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Syphilis: Frühzeitige Therapie garantiert vollständige Heilung

Syphilis: frühzeitige Therapie garantiert vollständige Heilung
Syphilis gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten. Ohne Behandlung verläuft die Infektion chronisch.

Die Entdeckung des Penicillins war für viele Kranke eine Offenbarung. Zu ihnen gehörten auch Menschen, die an Syphilis erkrankt waren. Mit diesem Antibiotikum ließ sich die früher unweigerlich zum Tod führende Geschlechtskrankheit endlich therapieren. Doch bietet Penicillin nur denjenigen gute Aussichten auf eine vollständige Heilung, der rechtzeitig mit der Behandlung beginnt. Im Spätstadium der Syphilis leidet der Betroffene nämlich an derart gravierenden Gesundheitsschäden, dass er nicht mehr imstande ist, sein Leben ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Er hat unerträgliche Schmerzen, benötigt rund um die Uhr Pflege und verstirbt vorzeitig.

Was ist Syphilis?

geschlechtskrankheit nr 1

Die Syphilis (Lues) gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten. Lässt der Betroffene sich nicht behandeln, verläuft die Infektion chronisch. Eine Diagnostik allein aufgrund der vorhandenen Symptome ist unsicher, da sich das Krankheitsbild von Patient zu Patient unterscheidet. Unbehandelt kommt es nach zwei bis drei Jahrzehnten zum fast vollständigen Untergang des Nerven-, Muskel- und Gehirn-Gewebes. Wie bei Geschlechtskrankheiten üblich, muss jeder neue Lues-Fall dem RKI gemeldet werden.
Die seit der frühen Neuzeit bekannte Erkrankung wurde früher Lustseuche genannt und vor allem durch Seefahrer in der Bevölkerung verbreitet. Da es damals noch kein Heilmittel gab, endete sie stets mit Siechtum und frühem Tod. Versuche, sie mit dem hochgiftigen Quecksilber zu behandeln, hatten schwere Schädigungen und den Tod der Betroffenen zur Folge.

Welche Symptome treten bei einer Syphilis auf?

Die sexuell übertragbare Krankheit zeigt nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis 24 Tagen das erste Symptom. Im primären Stadium bildet sich an der Infektionsstelle ein winziger harter Knoten. Eintrittsstellen des Erregers in den Körper sind die Geschlechtsorgane (Penis, Vagina, Schamlippen), der Mund und die Afterfalte. Den Primäraffekt nennt man auch Ulcus durum (hartes Geschwür): Aus dem unscheinbaren Knötchen entwickelt sich kurze Zeit später ein rötliches Geschwür. Es hat in der Mitte eine Vertiefung, die von einem eingerollten, geschwollenen und verhärteten Rand umgeben ist. Die benachbarten Lymphknoten sind vergrößert. Da es dem Betroffenen keine Schmerzen bereitet und etwa vier Wochen nach seiner Entstehung wieder verschwindet, verzichtet der mit Syphilis Infizierte in der Regel auf einen Arztbesuch.

Wie kann man einer Syphilis vorbeugen?

Da es keinen Impfstoff gegen die durch Sexualität übertragene Krankheit gibt, können Sie sich nur schützen, indem Sie Kondome verwenden. Das gilt auch, wenn Sie oralen Sex praktizieren. Schwangere Frauen haben die Möglichkeit, an einer speziellen Vorsorgeuntersuchung teilzunehmen.

Wie behandelt man Syphilis?

behandlung durch penicillin

Hat der Arzt bei Ihnen eine Syphilis festgestellt, ist das glücklicherweise heute kein besonders großer Anlass zur Sorge: Er verschreibt Ihnen Penicillin, das Sie regelmäßig und in der verordneten Dosis einnehmen. Außerdem sollte sich Ihr Partner/Ihre Partnerin ebenfalls behandeln lassen. Leiden Sie an einer Überempfindlichkeit gegen das Antibiotikum, können Tetracycline oder Erythromycin eingesetzt werden. Wird die Erkrankung frühzeitig entdeckt und sofort therapiert, ist die Prognose, wieder geheilt zu werden, mindestens gut. Befindet sich der Erkrankte jedoch bereits im vierten Stadium, sind seine Chancen auf Besserung ungünstig, da er meist schon gravierende Spätschäden davongetragen hat.

Häufige Fragen zum Thema Syphilis

Im Sekundärstadium zeigen sich oft Hautausschläge und Schleimhaut-Veränderungen (Eiterbläschen, Blasen mit Schuppen). In Hautfalten und dort, wo man normalerweise stark schwitzt, entstehen Pusteln, in denen sich Flüssigkeit ansammelt. Öffnen sich diese Condylomata lata, können sich die Erreger rasch weiter ausbreiten. Während des Tertiärstadiums greift die unbehandelte Infektionskrankheit Muskeln, Organe und das Hautgewebe an. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zur Zerstörung des Knochen- und Nervengewebes und zu Herzschäden. Die Patienten haben starke Schmerzen.

Das vierte Stadium bezeichnet man als Neurosyphilis. Ein Teil der Kranken entwickelt eine Hirnhautentzündung, die vor allem mit Sehstörungen und Doppeltsehen in Erscheinung tritt. Andere Patienten zeigen überhaupt keine Symptome. In der Folgezeit kommt es zu einer weitgehenden Zerstörung des Gehirns und diversen neurologischen Ausfällen. Die Gedächtnisfunktion verschlechtert sich zunehmend. Der Betroffene leidet an Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Lähmungserscheinungen, Gangstörungen, Verlust der Reflexe und Temperaturempfindung und eine Demenz sind ebenfalls Folge einer unbehandelten Lues im Endstadium.
Bei einer Verdachtsdiagnose Syphilis lässt der Facharzt beim Patienten einen Bluttest machen. Findet er in seinem Blut unspezifische Antikörper oder (bei einer späten Lues) spezifische Antikörper gegen Treponema pallidum, ist der Betroffene tatsächlich infiziert. In einem Abstrich vom Ulcus durum oder einem nässenden Condylom lässt sich das Bakterium direkt nachweisen. Bei einer möglichen Neurosyphilis führt der Arzt mithilfe einer Liquorpunktion eine Untersuchung des Hirnwassers durch.

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