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Milben mit einfachen Tricks bekämpfen

milben
Jeder kennt sie, doch die wenigsten wissen Genaueres über sie.

Was sind Milben?

Milben sind kleine bis kleinste Lebewesen, die zum Stamm der Gliederfüßer zählen. Innerhalb dieses Stamms des Tierreichs gehören die Milben wiederum zu der Gruppe der Spinnentiere. Daher weisen sie auch einen ähnlichen wie Spinnen auf. So haben Milben in der Regel ebenfalls acht Beine. Milben haben im Allgemeinen einen schlecht entwickelten Sehsinn, wobei es auch Arten gibt, die überhaupt keine Augen haben, während andere Arten zwischen ein und fünf Augen haben.

Milben bewegen sich nur sehr langsam, machen sich jedoch oft die bessere Mobilität anderer Tiere zunutze, indem sie sich auf ihnen niederlassen und - sozusagen - mitnehmen lassen. Nicht zuletzt auf diese Weise ist ihnen eine weite Verbreitung auf unterschiedliche Lebensräume gelungen. Circa 50 Prozent aller Milben leben unter der Erde. Einige kommen jedoch zum Beispiel in den Organen oder an andere Stellen am Körper von Menschen oder Tieren vor.

Von Milben ausgelöste Erkrankungen und Allergien

Es gibt Milbenarten, die sich unter die Haut ihres Wirts graben und daher auch als Grabmilben bezeichnet werden. In den gegrabenen Gängen legen die Milben dann ihre Eier ab. Dieser Vorgang allein führt zunächst zum Auftreten von Juckreiz. Sobald die Larven aus den Eiern schlüpfen, kommt es zur Entstehung von Krätze.

Neben der gemeinen Krätze kann es auch zur sogenannten Erntekrätze kommen, die von Laufmilben ausgelöst wird. Die Erntekrätze bezeichnet einen stark juckenden entzündlichen Hautausschlag. Die sogenannte Herbstmilbe lebt am Boden und gelangt von dort aus - zum Beispiel bei der Ernte - auf den Körper. Dort ernährt sie sich als Parasit von der Haut, ohne sich weiter zu vermehren. Irgendwann stirbt die einzelne Milbe dann und fällt vom Körper ab.
Bisher nicht belegt, jedoch vermutet wird ein Zusammenhang zwischen bestimmten, in den menschlichen Haarbälgen lebenden Milben und dem Auftreten von Rosazea.

allergien auch zu hause auftreten

Vor allem die Hausstaubmilbe löst bei Vielen Allergien aus. Diese werden allgemein als Hausstauballergien bezeichnet, auch wenn es eigentlich nicht der Staub als solcher, sondern die Hausstaubmilbe ist, deren Kot die Allergie auslöst. Eine Hausstauballergie macht sich durch Symptome bemerkbar, die an eine Erkältung erinnern oder aber auch durch Jucken der Augen, Ohren, Nase und Hals. Eine Hausstaubmilbenallergie kann, sofern sie nicht richtig oder gar nicht behandelt wird, langfristig zu Asthma führen.

Von Milben übertragene Erkrankungen

Sie können Erkrankungen nicht nur auslösen, sondern auch übertragen. Dies geschieht in der Regel durch den Biss der Milbe. Hierzu gehört zum Beispiel das Fleckfieber, eine Erkrankung, die besonders in den Tropen und Subtropen auftritt und hinsichtlich der Symptome an Typhus erinnert. In Deutschland fällt sie unter die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz. Sie ist auch bekannt unter Bezeichnungen wie zum Beispiel Kriegspest und Läusefieber.
hausstaub milben überleben

Auch die Übertragung der Tularämie kann durch Milbenbisse verursacht werden. Wegen ihrer Symptome, die an die Pest erinnern, und der Tatsache, dass sie häufig bei Nagetieren auftritt, trägt sie auch den Namen Hasenpest. Die hierzulande sicherlich bekannteste Milbe, die Krankheiten überträgt, ist die Zecke. Sie gräbt sich in die Haut und saugt dort Blut. Auf diesem Weg gelangen Erreger, die die Zecke aufweist, in den Organismus. Hierbei kann es sich um Viren handeln, die eine Hirnhautentzündung auslösen und um Borrelien, die für eine Borreliose verantwortlich sind.

Nicht alle Milbenarten können auf die Dauer Schaden anrichten. Doch diejenigen, die krank machen, sei es durch Auslösung als auch durch Übertragung, oder aber für Allergien verantwortlich sein können, sollten Sie bekämpfen. Das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Dennoch können Sie aktiv einiges tun, um sich und Ihr Umfeld vor besonders unangenehmen und schädlichen Arten zu schützen. Die für Sie wichtigsten und sinnvollsten Maßnahmen richten sich nach Ihrem persönlichen Wohnumfeld und Ihrer gesundheitlichen Verfassung.

Allgemeine Vorbeugungsmaßnahmen gegen Milbenbefall

Eine Milbe wird sich dort aufhalten, wo ihre Ernährung gesichert, es schön warm und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Da viele Milbenarten als Parasiten leben, ist es wichtig, potenzielle Wirte im Auge zu behalten. Leider zählen dazu auch sämtliche Haustiere, vor allem Hunde und Katzen. Nicht alle, jedoch einige Milbenarten, die typischerweise bei Haustieren auftreten, können auch Menschen befallen. Deshalb, aber natürlich auch zum Schutz Ihres Haustieres, ist die Einhaltung gewisser hygienischer Anforderungen unerlässlich.

Hygiene bei Haustieren

parasiten bei tieren

Wenn Sie einen Hund halten, suchen Sie dessen Fell am besten nach jedem Spaziergang auf Parasiten ab. Auch Ihre Hauskatze sollte regelmäßig einer solchen Prozedur unterzogen werden. Wenn Ihre Haustiere mit schlecht gepflegten oder krank wirkenden anderen Tieren in Berührung gekommen sind, gilt dies natürlich umso mehr. Wichtig ist es zudem, zu vermeiden, dass Ihr Tier kleine Nagetiere frisst oder an gefundenem Aas schnuppert. Hierdurch kann es nämlich zu einer Übertragung von Ungeziefer im Allgemeinen kommen. Wenn Ihr Tier Anzeichen für einen Milbenbefall zeigt, zögern Sie nicht, den Tierarzt aufzusuchen, der eine entsprechende Therapie einleiten kann. Vermeiden Sie zur Sicherheit in einem solchen Fall, dass Ihr Tier sensible Bereiche wie zum Beispiel Bettwäsche berührt.

Häufige Fragen zum Thema Milben

Mittlerweile haben Wissenschaftler über 50.000 Milbenarten entdeckt und klassifiziert, die in 546 Familien eingeteilt sind. Es ist aber anzunehmen, dass es noch weit mehr Milbenarten gibt, die aufgrund ihres Lebensraums oder ihrer sehr geringen Größe noch nicht entdeckt wurden. Keine andere Gruppe der Spinnentiere zählt mehr Arten. Eine sehr bekannte Vertreterin der Milben ist die Zecke. Sie ist zugleich die größte Milbenart.
Bei derart vielen Milbenarten variieren natürlich auch die Ernährungsgewohnheiten. So leben einige Arten als Parasiten, ernähren sich also von einem sogenannten Wirt, den sie befallen und dessen Körperflüssigkeiten sie als Nahrung nutzen. Andere ernähren sich wiederum von Lebendbeute, Pflanzen, Pilzen oder gehören zu den Aasfressern.
Viele Milbenarten sind sicherlich für den Menschen als harmlos zu beurteilen. Dafür machen uns manche Milbenarten das Leben mehr oder weniger schwer. Einige können tatsächlich krank machen. Zudem werden auch Allergien auf Milben zurückgeführt.

Körperhygiene

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass der Milbenbefall in unmittelbarem Zusammenhang mit der Körperhygiene steht. Tatsächlich ist es aber so, dass beispielsweise die Krätze sowohl bei Menschen, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben, als auch bei Menschen, die in einem sauberen Umfeld wohnen und die Möglichkeit für eine gute Körperpflege haben, auftritt. Generell werden Krätzemilben und ähnliche andere Arten durch Hautkontakt übertragen. Zudem kommt eine Übertragung durch Handtücher oder Bettwäsche in Betracht. Je mehr Personen mit bestimmten Textilien in Berührung kommen, ist das Risiko für einen Befall höher.

Es kann daher sein, dass die entsprechenden Milbenarten, aber auch Flöhe, in Hotelbetten oder Jugendherbergen auftreten. Dies ist aber kein Grund, solche Orte kategorisch zu meiden. Seien Sie nur aufmerksam, wenn Sie im nahen zeitlichen Zusammenhang mit einer Hotelübernachtung Beschwerden verspüren. Mittels bestimmter Medikamente können Mediziner schnell helfen. Die Wirksamkeit von Hausmitteln wie Teebaumöl ist hingegen nicht belegt.

Übertriebene Körperhygiene

Nach dem Motto "Viel hilft viel" greift so mancher zu übertriebenen Maßnahmen bezüglich der Körperhygiene. Dies ist aber weder nötig, noch zu empfehlen. Sollten Sie nämlich wirklich einmal von einer schädlichen Milbenart befallen sein, kann es passieren, dass der Befall nicht erkannt wird, weil sämtliche äußeren Anzeichen durch Eincremen unterdrückt sind. Auch zu häufiges Waschen mit aggressiven Seifen kann eher kontraproduktiv sein. Hierdurch wird nämlich die Haut ausgetrocknet, wodurch zum einen mehr trockene Hautschuppen auf der Körperoberfläche sind, die so mancher Milbe als Nahrung dienen kann, und wodurch es Grabmilbenarten erleichtert werden kann, die äußere Hautbarriere zu überwinden und unter die Haut zu gelangen.

hausputz

Hausstauballergie

Wenn Sie unter einer Hausstauballergie leiden, sollten Sie einige besondere Anforderungen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus einhalten. Allen Maßnahmen gemein ist, dass sie verhindern sollen, dass Sie mit den im Hausstaub lebenden Hausstaubmilben in Berührung kommen. Verbannen Sie daher möglichst Staubfänger aus Ihrem Umfeld. Hierzu gehören hochflorige Teppiche, aber auch Stofftiere. Verwenden Sie Kissen und Oberbetten aus waschbaren Materialien und reinigen Sie diese regelmäßig bei ausreichend hoher Temperatur.

Benutzen Sie außerdem spezielle Bezüge für Ihr Bett, sogenannte Encasings, und wählen Sie spezielle Matratzen für Allergiker. Entfernen Sie regelmäßig Staub von allen Oberflächen. Hierbei sollten sie die Entfernung mittels eines Staubsaugers gegenüber der Reinigung mit einem Staubtuch und einem Besen bevorzugen. Hierbei wird deutlich weniger Staub aufgewirbelt. Gut ist es auch, in einen Staubsauger mit Beutel und gutem Filter zu investieren. Bei beutellosen Staubsaugern ist es leider unvermeidlich, dass Staub beim Entleeren des Behälters austritt, der Ihnen schaden kann.

Zeckenbisse

zeckenbiss mit rötung

Eine Sonderstellung nehmen die weit verbreiteten Zecken ein. Hier gilt es für Mensch und Tier gleichermaßen, dass die Körperoberfläche nach jedem Aufenthalt in besonders gefahrträchtigen Gebieten auf Zeckenbisse abgesucht werden sollte. Solche Gebiete sind Wälder und Wiesen, im Allgemeinen die freie Natur. Diese mitunter lästige Routine sollten Sie unbedingt einhalten, wenn Sie sich in einem Gebiet aufhalten, in denen die Zecken besonders häufig die sogenannte FSME, als die Frühsommermeningitis, übertragen. Insofern kann es auch sinnvoll sein, sich impfen zu lassen. Gegen die Borreliose hilft eine Impfung aber leider nicht. Deshalb gilt auch für Geimpfte, dass Zecken so schnell wie möglich entfernt werden müssen. Am besten haben Sie immer ein spezielles Zecken-Kit bei sich, mithilfe dessen Sie die Tiere sicher und vor allem vollständig entfernen können.

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