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Krätze: Quälender Juckreiz durch winzige Parasiten

Krätze: quälender Juckreiz durch winzige Parasiten

Was versteht man unter Krätze?

Als Krätze (Scabies) bezeichnet man eine Hautkrankheit, deren Auslöser sogenannte Krätzmilben (Sarcoptes scabiei) sind. Sie werden über einen längeren Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bezeichnung weist bereits darauf hin, mit welchem Leitsymptom sie in Erscheinung tritt: Wegen des extremen Juckreizes müssen sich die Betroffenen häufig kratzen.

Krätze wird den Parasitosen zugeordnet. Darunter fasst der Mediziner alle Erkrankungen zusammen, die von Parasiten verursacht werden. Ihre Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Wochen. Bei einer Zweitinfektion zeigen sich die typischen Symptome schon einige Tage später. Von Krätze betroffen sind vor allem Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Altenheime). Die Milben befallen hauptsächlich Kinder und Menschen im höheren Lebensalter. Die Hauterkrankung tritt als
  •  Scabies norvegica (Scabies crustosa, Borkenkrätze)
  • nodöse Skabies
  • gepflegte Scabies
  • bullöse Scabies und
  • Säuglings-Krätze 
auf. Typisch für die ansteckende Hauterkrankung ist, dass eine gute Körperhygiene eine Infektion mit den Milben nicht verhindern kann. Die Millimeter großen Parasiten machen vor allem Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit einer Abwehrschwäche zu schaffen.

Wie entsteht Krätze und welche Ursachen hat sie?

juckende Haut bei krätze

Die Krätzmilben bohren halbkreisförmige, bis zu drei Zentimeter lange Gänge in die oberste Hautschicht. Der Patient kann sie an einer braunroten Verfärbung der darüber befindlichen Haut erkennen. Kleinere Gänge sind sogar für ein geschultes Auge unsichtbar. Lässt sich der Befallene nicht behandeln, entstehen immer mehr Tunnel unter der Haut. Etwa vier Monate nach dem Befall haben die Parasiten bereits mehrere Hundert von ihnen gegraben.

Die trächtigen Weibchen benötigen sie zur Ablage ihrer Eier. Die Wärme der Haut sorgt für ein schnelles Schlüpfen der Larven. Bereits zwei Wochen später entsteht die nächste Milben-Generation. Ideale Ablageorte sind Körperstellen, die von einer dünnen Hautschicht bedeckt sind (Achselhöhlen, Genitalien, Afterfalte, Zehen- und Finger-Zwischenräume). Bei Kindern befallen die Parasiten auch noch Kopfhaut und Gesicht. Die Ansteckung erfolgt durch die gemeinsame Nutzung von Betten, über sexuelle Kontakte und die Körperpflege durch andere Personen.

Welche Symptome treten bei der Krätze auf?

Hauptsymptome der meisten Skabies-Formen ist ein über mehrere Wochen andauernder intensiver Juckreiz, der sich nachts noch verstärkt. Er wird durch eine Reaktion des Immunsystems auf die Milben, ihren Kot und ihre Larven verursacht. Es kommt zu Hautrötungen und Schwellungen. Außerdem entstehen kleine, mit Eiter oder Gewebewasser gefüllte Bläschen und Knötchen.

Platzen die mit Flüssigkeit gefüllten Blasen auf, bilden sich an der betreffenden Stelle harte Krusten. Im weiteren Verlauf kann es noch zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommen. Da die Hautbarriere durch das häufige Kratzen geschädigt ist, können Staphylokokken und Streptokokken dort leichter eindringen. Infizierte mit intensiver Körperhygiene haben meist nur sehr unauffällige Hautveränderungen (gepflegte Scabies). Bei der nodösen Unterform leidet der Patient an bräunlich verfärbten und juckenden Knötchen auf der Haut. Eine mit mehr oder weniger voluminösen Blasen einhergehende Krätze nennt man bullöse Skabies. Von ihr sind vor allem Kinder betroffen.

Wie behandelt man Krätze?

aufgekratzte und verschorfte haut

Damit die Parasiten vollständig abgetötet werden können, benötigt der Patient eine Therapie mit bestimmten Medikamenten. Die meisten von ihnen werden auf die Haut appliziert und machen die Milben innerhalb kurzer Zeit unschädlich. Das wirksamste Mittel ist Permethrin, eine Salbe, mit der fast der ganze Körper behandelt wird. In der Regel reicht eine einmalige Anwendung aus. Ivermectin wird ausschließlich oral als Tablette angewendet.

Aufgekratzte Haut sollte vor dem Auftragen der Creme mit Kortison behandelt werden. Eine nachfolgende Infektion mit Bakterien wird mit speziellen Antibiotika eingedämmt. Bei Patienten mit starker Krustenbildung muss die Haut mit bestimmten Mitteln vorbehandelt werden: Diese Keratolyse sorgt dafür, dass die harten Borken weicher werden. Zum Entfernen der Schuppen macht der Betroffene vor der eigentlichen Behandlung der Krätze ein warmes Ölbad.

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Häufige Fragen zum Thema Krätze

Der an einer Borkenkrätze Leidende kann mehrere Millionen Milben unter der Hautoberfläche haben. Das gilt vor allem für Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Der gesamte Körper ist mit schuppigen Hautrötungen überzogen. Die Hornhaut der Handinnenflächen und Fußsohlen ist krankhaft verdickt. An einigen Körperstellen entstehen bis zu 1,5 cm hohe Borken. Unter diesen harten Hautveränderungen befindet sich rot glänzende Haut. Borkenkrätze ist im Gegensatz zu anderen Formen der Skabies meist nicht mit Juckreiz verbunden.
Um festzustellen, ob seine Verdachtsdiagnose korrekt ist, entfernt der untersuchende Facharzt mithilfe eines scharfen Löffels ein wenig Haut. Im Idealfall hat er bei dieser Kürettage einen Milben-Gang geöffnet. Die Haut-Probe wird dann im Labor auf vorhandene Milben, Larven und Milben-Kot untersucht. Außerdem kann die Betrachtung des betroffenen Hautareals unter dem Mikroskop die gewünschten Informationen liefern.

Wie kann man der Krätze vorbeugen?

Um einen Befall mit Krätzmilben zu verhindern, empfiehlt es sich, längere Körperkontakte mit Infizierten zu vermeiden. Ist eine Person an Borkenkrätze erkrankt, sollten Sie noch vorsichtiger sein: Schon eine ihrer Schuppen reicht für eine Übertragung der Parasiten aus. Daher ist es ratsam, sich spezielle Schutzkleidung und Handschuhe anzuziehen. Schneiden Sie dem Kranken und sich selbst die Nägel kurz und säubern Sie den Bereich darunter gründlich. Außerdem müssen seine Bettwäsche und Kleidung umgehend in der Waschmaschine gereinigt werden.

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