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Geschlechtskrankheiten - Überblick: Syphilis, Chlamydien, Aids & Co

Autor: medizinfuchs Redaktion
Geschlechtskrankheiten: Übersicht der häufigsten Erkrankungen
Unter Geschlechtskrankheiten sind verschiedene Erkrankungen zu verstehen, deren Übertragung allesamt auf sexuellem Wege erfolgt. Während es vor einigen Jahren noch üblich war, alle Geschlechtskrankheiten beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden, trifft dies seit dem Jahr 2001 nur noch auf die Erkrankungen Syphilis und HIV zu.

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten

Feigwarzen, Herpes genitalis, HIV, Syphilis, Tripper oder Filzläuse. All dies sind Erkrankungen, die auf dem sexuellen Wege übertragen werden. Folgend werden die am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten näher ausgeführt.

Überblick Chlamydien

Chlamydien

Eine Infektion mit Chlamydien ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Ursache für das Auftreten einer solchen Infektion sind Bakterien. Je nach Bakterientyp werden von einer Chlamydien-Infektion hauptsächlich die Augen, die Atemwege oder die Geschlechtsorgane betroffen. Somit können Chlamydien unterschiedliche Krankheitsbilder erzeugen. Nach einer Ansteckung mit Chlamydien machen sich die ersten Beschwerden etwa ein bis drei Wochen später bemerkbar. Diese äußern sich beispielsweise in Form von Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sowie Ausfluss und Juckreiz im Genitalbereich. Zunächst treten in vielen Fällen jedoch keine spürbaren Symptome auf.

Symptome bei Männern

Ein eitriger Ausfluss im Genitalbereich, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sowie Juckreiz zählen zu den häufigsten Symptomen einer Chlamydien-Infektion bei einem Mann. In vielen Fällen lassen sich jedoch auch keine eindeutigen und spürbaren Symptome erkennen, sodass eine Infektion mit Chlamydien beim Mann lange Zeit unentdeckt und entsprechend unbehandelt bleibt. In diesem Fall kann der Mann unwissentlich zu einem Überträger von Chlamydien werden und andere Personen anstecken. Darüber hinaus können Auswirkungen der unbehandelten Chlamydien-Infektion zu gesundheitlichen Spätfolgen, wie etwa Unfruchtbarkeit, führen.

Symptome bei Frauen

Bei einer Frau äußert sich eine Chlamydien-Infektion durch Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz im Genitalbereich sowie einem gelblichen oder eitrigen Ausfluss. Häufig klagen mit Chlamydien infizierte Frauen jedoch auch über keinerlei spürbare Symptome, sodass die Infektion entsprechend über einen langen Zeitraum hinweg unentdeckt und unbehandelt bleibt. Ebenso wie bei einem Mann kann eine Chlamydien-Infektion weitreichende negative Folgen auf die Gesundheit der Frau haben, wie beispielsweise Unfruchtbarkeit oder schwere Entzündungen. 

Behandlung Chlamydien

Behandlung Chlamydien

Die Therapie einer Chlamydien-Infektion erfolgt stets durch die Gabe von Medikamenten. Konkret kommen hierbei die Antibiotika Tetracycline, Doxycyclin, Makrolide oder Azithromycin zum Einsatz. Schwangere Frauen, die sich mit Chlamydien angesteckt haben, werden in der Regel mit den Antibiotika Josamycin, Amoxicillin oder Erythromycin behandelt. Abhängig vom jeweiligen Präparat muss das Antibiotikum vom Patienten einmalig oder über eine Zeitspanne von bis zu zwei Wochen eingenommen werden.

Aus Gründen der Ansteckungsgefahr ist es dringend empfehlenswert, dass sich der Partner bzw. die Partnerin der infizierten Person auch auf Chlamydien untersuchen lässt. Sollte auch beim Partner bzw. der Partnerin eine Infektion festgestellt werden, muss auch der Partner bzw. die Partnerin mit behandelt werden.

Überblick Syphilis

Syphilis

Die Syphilis (Lues) gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten. Lässt der Betroffene sich nicht behandeln, verläuft die Infektion chronisch. Eine Diagnostik allein aufgrund der vorhandenen Symptome ist unsicher, da sich das Krankheitsbild von Patient zu Patient unterscheidet. Unbehandelt kommt es nach zwei bis drei Jahrzehnten zum fast vollständigen Untergang des Nerven-, Muskel- und Gehirn-Gewebes. Wie bei Geschlechtskrankheiten üblich, muss jeder neue Lues-Fall dem RKI gemeldet werden. Die sexuell übertragbare Krankheit zeigt nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis 24 Tagen das erste Symptom.

Symptome Syphilis

Kurz nach der Ansteckung macht sich eine Syphilis durch auffällige Schwellungen und Geschwüre an den Geschlechtsorganen bemerkbar, die jedoch keinerlei Schmerzen verursachen. Bei Voranschreiten der Erkrankung werden die Betroffenen von juckenden Hautausschlägen am ganzen Körper befallen. 
  • Im Sekundärstadium zeigen sich oft Hautausschläge und Schleimhaut-Veränderungen (Eiterbläschen, Blasen mit Schuppen). In Hautfalten und dort, wo man normalerweise stark schwitzt, entstehen Pusteln, in denen sich Flüssigkeit ansammelt. 
  • Während des Tertiärstadiums greift die unbehandelte Infektionskrankheit Muskeln, Organe und das Hautgewebe an. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zur Zerstörung des Knochen- und Nervengewebes und zu Herzschäden. Die Patienten haben starke Schmerzen
  • Das vierte Stadium bezeichnet man als Neurosyphilis. Ein Teil der Kranken entwickelt eine Hirnhautentzündung, die vor allem mit Sehstörungen und Doppeltsehen in Erscheinung tritt. Andere Patienten zeigen überhaupt keine Symptome.
  • Lähmungserscheinungen, Gangstörungen, Verlust der Reflexe und Temperaturempfindung und eine Demenz sind ebenfalls Folge einer unbehandelten Lues im Endstadium.

Behandlung Syphilis

Behandlung Syphilis

Hat der Arzt bei Ihnen eine Syphilis festgestellt, ist das glücklicherweise heute kein besonders großer Anlass zur Sorge: Er verschreibt Ihnen Penicillin, das Sie regelmäßig und in der verordneten Dosis einnehmen. Außerdem sollte sich Ihr Partner/Ihre Partnerin ebenfalls behandeln lassen. Leiden Sie an einer Überempfindlichkeit gegen das Antibiotikum, können Tetracycline oder Erythromycin eingesetzt werden. Wird die Erkrankung frühzeitig entdeckt und sofort therapiert, ist die Prognose, wieder geheilt zu werden, mindestens gut. Befindet sich der Erkrankte jedoch bereits im vierten Stadium, sind seine Chancen auf Besserung ungünstig, da er meist schon gravierende Spätschäden davongetragen hat.

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Überblick Aids

AIDS (Acquired Immuno Deficiency Syndrome) bezeichnet eine im Laufe des Lebens erworbene Immunschwäche. Die heutzutage zwar medizinisch behandelbare, aber unheilbare Erkrankung wird durch eine Infektion mit dem HI-Virus (HIV) ausgelöst. HIV ist die Abkürzung für Humanes Immundefizienz-Virus. Im Gegensatz zu anderen Virusarten, transportieren HI-Viren ihre genetische Information über die RNA und wandeln sie erst nach dem Eindringen in die Wirtszelle in funktionsfähige DNA um. Daher gehören sie zur Retroviren-Gruppe. m häufigsten wird das Virus über ungeschützten homo- und heterosexuellen Geschlechtsverkehr und über verseuchte Injektionsnadeln (Drogenabhängige) übertragen. Laut Statistik haben etwa 37 Millionen Menschen auf der Welt das HI-Virus in sich oder sind bereits an AIDS erkrankt. 

Infektion mit HI-Virus

Infektion HIV / Aids

Nach dem Ende der Inkubationszeit von drei Monaten lassen sich Antikörper gegen den Erreger im Blut nachweisen. Es kommt zur HI-Infektion, die einer schweren Erkältung oder dem Pfeifferschen Drüsenfieber ähnelt. Das Retrovirus wird am häufigsten über den Kontakt mit Samenflüssigkeit, Vaginalsekret, Blut und Schleimhautoberflächen übertragen. Frauen, die den Erreger im Blut haben, können ihr Ungeborenes während der Schwangerschaft oder des Geburtsvorgangs und später als Stillende über die Muttermilch anstecken.
Ein positives Testergebnis bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Infizierte AIDS hat. Oft kommt es erst viele Jahre später zum Auftreten der Immunschwäche-Erkrankung. Nach dem Eindringen in das Blut dockt das Virus an eine T-Helferzelle an, durchdringt ihre Zellmembran und pflanzt ihr die eigene Erbsubstanz ein.

Erste Symptome Aids

Die ersten, nach der Infektion mit dem Immundefizienz-Virus auftretenden Symptome sind:
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Fieber
  • nächtliche Schweißausbrüche
  • trockener Husten
  • Atemnot
  • Halsschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten (Achselhöhlen, Hals, Nacken)
  • Gliederschmerzen
  • Appetitmangel

HIV Test

hiv test

Ein anonymer HIV-Test, der frühestens drei Monate nach der mutmaßlichen Infektion gemacht wird, zeigt, ob man sich mit den Viren angesteckt hat oder nicht. Um (selten vorkommende) falsch-positive Testergebnisse auszuschließen, führt man immer einen zweiten Test durch. Ist auch er positiv, informiert eine weitere Blutuntersuchung über Viruslast und die Anzahl der noch funktionsfähigen T-Helferzellen. Anschließend sollte sich der Betroffene umgehend zur Behandlung in eine HIV-Schwerpunktpraxis begeben.

Behandlung Aids

Die HIV-Infektion lässt sich mit einer Kombination von wenigstens drei Medikamenten (anti-retrovirale Therapie, HAART) gut behandeln. Betroffene Patienten müssen die Arzneimittel lebenslang einnehmen. Die Behandlung reduziert die Viruslast im Blut und in den anderen Körperflüssigkeiten sowie die Menge der infizierten Immunzellen beträchtlich. Da sich der Erreger nicht mehr vermehren und im Körper ausbreiten kann, wird der Ausbruch von AIDS lange Zeit hinausgezögert.

Überblick Hepatitis

Überblick Hepatitis

Unter dem Fachausdruck Hepatitis fasst der Mediziner verschiedene Typen von Leberentzündungen zusammen. Das Wort selbst stammt aus dem Altgriechischen: Hepar heißt übersetzt Leber. Die Leber ist das größte Organ des Menschen. Sie ist für die Ausschüttung von Gallensaft zuständig, der im Zwölffingerdarm die in der Nahrung enthaltenen Fette abbaut. Darüber hinaus entgiftet sie den menschlichen Körper, indem sie die in den Lebensmitteln enthaltenen Toxine, Stoffwechselprodukte, Alkohol und Medikamentenrückstände abbaut.
Hepatitis gehört weltweit zu den häufigsten Krankheiten. Sie wird durch verschiedene Typen von Krankheitserregern und durch andere Ursachen ausgelöst. Die Leberentzündung bewirkt eine Schädigung der Leberzellen. Dadurch ist das Organ immer weniger imstande, seine Aufgaben zu erfüllen. Von einer akuten Hepatitis spricht man, wenn sie plötzlich auftritt und nach mehreren Wochen vorübergeht. Besteht sie jedoch länger als sechs Monate, handelt es sich um eine chronische Leberentzündung.

Entstehung Hepatitis

Eine Hepatitis kann verschiedene Ursachen haben. Sie wird durch
  • Viren,
  • Bakterien,
  • Parasiten,
  • Medikamente (Paracetamol, Krebsmedikamente),
  • Alkoholmissbrauch,
  • Erkrankungen (Sarkoidose, Morbus Wilson, Fettleber) und
  • Chemikalien
ausgelöst.

Außerdem kommt sie im Zusammenhang mit Pfeifferschem Drüsenfieber, Gürtelrose und Herpes-Simplex vor. In diesem Fall wird sie von denselben Viren ausgelöst, die für die jeweilige Krankheit verantwortlich sind (Epstein-Barr-Viren, Varicella-Zoster-Viren, Herpes-Simplex-Viren).

Symptome Hepatitis

Symptome Hepatitis

Am Anfang der akuten Phase treten oft unspezifische Symptome auf. Der Patient verspürt Druck im rechten Oberbauch und ist erschöpft. Er hat Kopfschmerzen und leidet an Appetitlosigkeit. Mitunter kommt es zu Fieber und Erbrechen. Auch ein starker Juckreiz kann auftreten.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung zeigt er die typische Gelbfärbung von Augen und Haut (Gelbsucht, Ikterus). Bei schwerer Leberschädigung entwickelt der Kranke eine Schrumpfleber (Leberzirrhose): Die Leberzellen werden kleiner, verhärten und bilden eine Art Narbengewebe, das die Funktionsfähigkeit des Organs immer weiter einschränkt.

Behandlung Hepatitis

Welche Therapie bei einer Leberentzündung geeignet ist, hängt von den verursachenden Erregern ab. Die Infektion mit Hepatitis A, D und E-Viren wird lediglich symptomatisch behandelt: Der Kranke erhält Medikamente gegen das Erbrechen und fiebersenkende Mittel. Die Erkrankung klingt meist von allein wieder ab. Personen, die mit Hepatitis A-Viren angesteckt wurden, dürfen keinen Alkohol trinken und müssen auf bestimmte Arzneimittel verzichten. Eine fettarme und kohlenhydratreiche Kost und ausreichend Bettruhe können die Rekonvaleszenz sinnvoll unterstützen. Dasselbe gilt für eine Infektion mit Hepatitis B-Erregern. Die chronische Form behandelt man noch zusätzlich mit bestimmten Virostatika und Interferon.

Impfung Hepatitis

Gegen Hepatitis A und B gibt es eine Impfung. Haben Sie eine Impfung gegen Hepatitis B erhalten, sind Sie außerdem noch vor einer Ansteckung mit Hepatitis D-Viren geschützt. Für Leberentzündungen des Typs C und E steht hierzulande derzeit noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Herpes genitalis, Feigwarzen und Tripper

Herpes genitalis und Feigwarzen

Herpes genitales: Schäden und Veränderungen am Gewebe der Genitalien können auf eine Herpes genitalis Erkrankung hindeuten. Darüber hinaus kann sich Herpes genitalis auch durch Veränderungen in der Mundhöhle oder im Afterbereich bemerkbar machen. An diesen Stellen kann es zu Schwellungen und Rötungen sowie brennenden Schmerzen kommen.

Feigwarzen: Während Feigwarzen bei der Frau an den äußeren Genitalien und am Gebärmutterhals auftreten, machen sie sich beim Mann am Penis bemerkbar. In vereinzelten Fällen können sie auch den Enddarm und den Mund- und Rachenraum befallen. Von Feigwarzen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Diese können unter anderem eine gefährliche Infektion mit PAP-Viren (HPV) auslösen, die für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.

Tripper: Ein Tripper wird auch als Gonorrhoe bezeichnet. Hierbei entzündet sich die Schleimhaut in der Harnröhre, was zu einem schmerzhaften Brennen beim Wasserlassen führen kann. Beim Mann äußert sich ein Tripper darüber hinaus durch das Symptom eines gelblich-grünen Ausfluss aus dem Penis.

Geschlechtskrankheiten vorbeugen

Verhütung als Vorsorge

Die beste Möglichkeit, um Geschlechtskrankheiten vorzubeugen, ist nach wie vor die Verhütung mit einem Kondom. Dies gilt vor allem bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern. Sollte man bei sich die Vermutung haben, an einer Geschlechtskrankheit zu leiden, ist falsche Scham der schlechteste Ratgeber. Wichtig ist es, sich möglichst schnell an einen Arzt zu wenden, damit rasch geeignete Therapiemaßnahmen in die Wege geleitet werden können. Während man selbst unter Geschlechtskrankheiten leidet, ist es dringend zu empfehlen, auf sexuelle Aktivitäten zu verzichten, um nicht auch noch den Geschlechtspartner zu infizieren. Beim Vorhandensein von Filzläusen sollte auf engen Körperkontakt grundsätzlich komplett verzichtet werden. Erst wenn die jeweilige medikamentöse Therapie erfolgreich beendet wurde, sollte man sexuell wieder aktiv werden.

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