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Scharlach: Infektion mit schneller Genesungschance

scharlach
Diese durch Streptokokken hervorgerufene Infektion kann heutzutage problemlos behandelt werden und gehört zur Routine eines jeden Kinderarztes.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 50.000 Kinder an Scharlach. Hohes Fieber, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, eine tiefrote Zunge und ein spezifischer Hautauschlag sind typische Symptome, die im Zuge der Krankheit auftreten können. Um die Gesundheit Ihres Kindes schnellstmöglich wiederherzustellen, sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
ausreichende Erholung bei Scharlach

Auch sollten Sie darauf achten, dass das Kind sich während der Genesung nicht in öffentlichen Einrichtungen aufhält, damit es nicht weitere Altersgenossen ansteckt. In der Regel ist diese Gefahr nach wenigen Tagen gebannt, dennoch ist ausreichende Erholung geboten, denn die Beschwerden schwächen den Körper und das Kind könnte sich erneut anstecken. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen rund um die Themen Diagnose, Verlauf und Behandlung von Scharlach. 

Da es sich beim Scharlach um eine hochansteckende Krankheit handelt, müssen betroffene Kinder zu Hause bleiben, bis die Ansteckungsgefahr vorüber ist. Dabei besteht für die Eltern die Pflicht, der Schule oder dem Kindergarten die Krankheit zu melden. Wenn Sie befürchten, dass Ihr Kind an Scharlach erkrankt ist, müssen Sie Ihr Kind von einem Arzt untersuchen lassen.

Welche Symptome können auftreten?

Die Erkrankung bricht zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung mit der Erkrankung aus. Da sie meist in der Kindheit auftritt, wird sie zur Gruppe der Kinderkrankheiten gezählt. Bevor konkret auf den Krankheitsverlauf eingegangen wird, sollen zunächst die Symptome der Erkrankung aufgezählt werden:
  • hohes Fieber
  • grippeähnliche Beschwerden
  • Halsschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Himbeerzunge
  • Ausschlag in Form von kleinen roten Punkten auf der Haut
  • Erbrechen
  • Schluckbeschwerden

Krankheitsverlauf

scharlach und der tiefrote rachen

Meist beginnt Scharlach mit dem plötzlichen Ausbruch von hohem Fieber. Wie hoch die Temperatur steigt, hängt von der Schwere der Infektion ab. Daher bekommen manche Kinder nur leichtes Fieber und haben lediglich Symptome, die eher einer Erkältung ähneln. Begleitet wird das Fieber stets von Halsschmerzen, die in den meisten Fällen auch mit Schluckbeschwerden einhergehen.

Auch schwellen im Verlauf die Lymphknoten und Schleimhäute vor allem am Rachen an. Bei manchen Kindern kommen noch Beschwerden wie Husten und Schnupfen hinzu oder sie müssen sogar erbrechen. Ein geröteter Rachen und eine Zunge, die zuerst weißlich belegt ist und dann die typische tiefrote Farbe annimmt (Himbeerzunge) zeigen sich kurze Zeit später. Darauf folgt der Hautausschlag, der sich vom Brustkorb auf den ganzen Körper verteilt. Dabei variiert die Intensität des Ausschlags von Fall zu Fall. Bereits kurze Zeit später verschwindet der Ausschlag und die Haut schält sich.

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine Infektionskrankheit, an der meist Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren erkranken. Sie wird durch Beta-hämolysierende A-Streptokokken ausgelöst. Dabei handelt es sich um eine Bakterienart, die einen Giftstoff (Toxin) produziert, die für den typischen Hautausschlag verantwortlich sind.
bakterien als auslöser

In Deutschland tragen etwa 20% der Menschen den Keim in sich, ohne jedoch Symptome zu entwickeln. Aufgrund der Vielzahl an Neuerkrankungen pro Jahr ist Scharlach jedoch in manchen Bundesländern (Sachsen und Thüringen) meldepflichtig.

Der Erreger verbreitet sich in gemäßigt kalten Regionen; in Deutschland überwiegend in den Monaten Oktober bis März. Für die Betroffenen besteht das Gebot, den Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen zu vermeiden, da der Erreger der Krankheit meist über eine Tröpfcheninfektion übertragen wird. Nach der zwei- bis fünftägigen Inkubationszeit besteht ohne eine Behandlung mit Antibiotika eine ein bis drei Wochen lang anhaltende Ansteckungsgefahr. Mit der Gabe eines Antibiotikums endet diese nach ein bis zwei Tagen.

Was ist die Ursache für Scharlach?

Die Ursache für Scharlach ist heutzutage eindeutig: beta-hämolysierende Streptokokken lösen die Kinderkrankheit aus. Bei den Streptokokken handelt es sich um einen Bakterientyp, der zur natürlichen menschlichen Bakterienflora gehört. Sie lassen sich in verschiedene Unterkategorien einordnen, von denen einige in der Lage sind, Krankheiten auszulösen.

Die grundlegende Unterscheidung beruht auf der Fähigkeit der jeweiligen Bakterien, den Farbstoff der roten Blutkörperchen (Hämoglobin) abzubauen. Dieser Vorgang wird als Hämolyse bezeichnet. Dabei wird zwischen der alpha-, beta- und- gamma-Hämolyse unterschieden. Außerdem werden die Bakterien je nach Beschichtung ihrer Zellwand in die Gruppen A bis Q eingeteilt. Beim Scharlach liegt eine beta-Hämolyse durch A-Streptokokken vor. Das bedeutet, dass der Farbstoff komplett abgebaut wird und die Bakterien sich ausbreiten können, was letztendlich zum Ausbruch der Beschwerden führt.
ausschlag

Häufige Fragen zum Thema Scharlach

Die Behandlung von Scharlach durch Heilpraktiker ist in Deutschland verboten. In manchen Fällen müssen auch andere Personen, die im selben Haushalt leben, vorbeugend Antibiotika einnehmen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn neben dem betroffenen Kind weitere Kinder im Haus sind oder wenn bei einem Familienmitglied eine Schwangerschaft vorliegt.

Scharlach ist zwar für das Ungeborene nicht schädlich, kann aber ernste Komplikationen für die Gesundheit der werdenden Mutter nach sich ziehen. Daher sollten sich schwangere Frauen bei Verdacht auf Scharlach unverzüglich von ihrem Arzt untersuchen lassen, der ihnen geeignete Medikamente verschreiben kann.
Scharlach bricht wenige Tage, nachdem das Kind sich infiziert hat, aus. Nachdem andere Krankheiten ausgeschlossen werden und die Diagnose feststeht, entscheidet die Wahl der Therapie über die Dauer, während der das erkrankte Kind andere Menschen anstecken kann. Wird die Diagnose gestellt und acht bis zehn Tage lang mit einem Antibiotikum behandelt, ist die Ansteckungsgefahr nach einem bis zwei Tagen gebannt.

Entscheiden Sie sich dagegen für eine Behandlung ohne Antibiotika, so ist das Kind noch bis zu drei Wochen nach der Infektion ansteckend. Genauere Informationen zu den Themen: "Behandlung mit oder ohne Antibiotika" oder "Verhaltensregeln bei Infektionen" erhalten Sie bei Ihrem Arzt. Zugunsten der Erholung des Immunsystems ist allgemein empfehlenswert, das Kind über die Ansteckungsgefahr hinaus so lange nicht in die Schule oder in den Kindergarten zu schicken, bis es sich vollständig erholt hat. Im Normalfall kann das Kind aber nach etwa 14 Tagen wieder an seinem normalen Alltag teilnehmen.

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