Hilfe zum Preisvergleich Tel: 030 - 94 888 740 Di-Do von 10-15 Uhr

nach oben

Chronischer Schnupfen: Permanent laufende Nase

Chronischer Schnupfen: Permanent laufende Nase
Die Ursachen für einen chronischen Schnupfen sind vielfältig und äußern sich in einer permanent laufenden Nase und weiteren Schnupfen-Symptomen.
Sollte die Nasenschleimhaut dauerhaft entzündet und gereizt sein, kann sich dies oftmals auf weitere Gesichtsbereiche und die Atemwege auswirken. Die Ursachen für einen chronischen Schnupfen können sehr vielfältig sein und äußern sich beim Betroffenen in einer permanent laufenden Nase sowie weiteren Symptomen, die für einen Schnupfen typisch sind. Ohne eine gründliche Untersuchung bei einem Facharzt lässt sich der Grund für einen chronischen Schnupfen daher nicht immer sofort finden.

Was ist unter chronischem Schnupfen zu verstehen?

Durch Allergien, häufige Erkältungen sowie permanente Reize, die auf eine überempfindliche Schleimhaut einwirken, kann es zu einer chronischen Nasenschleimhautentzündung kommen. Häufig sind hierbei auch die Schleimhäute in den Nebenhöhlen entzündet. Wenn beides zusammen auftritt, spricht die Medizin von einer chronischen Rhinosinusitis.                        

Was sind die Auslöser bzw. Ursachen für chronischen Schnupfen?

Anatomische Besonderheiten oder Veränderungen im Bereich der Nase oder des Nasen-Rachenraums können Auslöser für einen chronischen Schnupfen sein. Im Einzelnen zählen hierzu unter anderem eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln oder die Folgen von operativen Eingriffen im Bereich der Nase. Dauerhafte Beschwerden in Form eines chronischen Schnupfens können auch Nasenpolypen und Polypen im Nasen-Rachenraum mit sich bringen. Hiervon sind vor allem Kinder öfter betroffen.

Auch eine Vergrößerung der Rachenmandeln kann bei chronischem Schnupfen eine Rolle spielen. In diesem Zusammenhang muss auch das sogenannte NARE-Syndrom erwähnt werden. Hierbei handelt es sich um eine nicht allergische Form von chronischem Schnupfen, die wiederum oft mit Nasenpolypen verbunden ist.

Nasenpolypen als Ursache für chronischen Schnupfen?

nasenpolypen bei chronischem Schnupfen

Bei Nasenpolypen handelt es sich um Wucherungen der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen oder der Nase. Durch solche Polypen kann es zu einer Behinderung der Nasenatmung kommen. Zudem können Riechstörungen oder Schnarchen die Folge von Polypen sein. Betroffenen fällt die Nasenatmung sehr schwer. Die Nase ist immer wieder oder permanent ein- oder beidseitig verstopft. Zusätzlich fließt aus der Nase farbloses bis gelbliches und schleimiges Sekret. Dieser Schleim läuft auch innen ab, was zur Folge hat, dass sich Betroffene oftmals räuspern müssen oder das Bedürfnis haben, sich „freihusten“ zu wollen.

Einige Personen, die unter Polypen leiden, haben oftmals Schmerzen im Rachenbereich oder fühlen sich heiser. Wenn die Nasennebenhöhlen miterkrankt sein sollten, kann es zu weiteren Symptomen wie Müdigkeit, Riechstörungen, Schmerzen im Gesicht sowie zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen.

Andere Erkrankungen, die chronischen Schnupfen verursachen

chronischer schnupfen kann schwerwiegende folgen haben

Manche Erkrankungen, die mit Entzündungen in verschiedenen Körperbereichen einhergehen, können auch die Nase betreffen und zu chronischem Schnupfen führen. Hierzu zählt beispielsweise die Autoimmunerkrankung Granulomatose mit Polyangiitis. Bei dieser Erkrankung kommt es zu Entzündungen der Blutgefäße und der Organe. Zunächst sind hierbei der Nasen-Rachenraum, die Lunge und die Bronchien betroffen. Zu den Symptomen zählen neben einem chronischen Schnupfen, der oftmals auch blutig sein kann, eine Entzündung der Ohren und der Nasennebenhöhlen sowie Kopfschmerzen und starke Abgeschlagenheit.

Letztlich kann chronischer Schnupfen auch eines der Symptome einer Syphilis - insbesondere in einem späteren Krankheitsstadium - oder einer Tuberkulose sein. Auch Pilzerkrankungen in den Nebenhöhlen und der Nase können die Ursache für einen dauerhaften Schnupfen sein.

Häufige Fragen zum Thema chronischer Schnupfen

Neuere Erkenntnisse legen zudem den Verdacht nahe, dass auch Behandlungen mit Antibiotika - als medikamentöse Therapie gegen andere Erkrankungen - das Risiko für eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen erhöht.
Auch bei der Systemerkrankung Sarkoidose, die verschiedene Organe betreffen kann, kann es zu chronischem Schnupfen kommen. Neben der Nase mitsamt der Nasenschleimhaut können zudem die Ohren, die Lunge, die Haut und die Augen erkranken. Abhängig vom Stadium der Krankheit können neben chronischem Schnupfen Fieber, Atemnot, Husten und eine ungewollte Gewichtsabnahme Hinweise auf eine Sarkoidose sein. Auf Röntgenbildern lässt sich zudem eine Anschwellung der Lymphknoten feststellen.

Wie erfolgt die Diagnose bei einem chronischen Schnupfen?

Zunächst wird sich der Arzt vom Patienten schildern lassen, wie sich dessen Beschwerden äußern und über welchen Zeitraum sie bereits bestehen. Ebenso sind die Lebensgewohnheiten und Lebensumstände des Patienten für den Arzt von Interesse. Er wird beispielsweise danach fragen, ob der Patient häufig unter Stress steht, ob er raucht oder überwiegend in trockener Raumluft arbeiten muss.

Im Anschluss erfolgt die körperliche Untersuchung. Hierbei wird der Mediziner zunächst die Nase und den Rachenraum sowie die Ohren des Patienten untersuchen und zudem die Lunge abhören. Sollte die Diagnose nach der ersten Untersuchung noch nicht eindeutig sein, wird er weitere Untersuchungen anordnen oder den Patienten zu einem Facharzt überweisen. Solch ein Facharzt kann entweder ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, ein Allergologe, ein Lungenfacharzt oder ein Internist sein.
untersuchung für diagnose chronischer schnupfen

Sollten weitere Untersuchungen notwendig sein, um die Ursache für den chronischen Schnupfen herauszufinden, kann eine Endoskopie der Nase Klarheit verschaffen. Hierbei kann der Arzt zusätzlich Nasensekret und Schleimhautgewebe entnehmen und im Anschluss in einem Labor analysieren lassen. Auch Blutanalysen und Allergietests können bei der Ursachenforschung zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus sind Ultraschalluntersuchungen sowie bildgebende Verfahren, wie etwa eine Computertomografie, von den Nebenhöhlen und der Nase wichtige Hilfsmittel bei der Diagnosestellung. Diese sind vor allem dann angebracht, wenn entzündliche Veränderungen der Schleimhäute oder Erkrankungen der Nasennebenhöhlen beobachtet werden sollten.

Welche Therapiemöglichkeiten stehen bei chronischem Schnupfen zur Verfügung?

Um eine geeignete Therapie in die Wege leiten zu können, muss zunächst die Ursache für das Auftreten des chronischen Schnupfens gefunden werden. Häufig verabreichen Hals-Nasen-Ohren-Ärzte bei chronischem Schnupfen kortisonhaltige Nasensprays. In manchen Fällen sind auch operative Eingriffe oder die Gabe von Antibiotika notwendig. Für eine Linderung der Symptome können unterstützende Maßnahmen wie Nasenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung oder Inhalieren sorgen.

Artikel empfehlen:

Bestseller chronischer Schnupfen

› mehr