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Ohrenschmerzen - Symptome, Ursachen und effektive Behandlung

ohrenschmerzen
Jeder Mensch wird irgendwann im Leben die Erfahrung schmerzender Ohren machen.
Die meisten trifft die Erfahrung von Ohrenschmerzen schon im Kindesalter, denn dann zieht man sich bekanntermaßen besonders gerne kleine und größere Erkrankungen zu. Meistens liegen Ohrenschmerzen an einer Entzündung des Mittelohrabschnitts, das sehr empfindlich ist und große Schmerzen verursachen kann. Die Beschwerden sind aber auch ein typisches Anzeichen für Verletzungen, die bei den Ohren schwer zu erkennen sein können. Deshalb gilt bei Ohrbeschwerden, umgehend den HNO-Arzt aufzusuchen, denn Schäden an einem so empfindlichen Organ wie dem Ohr sind schnell entstanden und sie sind nicht immer reversibel.

Welche Ursachen haben Ohrenschmerzen?

gehörgang als 3d modell

Der Hörsinn eines jeden Lebewesens und auch der des Menschen beruht auf vielen winzig kleinen, sehr empfindlichen Bestandteilen. Zusätzlich gefährdet sind sie dadurch, dass so viele kleine und auch größere Röhren ins Ohr und wieder hinaus führen. Das erleichtert es Krankheitserregern bei Erkältung und Grippe, sich in die verschiedenen Ohrabschnitte zu verirren und dort eine Infektion auszulösen. Triefende Nasen und schmerzende Hälse sind in der Regel für die Gehörorgane kein Problem, der Körper bekämpft sie ohne Schwierigkeiten.

Besonders unangenehm ist jedoch eine Mittelohrentzündung, bei der einzelne Teile oder das gesamte Mittelohr betroffen sind. Hierher dringen häufig Keime und Krankheitserreger, da viele Röhren genau hierhin führen. Weitere Ursachen für Ohrbeschwerden sind mechanische Reizungen, wobei diese schon deshalb so tückisch sind, da sie sich nach und nach verschlimmern. Es reicht schon, dass im Schwimmbad Wasser ins Ohr gedrungen ist - verbleibt es in verschiedenen Ohrabschnitten, kann es dort zur Reizung führen.

Riskant ist in diesem Sinne auch die Verwendung von Wattestäbchen, da es durchaus möglich ist, damit über den Gehörgang in tiefere Ohrabschnitte zu gelangen und sie zu reizen oder gar zu verletzen. Als Ursache kommt aber auch eine mechanische Verletzung des Trommelfells, möglicherweise mit anschließender Infektion. Laute Geräusche, aber auch chemische Einflüsse können diese empfindliche Membran unbemerkt schädigen, ohne dass es aber ganz reißt. Das würde mit Taubheit einhergehen. Nach und nach entwickelt sich durch den Membranriss jedoch ein Schmerz, der durch eine anschließende Entzündung verschlimmert werden kann.

Begleitende Symptome verraten die Ursache

ohrenschmerzen und begleiterscheinungen

Ohrenschmerzen kommen gerne plötzlich und verschlimmern sich rapide. Nicht nur bei Kindern führt das zu sehr unangenehmen Beschwerden, die behandelt werden müssen. Begleitende Symptome verraten häufig schon, was die Ursache sein könnte und geben Hinweise darauf, welche Hausmittel möglicherweise Linderung verschaffen, bis der Termin beim Arzt ansteht.

Begleiterscheinungen wie Fieber bis hin zum Schüttelfrost, ein allgemeines Krankheitsgefühl, laufende Nase oder Halsschmerzen deuten darauf hin, dass es sich um eine verschleppte Infektion handelt. Die Beschwerden ähneln dabei denen einer Grippe oder schweren Erkältung. Fühlt sich der Betroffene dagegen gesund, hat also kein Fieber oder sonstige Erkältungszeichen, ist eine Ohrentzündung eher unwahrscheinlich. Eher steckt dann eine mechanische Reizung dahinter, wenn nur die Ohren betroffen sind.

Treten die Symptome einseitig auf, ist das ein recht deutliches Zeichen für mechanische Ursachen als Auslöser. Kinder sollten in diesem Fall danach gefragt werden, ob sie in letzter Zeit etwas mit ihren Ohren gemacht haben, beispielsweise Gegenstände hineingesteckt. Erwachsene kommen meist von selbst darauf, was die Beschwerden ausgelöst haben kann.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen - Tipps zur Soforthilfe

Ohrschmerzen sind schwer zu ertragen, denn sie sind durch die Empfindlichkeit der einzelnen Hörorgane meistens sehr heftig. Keine Behandlung, die man selbst durchführen kann, ersetzt die Untersuchung durch den HNO-Arzt, da alle Fälle von Ohrschmerzen ärztlich behandelt werden müssen. Bis zum Arzttermin kann es aber helfen, eine lauwarme bis warme Kartoffel oder einige Zwiebelscheiben in Küchenpapier einzuwickeln und sie auf das schmerzende Ohr zu halten.

Dasselbe funktioniert mit Petersilie, die etwa eine halbe Stunde zerdrückt und in Küchenpapier gewickelt aufgelegt werden darf. Ebenfalls hilfreich kann diese Anwendung mit einer Paste aus lauwarmem Wasser und etwas Senfmehl sein. Diese sollte lediglich eine Viertelstunde dort bleiben und bei Brennen der Haut sofort entfernt werden. Wenn Begleitsymptome wie eine erhöhte Körpertemperatur auftreten, können fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden, die sich auch auf die schmerzenden Gehörorgane lindernd auswirken können.

Häufige Fragen zum Thema Ohrenschmerzen

Medikamente sind bei Gehörgangschmerzen oft nicht notwendig, denn wenn hier Probleme auftreten, hat das oft mechanische Ursachen. Die Gesundheit kann beispielsweise durch einen Pfropf aus Ohrenschmalz beeinträchtigt sein, den der HNO-Arzt mit einem Sauger oder einer Pinzette entfernen wird. Falls es dadurch zu einer Infektion gekommen ist, heilt diese entweder von allein wieder ab oder der Patient wird mit Antibiotika nach Hause geschickt, die er in Form von Ohrentropfen anwendet. Diese wendet er nach Anweisung des Arztes so lange an, bis die Medizin nicht mehr erforderlich ist und die Beschwerden nachgelassen haben.
Manche Menschen reagieren so empfindlich auf den Luftdruck ihrer Umgebung, dass sie bei der kleinsten Schwankung Kopfschmerzen bekommen. Vor einem Regenschauer wissen sie anhand dessen ganz genau, was bald passieren wird. Der Luftdruck wirkt sich genauso intensiv auch auf das Gehör aus, aber viel direkter. Vielflieger kennen das Problem der Ohrenschmerzen, wenn der Flieger schnell an Höhe gewinnt oder verliert.

Manche Menschen sind dagegen wenig empfindlich, andere dagegen sehr. In dieser Situation erweist es sich als hilfreich gegen Ohrenschmerzen, zunächst ausreichend zu trinken. Es kommt nicht auf die Flüssigkeit an, sondern auf das Schlucken, das sich als vorbeugende Maßnahme gegen Ohrenschmerzen eignet. Kaugummis oder Lutschbonbons haben dieselbe Wirkung. Liegt beim Flug ein grippaler Infekt vor, sind die Ohrbeschwerden besonders unangenehm und der HNO-Arzt sollte gefragt werden, was vorbeugend dagegen unternommen werden kann.
Ein menschliches Ohr setzt sich anatomisch fast genauso zusammen wie das Hörsystem eines jeden anderen Säugetiers. Der sichtbare Teil, die Ohrmuschel, kann von Lebewesen zu Lebewesen sehr unterschiedlich sein und ist beim Menschen praktisch unbeweglich. Auch, wenn es einige Menschen gibt, die die Ohrmuschel ein wenig bewegen können, ist das noch gar nichts im Vergleich dazu, was etwa eine Katze oder ein Pferd können. Die Form und Beweglichkeit der Muschel entscheidet darüber, aus welcher Richtung Schallwellen in den Gehörgang dringen können. Dies ist ein schmaler, kurzer Kanal, der von Ohrenschmalz und feinen Härchen gesäumt ist und direkt ins Mittelohr führt. Hier sitzen hinter dem Trommelfell die Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel, die von den eindringenden Schallwellen bewegt werden.

Etliche weitere Röhren führen vom Hörsystem des Menschen beispielsweise in den Mund und Rachenraum - das Röhrensystem ist weit verzweigt, der bekannteste Gang ist die Eustachische Röhre. Von hier aus geht es weiter ins Innenohr, wo ein zusammengerolltes, mit Flüssigkeit gefülltes Organ mit dem passenden Namen "Schnecke" sitzt. Die Schallwellen bringen die Flüssigkeit der Schnecke in Wallung und sie gibt sie als Nervenreize direkt an den Hörnerv weiter. Diesen Impuls kann das Gehirn verarbeiten.

Wie werden Innenohrschmerzen behandelt?

kind beim ohrenarzt

Das Thema Mittelohrentzündung gehört dagegen zu den Krankheiten, die definitiv antibiotisch behandelt werden müssen und gerne bei Kindern auftreten. Vorher wird der Arzt überprüfen, ob es notwendig ist, einen gezielten Trommelfellschnitt zu setzen, damit Eiteransammlungen den Mittelohrbereich verlassen können. Denn wenn diese dort blieben, könnten sie bleibende Schäden an den feinen Gehörknöchelchen hinterlassen.

Bei leichten Mittelohrinfekten ist das in der Regel nicht notwendig; falls der Schnitt gesetzt werden muss, heilt er in der Regel zwei Wochen danach wieder vollständig ab und das Hörvermögen des betroffenen Ohrs ist wieder vollständig hergestellt. Bevor der Arzt Medikamente verschreibt, wird er die Schmerzen jedoch genauer untersuchen und dazu ein spezielles Gerät ins Ohr einführen, mit dem er einen Blick auf die Gehörknöchelchen werfen kann. Anhand dessen ist schnell festgestellt, ob im Ohrinnenbereich alles gesund aussieht - oder eben nicht.

Während Krankheiten mit Antibiotika behandelt werden, kann natürlich auch etwas gegen die Schmerzen verschrieben werden, falls das ein Thema für den Patienten ist. Vor allem bei jungen Patienten wird gerne ein zusätzliches, verträgliches Schmerzmittel verschrieben.

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