch vorhandener Anzahl funktionsfähiger T-Helferzellen im Blut in die drei Stadien A, B und C ein.

Häufige Fragen zum Thema AIDS

Ein anonymer HIV-Test, der frühestens drei Monate nach der mutmaßlichen Infektion gemacht wird, zeigt, ob man sich mit den Viren angesteckt hat oder nicht. Um (selten vorkommende) falsch-positive Testergebnisse auszuschließen, führt man immer einen zweiten Test durch. Ist auch er positiv, informiert eine weitere Blutuntersuchung über Viruslast und die Anzahl der noch funktionsfähigen T-Helferzellen. Anschließend sollte sich der Betroffene umgehend zur Behandlung in eine HIV-Schwerpunktpraxis begeben.
Leidet der Betroffene am Vollbild AIDS, erhält er noch zusätzlich Mittel zur Therapie der opportunistischen Infektionen. Eine psychosoziale Begleitung und die Teilnahme an einer AIDS-Selbsthilfegruppe können helfen, mit der immer noch nicht heilbaren Krankheit besser umzugehen.

Welche Symptome treten bei AIDS auf?

Die ersten, nach der Infektion mit dem Immundefizienz-Virus auftretenden Symptome sind:
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Fieber
  • nächtliche Schweißausbrüche
  • trockener Husten
  • Atemnot
  • Halsschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten (Achselhöhlen, Hals, Nacken)
  • Gliederschmerzen
  • Appetitmangel
Die erkältungsähnlichen Symptome klingen bald ab, sodass der Infizierte oft viele Jahre ohne weitere Krankheitsanzeichen verbringt, bevor die eigentliche AIDS-Erkrankung auftritt. Bei ihrem Beginn zeigen sich hohes Fieber oder/und der typische, stark juckende, kleinflächige Hautausschlag (HIV-Exanthem). Im fortgeschrittenen Stadium treten dann die für die Immunschwäche typischen, opportunistischen Infektionen wie
  • Pneumocystis-verursachte Lungenentzündungen
  • Lungentuberkulose
  • Candida-albicans-Infektionen in Mund-Rachenraum und Speiseröhre
und schwere virusbedingte Lymphome, Gebärmutterhalskrebs und Kaposi-Sarkome (Hautkrebs) auf.

Wie behandelt man AIDS?

mit HIV unbeschwert Leben

Die HIV-Infektion lässt sich mit einer Kombination von wenigstens drei Medikamenten (anti-retrovirale Therapie, HAART) gut behandeln. Betroffene Patienten müssen die Arzneimittel lebenslang einnehmen. Die Behandlung reduziert die Viruslast im Blut und in den anderen Körperflüssigkeiten sowie die Menge der infizierten Immunzellen beträchtlich. Da sich der Erreger nicht mehr vermehren und im Körper ausbreiten kann, wird der Ausbruch von AIDS lange Zeit hinausgezögert.

Im günstigsten Fall kann der Patient damit eine fast normale Lebenserwartung haben und ein weitgehend uneingeschränktes Leben führen. Eine schlechte Prognose haben jedoch Kranke, bei denen bereits vor Behandlungsbeginn viele Erreger im Blut festgestellt werden oder deren Abwehrsystem geschwächt ist.

Wie kann man AIDS vorbeugen?

Um sich vor der sexuell übertragbaren Erkrankung zu schützen, sollten Sie bei häufigerem Partnerwechsel ausschließlich Safer Sex praktizieren und Kondome verwenden. Auch wenn das Risiko, sich über Oralverkehr zu infizieren, vergleichsweise gering ist, empfiehlt es sich, auch hierbei Kondome oder Dental Dams anzuwenden. Haben Sie als HIV-positive Mutter ein nicht infiziertes Kind, dürfen Sie es unter keinen Umständen stillen. Ist Ihr Ungeborenes im Gegensatz zu Ihnen HIV-negativ, entbinden Sie mithilfe eines Kaiserschnitts. Außerdem helfen eine umfassende Aufklärung zum Thema AIDS und eine Beratung über die Möglichkeiten, sich davor zu schützen, das Auftreten der Erkrankung zu verhindern.

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