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Desinfektions­mittel: Hygienemaßnahmen gegen Bakterien und Viren

desinfektion hände
Desinfektionsmittel werden daher zur Reinigung und Gewährleistung der Hygiene dort verwendet, wo Krankheitserreger vorhanden sein könnten, aber nicht sein dürfen.

In früheren Jahrhunderten erkrankten und starben Menschen an den lächerlichsten Infektionskrankheiten. Damals war das jedoch alles andere als lächerlich, denn es gab schlichtweg keine Möglichkeit, sich vor diesen unsichtbaren Gefahren zu schützen.

Jahrhundertelang wusste man überhaupt nicht, dass es Viren und Bakterien gibt und dass sie zwar klein, aber ganz schön gefährlich sein können. Und auch, als sie entdeckt wurden, dauerte es noch Jahrhunderte, bis die ersten Medikamente und Impfstoffe gegen sie entwickelt wurden. Diese haben einen wesentlichen Beitrag zur Verlängerung unseres Lebens geleistet und sorgen dafür, dass uns heute bei Worten wie Diphtherie, Syphilis oder Tuberkulose keine Angst um unser Leben mehr packt, sofern wir in der industrialisierten Welt leben. Einen genauso maßgeblichen Beitrag zur Bekämpfung solcher Erkrankungen hat aber auch die Hygiene geleistet, die auf Desinfektion gefährlicher Gegenstände setzt.

 Was ist Desinfektionsmittel?

Bei ausgebrochenen bakteriellen oder viralen Infektionen helfen Antibiotika, Virustatika und symptomatische Medikamente dabei, die Erkrankung zu beenden und sie bis dahin erträglicher zu machen. Diese Anwendung geschieht systemisch im lebenden Organismus. Die Desinfektion dagegen reinigt unbelebte Gegenstände, die aber mit einem Lebewesen in Kontakt kommen und es anstecken können.

Denn Krankheitserreger halten sich nicht nur an der Haut oder im Körper eines Wirtes, sie können beispielsweise auch auf Oberflächen wie der Küchenarbeitsplatte und besonders an medizinischen Instrumenten überleben. Desinfektionsmittel werden daher zur Reinigung und Gewährleistung der Hygiene dort verwendet, wo Krankheitserreger vorhanden sein könnten, aber nicht sein dürfen. Das Desinfektionsmittel ist im übertragenen Sinne eine Wunderwaffe bei der Bekämpfung von Keimen und somit ein Schutzschild vor möglichen Krankheitserregern. Richtig angewendet, tötet es zuverlässig je nach Zusammensetzung die meisten Bakterien, Pilze und Viren. Selbstverständlich unterscheiden sich die Desinfektionsmittel in der Wirkung stark voneinander, abhängig von Wirkstoff und Konzentration. Zu den wichtigsten Wirkstofen von Desinfektionsmitteln zählen:
  • Formaldehyde
  • Perverbindungen
  • Phenole oder Phenolderivate
  • Alkohole
  • Halogene
  • Biguanide

Desinfektionsmittel im Haushalt

hausputz gründlich aber nicht zu viel

Vor allem im Haushalt sind hygienische Bedingungen wichtig, denn hier halten wir uns häufig auf, bereiten Lebensmittel zu und leben den Alltag. Flächendesinfektionsmittel kommen hier besonders oft zum Einsatz; dies sind mit desinfizierenden Substanzen versetzte Reinigungsmittel. Sie werden beispielsweise verwendet, um Küchenarbeitsplatte, Toilettensitz oder Badewanne hygienisch zu reinigen. Die Flächendesinfektion kommt vor allem im gewerblichen Bereich auch auf Böden zum Einsatz, beispielsweise in Krankenhäusern in OP-Sälen oder Patientenzimmern.

Seltener ist im häuslichen Bereich die Händedesinfektion, da sie zu Hause meist nicht notwendig ist. Bei der Desinfektion im Haushalt müssen vor allem Gegenstände desinfiziert werden, die mit organischem Material, Lebensmitteln oder Körperflüssigkeiten in Berührung gekommen sind. Hände werden nur dann durch Desinfektionstücher oder Desinfektionsgels mit desinfiziert, wenn ein Familienmitglied gerade eine ansteckende Krankheit hat oder eine ansteckende Krankheit in der nähen Umfeld auftritt. Dies ist vor allem als Schutz vor Infektionen und Schmierinfektionen wichitg. ansonsten ist das eher übertriebene Vorsicht und kann Keime, die an sich nicht schädlich sind, resistent gegenüber der Desinfektion machen.

Desinfektionsmittel in medizinischen Bereichen

Krankenhäuser, Kliniken und Arztpraxen müssen gründlich und regelmäßig mit Desinfektionsmittel gereinigt werden. Die Flächendesinfektion von allem, was Patienten berührt haben, ist selbstverständlich. Das betrifft OP- und Untersuchungstische, Patientenzimmer und sanitäre Anlagen, aber auch Fußböden. Da die Gesundheit der hier befindlichen Menschen ohnehin schon angeschlagen ist, ist eine gründliche Hygiene das A und O.
reinigung in krankhäusern keimfrei

Bevor ein Mitglied des medizinischen Personals einen Patienten berührt oder behandelt, erfolgt eine Hautdesinfektion. Hierbei wird aus einem Desinfektionsmittelspender ein Desinfektionsmittel entnommen und auf den Händen verteilt. Die Händedesinfektion verhindert, dass sich Keime von einem Patienten auf den anderen übertragen, was insbesondere bei offenen Wunden oder angeschlagenem Immunsystem leicht wäre. Produkte für die Haut- und Händedesinfektion sind beispielsweise das bekannte Sterillium aus dem Hause Bode. Weitere Produkte sind auf einer Liste des Robert Koch Instituts (RKI) zu finden.
Diesen Desinfektionsmitteln wird große Sicherheit zugesprochen, da sie wenige Resistenzen aufkommen lassen, indem sie zuverlässig die meisten Keime abtöten. Ein weiterer wichtiger klinischer Aspekt ist die Instrumentendesinfektion. Hierfür kommen nicht nur verschiedene Desinfektionsmittel in flüssiger Form wie Bode Sterillium zum Einsatz, sondern auch elektronische Verfahren.

Antivirale Desinfektionsmittel


Möchten Sie sich mit einem Desinfektionsmittel gegen Viruserkrankungen schützen, achten Sie bei der Wahl des Produkts auf eine viruzide Wirkung. Dies bedeutet, dass das Mittel in der Lage ist, den größten Teil der Viren abzutöten. Meist handelt es sich hierbei um alkoholhaltige Lösungen. Wird bei dem Präparat eine „begrenzt viruzide“ Wirkung angegeben, wirkt es nur gegen die empfindlicheren behüllten Viren.

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte das viruzide Händedesinfektionsmittel nach einer gründlichen Reinigung der Hände verwendet werden. Wichtig ist, dass diese vollkommen trocken sind. Verbliebene Feuchtigkeit kann zu einer verminderten Benetzung der Haut mit dem Desinfektionsmittel führen, sodass die Viren an einigen Stellen nicht abgetötet werden. Die Hände müssen vollständig mit der Lösung eingerieben werden, hierbei ist insbesondere auf die Mitbehandlung der Nagelbereiche und Fingerzwischenräume zu achten. Für Gegenstände und Oberflächen sind viruzide Flächendesinfektionsmittel zu verwenden.

Um eine optimale Abtötung der Viren zu erzielen, muss außerdem auf die Einhaltung der Einwirkzeit geachtet werden. Diese ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Häufige Fragen zum Thema Desinfektion

Der Desinfektionsmittelspender vor dem Krankenhauszimmer fällt auf. Nur, weil er da steht, müssen die Hände aber nicht zwingend mit dem Händedesinfektionsmittel eingerieben werden, bevor das Zimmer betreten wird. Davon abgesehen, dass die meist alkoholbasierten Produkte die Haut auf Dauer belasten, da sie sie austrocknen, kommt es auf den Gesundheitszustand des Patienten an, den man in der Klinik besucht. Informationen darüber, ob die Hände mit Desinfektionsmittel behandelt werden müssen oder nicht, wird der behandelnde Arzt erteilen. Wenn das nicht nötig ist, reicht Händewaschen vor dem Besuch vollkommen aus.
Während Antibiotika den Keim abtöten, wenn er sich im Wirt eingenistet hat, tun Desinfektionsmittel das außerhalb des Körpers auf meist unbelebten Flächen oder direkt auf der Haut. Die Liste der vom RKI für Kliniken empfohlenen Mittel ist lang - aber was ist eigentlich mit Resistenzen auf diese Mittel, die jetzt noch wirken?

Diese können entstehen, und zwar dann, wenn zwar desinfiziert wird, aber nicht sorgfältig genug. Darin besteht auch das größte Risiko im privaten Haushalt. Es werden nicht alle vorhandenen Erreger mit der Anwendung abgetötet, was bei einmaliger Anwendung nicht weiter schlimm ist. Auf Dauer allerdings überleben immer vereinzelte Erreger und wissen, was auf sie zukommt. Um zu überleben, hat die Evolution ihnen die Gabe mitgegeben, sich genetisch auf ihre Gefahren einzustimmen und ihre DNA leicht zu verändern, um nicht mehr am Kontakt mit dem Desinfektionsmittel zu sterben. Sie sind resistent geworden.

Das birgt nun aber das Risiko, dass sie nach der Reinigung immer noch vorhanden sind und womöglich auch Resistenzen gegen sonst wirksame Medikamente entwickelt haben - das wird sich zeigen, wenn sich der erste Mensch mit ihnen angesteckt hat. Kommen die Bazillen dagegen gar nicht erst mit der Desinfektion in Berührung, entwickeln sie diese Resistenzen gar nicht. Gegen die meisten Erreger kann sich ein gesunder Organismus ausreichend gut selber wehren. In Kliniken arbeitet ausgebildetes Reinigungspersonal, das genau weiß, wie alle Erreger bei der Desinfektion abgetötet werden können. Nach einer Instrumentendesinfektion ist auf den medizinischen Instrumenten nichts mehr, was zu einer Erkrankung führen kann.

Ein Privathaushalt weiß das eher nicht und desinfiziert im guten Glauben einmal zu oft und an sich auch unnötig. Wenn im Haushalt nur das desinfiziert wird, was wirklich kontaminiert sein könnte, und alles andere ganz gewöhnlich gereinigt wird, besteht zu Hause ebenfalls ein geringeres Risiko. Angebote für desinfizierende Reinigungsmittel gibt es viele, aber mindestens genauso viele dieser Mittel sind absolut unnötig und stellen sogar ein gewisses Risiko dar. Die RKI-Liste hilft auch dem Privathaushalt dabei, sich im Desinfektionsmittel-Dschungel zurechtzufinden und keine Reiniger zu kaufen, die gar nicht sein müssen.

Wie werden Desinfektionsmittel richtig benutzt?

Es gibt Haushalte und Familien, die mit Desinfektionsmitteln beinahe schon überversorgt sind. Küchenarbeitsplatte, Toilettensitz, Badewanne und Fußböden werden bei ihnen desinfiziert - mindestens. Desinfektionstücher für unterwegs ergänzen den Schutz vor Krankheitserregern. Sie sind geschützt - oder doch nicht? Ein Zuviel an desinfizierender Hygiene tut tatsächlich alles andere als gut.
hygiene in maßen im haushalt

Informationen darüber, wie ein desinfizierendes Produkt wirkt und wann es eingesetzt werden sollte, wäre gerade für solche übermäßig sterilen Haushalte wesentlich besser. Denn Desinfektionsmittel richtet sich gegen Krankheitserreger, die resistent werden können. Als "Krankenhauskeime" sind diese resistenten Stämme bekannt und gefürchtet, denn gegen sie hilft kein Antibiotikum mehr - und gleichermaßen keine Form der Desinfektion. Ein gesunder Mensch ist jedoch sehr wohl in der Lage, mit einer gewissen Keimbelastung ohne permanente Desinfektion umzugehen. Die in diesem Artikel angesprochenen desinfizierenden Substanzen für Kliniken und Arztpraxen gibt es als Desinfektionsreiniger und Händedesinfektionsmittel auch für den Privathaushalt.

Während es durchaus sinnvoll ist, einen Toilettensitz regelmäßig zu desinfizieren und die Küchenarbeitsplatte besonders nach Kontakt mit Fleisch, sind die Artikel, die es in Deutschland für die Haut zu kaufen gibt, unnötig. Lediglich immunschwache Patienten bräuchten sie - oder Familien, in denen zeitweise ansteckende und gefährliche Erkrankungen wie eine Magen-Darm-Grippe umgehen. Sind die erkrankten Mitglieder wieder gesund, gibt es keinen Grund mehr, dieses Maß an Hygiene aufrecht zu erhalten.

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