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Drehschwindel: Behandlung bei Innenohrerkrankung - Lagerungsschwindel

Drehschwindel: Innenohrerkrankung muss behandelt werden
Drehschwindel ist auch unter der Bezeichnung Morbus Menière bekannt. Hierunter ist eine Störung im Innenohr zu verstehen.
Die Schwindelattacken dauern für gewöhnlich bis zu mehreren Stunden und gehen einher mit Ohrgeräuschen und einer Minderung der Hörleistung. Die Ursachen für die Schwindelanfälle sind noch nicht eindeutig geklärt, gegen die akuten Schwindelattacken sind jedoch wirksame Hilfen vorhanden.

Was ist unter Drehschwindel zu verstehen?

Die Menière-Krankheit ist nach einem Pariser Arzt benannt, der erstmals die Symptome beschrieb, die mit einer anfallsweise auftretenden Innenohrerkrankung einhergehen. Typisch für diese Erkrankung sind heftiger Drehschwindel, eine plötzliche Minderung der Hörleistung und Ohrgeräusche im betroffenen Ohr. Zusätzlich können sich Übelkeit und Erbrechen einstellen.

Diese Anfälle können von mehreren Minuten bis hin zu einigen Stunden andauern. Die Beschwerden treten im Gegensatz zum Lagerungsschwindel unabhängig von bestimmten Kopfbewegungen auf. Männer sind von der Menière-Krankheit häufiger betroffen als Frauen. Der Attackenschwindel tritt meistens im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf.

Welche Symptome sind für Drehschwindel typisch?

schwindelattacken und hörverlust bei drehschwindel

In aller Regel treten die Symptome beim Drehschwindel nur einseitig auf. Wenn die Beschwerden nachlassen, kommt es häufig zu einer Normalisierung der Hörleistung und einem Verschwinden der Ohrgeräusche. Nach und nach macht sich jedoch eine Schwerhörigkeit im Tieftonbereich bemerkbar. Im Endstadium der Krankheit kommt es zu einem hochgradigen Hörverlust sämtlicher Frequenzen sowie zu dauerhaften Ohrgeräuschen.

Charakteristisch für die Menière-Krankheit ist ein Drehschwindel, der plötzlich einsetzt und von Hörstörungen und Übelkeit begleitet sein kann. Das Drehgefühl lässt sich durch einen einseitigen Ausfall der Gleichgewichtsfunktion erklären. Entsprechend spürt der Patient eine Fallneigung zur erkrankten Seite hin.

Häufig kann der Drehschwindel so stark ausgeprägt sein, dass es zu Übelkeit und Erbrechen kommt. Ebenso typisch sind eine Hörminderung und ein Ohrgeräusch auf der erkrankten Seite, das in der Regel den Schwindelanfall überdauert. Die Patienten haben also nicht nur unter den kurzzeitigen Schwindelattacken, sondern insbesondere unter den stundenlangen auftretenden Ohrgeräuschen zu leiden.

Was sind die Ursachen für das Auftreten von Drehschwindel?

ohr aufbau drehschwindel ursachen

Zwar ist der Mechanismus bei der Entstehung der Menière-Krankheit bekannt, bislang unbekannt ist hingegen, durch welche Ursachen dieser Mechanismus ausgelöst werden kann. Grundlage des anfallartigen Drehschwindels ist eine Dysbalance zwischen Bildung und Abfluss der Flüssigkeit im Innenohr. Diese Flüssigkeit wird gebildet von bestimmten Zellen im Innenohr und über Blutleiter abtransportiert.

Bei gesunden Menschen befinden sich diese Prozesse in einem Gleichgewicht. Bei Personen, die unter der Menière-Krankheit leiden, herrscht hingegen ein Überdruck der Innenohrflüssigkeit vor. Wenn dieser Überdruck zu stark wird, reißt die Innenohrmembran ein und verschiedene Flüssigkeiten vermischen sich im Innenohr. Dies führt zu einem starken Reiz, der wiederum einen heftigen Schwindel, Hörstörungen und Ohrgeräusche zur Folge hat.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Drehschwindel?

Bei einem akuten Drehschwindelanfall können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, um die auftretenden Beschwerden zu lindern. Sollten die Anfälle immer wieder auftreten und sich auch durch Medikamente keine Besserung erzielen lassen, kann der Schwindel durch operative Eingriffe im Bereich des Mittel- und Innenohrs verringert oder ganz beseitigt werden.
untersuchung HNO Arzt bei Drehschwindel

Bisher ist eine ursächliche Therapie der Menière-Krankheit nicht möglich, da nicht abschließend geklärt ist, durch welche Ursachen die Störungen im Innenohr letztlich ausgelöst werden. Bei einem akuten Anfall kommen Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen sowie Infusionen zum Flüssigkeitsersatz infrage. Dies kann durch den Haus- oder HNO-Arzt geschehen, in vielen Fällen ist jedoch ein stationärer Aufenthalt in einer HNO-Klinik notwendig. Nach einem akuten Anfall werden dem Patienten durchblutungsfördernde Infusionen verabreicht.

Sollten die Verläufe der Menière-Krankheit auch mit Medikamenten nicht beherrschbar sein, können operative Methoden Abhilfe für den Patienten verschaffen. Nach der Prüfung der Gleichgewichts- und Hörfunktion kann in einer HNO-Klinik ein operativer Einsatz eines Paukenröhrchens in das Trommelfell durchgeführt werden. In manchen Fällen kann sich bereits hierdurch eine Besserung der Beschwerden ergeben. Manche Patienten waren nach diesem Eingriff komplett schwindelfrei. Wenn keine Besserung nach diesem operativen Eingriff erfolgt, kann ein Medikament in das Mittelohr gegeben werden, wodurch die Funktion des Gleichgewichtsorgans zerstört wird. In der Folge kommt es dann zu keinen Drehschwindelanfällen mehr.

Was passiert, wenn die Menière-Krankheit unbehandelt bleibt?

Im Vergleich zu anderen Erkrankungen, die das zentrale Nervensystem betreffen, kommt es bei der Menière-Krankheit niemals zu einem Verlust des Bewusstseins bei einer Schwindelattacken. Der Schwindelanfall kann wenige Minuten bis zu maximal 48 Stunden dauern. Innerhalb von Tagen, üblicherweise jedoch in einem Abstand von mehreren Wochen oder Monaten, kann es zu einer Wiederholung der Anfälle kommen.

Im Anfangsstadium der Menière-Krankheit kann der Körper die Funktionen im Innenohr vollständig wiederherstellen und der Betroffene ist zwischen den Anfällen frei von Beschwerden. Bei einer Untersuchung durch einen HNO-Arzt kann es vorkommen, dass keinerlei Störungen zu beobachten sind. Aus diesem Grund ist eine genaue Schilderung der Krankengeschichte durch den Betroffenen von großer Bedeutung, sodass der Arzt geeignete Therapien in die Wege leiten kann.

Häufige Fragen zum Thema Drehschwindel

Im weiteren Krankheitsverlauf kann der Körper die Schäden im Innenohr nicht mehr vollständig beheben, sodass es in der Folge zu einem Hörverlust mit unterschiedlicher Ausprägung kommen kann. Das Endstadium der Krankheit ist gekennzeichnet von bleibenden Störungen des Gleichgewichts und des Hörvermögens sowie dauerhaften Ohrgeräuschen.
Da bisher die Ursachen für das Auftreten der Erkrankung weitgehend unbekannt sind, lassen sich entsprechend keine gezielten Maßnahmen zur Vorbeugung der Menière-Krankheit geben. Grundsätzlich können psychische Faktoren wie etwa Stress einen Anfall auslösen, sind für die Entstehung der Krankheit jedoch nicht primär verantwortlich. Durch eine medikamentöse Dauertherapie lässt sich die Intensität und Frequenz der Drehschwindelanfälle mildern, in manchen Fällen sogar ganz verhindern.

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