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Schürfwunden: Alltägliche Verletzungen ohne größere Folgen

Schürfwunden: Alltägliche Verletzungen ohne größere Folgen
Schürfwunden entstehen schnell und sind im Normalfall unproblematisch. Was Sie trotzdem beachten sollten, erfahren Sie auf medizinfuchs.de.
Schürfwunden kommen meist schneller zustande, als man es sich vorstellen kann: Oft reicht schon eine kleine Unachtsamkeit aus und der Betroffene findet sich auf dem harten Straßenpflaster oder im Staub der Sportplatz-Aschenbahn wieder. Abschürfungen sind zwar unangenehm und schmerzhaft, aber im Normalfall harmlos. Kleinere Wunden lassen sich problemlos selbst behandeln, wenn sie nur wenig bluten und nicht eitern. Größere, tiefere, bereits infizierte und sehr verunreinigte Schürfwunden sollten jedoch nur vom Arzt versorgt werden. Besteht kein ausreichender Impfschutz, kann er ebenfalls in der Arztpraxis erneuert werden.

Was sind Schürfwunden?

Schürfwunden Definition

Als Schürfwunden bezeichnet man offene Wunden der obersten Hautschicht (Epidermis). Wie der Name bereits andeutet, kommen sie durch Abschürfungen (Reiben auf einer rauen Oberfläche) zustande. Die Verletzungen entstehen bei schmerzhaften Stürzen auf Steinböden und Asphalt. Da die Wunde nur oberflächlich ist, blutet sie kaum oder überhaupt nicht. Behandelt man sie rechtzeitig, ist sie ungefährlich. Um Infektionen zu verhindern, sollte man sie umgehend versorgen. Kleinere Schürfwunden verheilen innerhalb weniger Tage und sind später auf der Haut nicht mehr zu sehen. Schwerere Verletzungen verheilen innerhalb von 14 Tagen und haben oft eine Narbenbildung zur Folge. Vereiterte Abschürfungen klingen noch langsamer ab.

Die Verletzungen entstehen durch unbedachte Bewegungen (Vorbeischrammen an einer unebenen Hauswand) und Streifstürze: Man fällt beim Fahrradfahren auf die Knie und stützt sich dabei mit den Händen ab. Da man mit großem Druck ein Stück weit über den rauen Boden gleitet, führt die dabei entstehende Reibung zur Abtragung der obersten Hautschicht. Je nach Stärke der Verletzung können dabei auch weiter unten befindliche Hautschichten betroffen sein. Besonders gefährdete Stellen sind Knie, Ellenbogen und Hände. Vor allem Kinder erleiden oft Verletzungen dieser Art, wenn sie herumtoben oder beim Sport nicht aufpassen.

Welche Symptome treten bei Schürfwunden auf?

Symptome Schürfwunden

Fügt man sich bei Sportverletzungen oder durch ungeschickte Bewegungen eine Schürfwunde zu, ist an der betreffenden Stelle ein Abriebmuster mit unregelmäßigen Wundrändern zu erkennen. Da meist nur die Hautoberfläche verletzt ist, kommt es, falls überhaupt, zu einer geringen Blutung.

Werden allerdings die in der tiefer gelegenen Lederhaut befindlichen kleinen Blutgefäße (Kapillaren) geschädigt, sind winzige, punktförmige oder aber stärkere Blutungen die Folge. Schürfwunden sind meist mit dem Austritt von Gewebsflüssigkeit verbunden (Nässen). Außerdem hat der Verunfallte manchmal starke Schmerzen.

Wie behandelt man Schürfwunden?

Die Behandlung der Verletzung richtet sich danach, wie tief die entstandene Wunde ist. Kleinere, oberflächliche und kaum blutende Abschürfungen kann man oft selbst versorgen. Sie halten sie so schnell wie möglich unter fließendes, kaltes Wasser. Es spült die darin vorhandenen Fremdkörper (Erde, Schmutz, Granulat) heraus. Die gereinigte Verletzung behandeln Sie anschließend mit Jod oder einem anderen desinfizierenden Mittel.
behandlung Schürfwunden

Um zu verhindern, dass die gründlich gesäuberte und steril gemachte Wunde erneut verschmutzt oder verletzt wird, bedecken Sie sie mit einem Pflaster. Die selbstklebende Wundauflage beugt außerdem dickem Wundschorf vor und hält die Abschürfung feucht. Das austretende Wundsekret beschleunigt die Heilung. Verzichten Sie aber auf Cremes und Lotionen und berühren Sie die offene Wunde nicht mit Ihren Fingern. Unblutige und nicht nässende Schürfwunden können nach der Reinigung mit Wasser einfach an der Luft trocknen. Festsitzende Fremdkörper dürfen nur vom Arzt entfernt werden.

Bei stark blutenden Abschürfungen sollte die Wundversorgung ausschließlich von einem Arzt vorgenommen werden. Auch wenn die verletzte Stelle verschmutzt ist, legen Sie am besten nur einen sterilen Verband zu ihrem Schutz auf und begeben sich unverzüglich in ärztliche Behandlung. Der Arzt reinigt die Wunde mit einer sterilen Bürste und trägt dann ein desinfizierendes Medikament auf. Bei zu starken Schmerzen verabreicht er Ihnen ein Schmerzmittel. Danach erhalten Sie einen Verband, den Sie am besten täglich wechseln. Zeigt sich auf der heilenden Wunde Schorf, können Sie die Wundauflage endgültig entfernen.

Häufige Fragen zum Thema Schürfwunden

Entfernt man den in der Wunde befindlichen Schmutz nicht, kann sogar er Beschwerden verursachen. Die eingedrungenen Krankheitserreger können Wundinfektionen auslösen, die sich mit austretendem Eiter zeigen. Schlimmstenfalls kommt es sogar zum Wundstarrkrampf (Tetanus). Nicht zu tiefe Abschürfungen infizieren sich in der Regel nur selten, da kein Blutgefäß verletzt wird. Verläuft die Wundheilung nicht normal, kann am ehemaligen Verletzungsort eine Narbe zurückbleiben.
Abschürfungen sind leicht zu erkennen: Im Gegensatz zu Schnittwunden, die tief und sehr schmal sind, zeigen Schürfwunden eine je nach Beschaffenheit des Untergrundes aufgeraute Oberfläche und mitunter Punktblutungen. Der untersuchende Arzt schaut sich die Wunde genau an und erkundigt sich beim Patienten über die näheren Umstände des Unfalls. Um einer möglichen Infektion der Verletzung mit den Erregern des Wundstarrkrampfs vorzubeugen, befragt er ihn nach früheren Tetanus-Schutzimpfungen.
Sportler, die eine Schürfwunde auf einem Gelenk haben, sollten so lange keinen Sport treiben, bis der Schorf abgegangen ist. Verzichten Sie während der Heilungsdauer möglichst auf Vollbäder und duschen Sie stattdessen. Sind Sie noch nicht gegen Tetanus geimpft, können Sie dies gleich bei Ihrem Arzt nachholen. Außerdem haben Sie dort die Gelegenheit, Ihren Impfschutz zu erneuern.

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