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Zecken­biss: Effektive Schutzmöglichkeiten vor FSME und Borreliose

Autor: medizinfuchs Redaktion
Zeckenbiss: Vorsicht vor Krankheiten
Ab dem Frühsommer werden sie vermehrt zur Gefahr: Zecken. In den warmen Jahreszeiten sind die achtbeinigen Tiere nicht nur im Wald zu finden. Weil Zecken außerdem auf Gräsern vorkommen, ist man sogar im eigenen Garten nicht vor ihnen sicher. Jahr für Jahr erleiden Tausende Menschen einen Zeckenbiss. In der freien Natur lauern die Parasiten auf ihren nächsten Wirt. Vom Hund bis zum Menschen kann es jeden treffen, der sie mit Blut versorgt. Zecken zählen zur Klasse der Spinnentiere, die mit der Unterklasse Milben auch abgesehen von der Zecke zahlreiche Parasiten enthält. Wie alle anderen Parasiten leben auch Zecken auf Kosten ihrer Wirtsorganismen. Zecken halten sich bevorzugt in Gräsern & Wäldern auf

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Schnelles Handeln nach Zeckenbiss

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Nicht immer nehmen Betroffene den Stich der Zecke bewusst wahr. Deshalb ist eine Kontrolle der Haut nach Aufenthalten in Wald- und Grasflächen Pflicht. Auch die Kleidung sollte kontrolliert und die Parasiten gegebenenfalls davon entfernt werden. Je früher der Betroffene einen Zeckenstich bemerkt, desto vielversprechender sind die Gegenmaßnahmen. Sobald Zeckenpatienten den Stich an sich erkennen, wird die Zecke idealerweise so schnell wie möglich mit der Pinzette entfernt. In den ersten zwölf Stunden nach dem Stich ist die Gefahr für eine Infektion relativ gering. Deshalb zeigt schnelles Handeln meist die größten Erfolge bei der Krankheitsvorsorge.

Wer mit der Entfernung von Zecken keine Erfahrung hat, wendet sich lieber an den Arzt oder Apotheker. Beim Entfernen ist das Risiko für eine Infektion im Falle von falschen Vorgehensweisen nämlich besonders groß. Die Pinzette verwendet man mit möglichst wenig Druck auf den Zeckenkörper. Erreger wie Borreliose Bakterien sitzen im Darm der Zecke. Entsteht durch die Pinzette Druck auf den Leib des Parasiten, übergibt er sich unter Umständen in die offene Einstichstelle. Auf diese Weise gelangen die Erreger direkt ins Blut des Betroffenen. Es kommt zur Übertragung der Erkrankung.

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Symptome nach Zeckenbiss

Symptome Zeckenbiss

Nach der Entfernung des Parasiten sind Zeckenpatienten zur Beobachtung der Einstichstelle angehalten. Falls eine Übertragung stattgefunden hat, tritt in den meisten Fällen die sogenannte Wanderröte auf. Dabei handelt es sich um eine meist kreisförmige Rötung, die an Borreliose Patienten in etwa 50 Prozent aller Fälle zu beobachten ist und zur sofortigen Rücksprache mit dem Arzt auffordert. Die ersten Symptome nach einer Infektion mit Zeckenerregern sind grippeähnliche Beschwerden, die aus Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit bestehen. Spätestens bei diesen ersten Anzeichen sollten Zeckenstichpatienten einen Mediziner aufsuchen. In vielen Fällen treten die ersten Symptome von FSME oder Borreliose erst nach Monaten auf und werden von Betroffenen daher oft für eine einfache Grippe oder Erkältung gehalten.

FSME: Die Frühsommer-Meningoenzephalitis

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die hauptsächlich im Frühling und Sommer auftretende Infektionskrankheit wird durch bestimmte Viren (FSMEV) ausgelöst, die durch Zeckenbisse übertragen werden. Wie es die medizinische Bezeichnung bereits andeutet, sind eine Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) und eine Enzephalitis (Gehirnentzündung) die Folge. Mitunter breiten sich die Erreger noch zusätzlich auf das Rückenmark aus und verursachen dort eine Myelitis (Rückenmarkentzündung). FSME-Risikogebiete sind Nord-, Mittel- und Osteuropa und Asien (vor allem China). Hierzulande gibt es ebenfalls Regionen, in denen ein höheres Risiko besteht, von infizierten Zecken gestochen zu werden.

Übertragung

Übertragung FSME

Die Ansteckung mit FSMEV erfolgt meist über einen Zeckenstich. Glücklicherweise sind nur zirka 5 % der hierzulande in einem Risikogebiet lebenden Tiere infiziert. Der zur Flaviviren-Familie gehörende Krankheitskeim kommt in drei Subtypen vor. In einigen Regionen Osteuropas kann die Ansteckung auch noch über den Genuss von Rohmilch von Schafen und Ziegen erfolgen.

Die Übertragung der Viren erfolgt unmittelbar nach dem Einstich. Die Erreger werden über den Blutkreislauf im Körper verteilt und lösen die Bildung bestimmter Antikörper aus. Sie passieren die Blut-Hirn-Schranke und gelangen ins Gehirn, wo sie eine entzündliche Reaktion verursachen. Breitet sich die Infektion weiter aus, ist eine Ansteckung der das Gehirn umgebenden Hirnhäute und sogar des Rückenmarks möglich. Ein sehr hohes Infektionsrisiko haben Personen, die sich beruflich oft draußen aufhalten (Gärtner, Forstarbeiter), Freizeitsportler und Urlauber.

Symptome

Auch wenn die Übertragung des Virus erfolgreich ist, hat nicht zwangsläufig jeder Infizierte Beschwerden. Zwei Drittel der Betroffenen wissen nicht einmal, dass sie erkrankt sind. Zeigen sie jedoch Symptome, verläuft die Erkrankung in zwei Phasen. Nach der Inkubationszeit von höchstens 14 Tagen kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden:
  • Kopfschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Husten
  • Gliederschmerzen
Zirka 50 % der Fälle erkranken an einer isolierten Meningitis. Bei etwa 40 Prozent der Erkrankten ist außerdem noch das Gehirn betroffen. Jeder Zehnte Patient leidet noch zusätzlich an einer Rückenmarkentzündung (Meningoenzephalomyelitis).

FSME Impfung

impfung schützt nicht vor allen erregern

Bislang existiert kein Medikament, um die Krankheit kausal zu behandeln. Man verabreicht dem Patienten schmerzhemmende, krampflösende und beruhigende Mittel. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis klingt in der Regel ab, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Die FSME Impfung zählt gerade in Hochrisikogebieten wie Süddeutschland zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen. Die aus drei Teilen bestehende FSME-Impfung bietet Ihnen einen ausgezeichneten Schutz vor allen drei Virus-Unterarten. Nach spätestens 12 Monaten sind Sie für mindestens drei Jahre vor der Infektion sicher. Obwohl die Impfung von Laien oft als Zeckenimpfung bezeichnet wird, handelt es sich nicht um eine generelle Vorbeugemaßnahme gegen sämtliche Zeckenerkrankungen.

Gegen Borrelien existieren bis heute keine Impfungen. Deshalb raten Experten auch FSME geimpften Personen weiterhin dazu, bei Ausflügen durch Wald- und Wiesengebiete immer lange Kleidung zu tragen. Außerdem sollte eine genaue Kontrolle insbesondere an Stellen wie den Achseln, den Kniekehlen und dem Schambereich erfolgen. In diesen Bereichen lassen sich gerade kleinere Zecken besonders gerne nieder. Deshalb lieber zweimal hinsehen, um von einem Stich rechtzeitig zu erfahren.

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Borreliose

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Als Borreliose (Lyme-Borreliose) bezeichnet der Mediziner eine Erkrankung, die durch eine Infektion mit Borrelia burgdorferi verursacht wird. Die Bakterien besiedeln vor allem die Verdauungsorgane von Zecken. Sie gelangen über Zeckenstiche in den Körper. Die Krankheit ist nach der Stadt Lyme im US-Bundesstaat Connecticut benannt. Dort kam es im Jahr 1975 erstmals zu einem massenhaften Auftreten von Gelenkerkrankungen, die Folge von Zeckenbissen waren. Borrelien werden ausschließlich über ältere Zecken verbreitet. Von ihnen tragen etwa 20 Prozent die Erreger in sich.

Symptome

  • Das Frühstadium zeigt sich mit der sogenannten Wanderröte (Erythema migrans). So bezeichnet man eine ringförmige Hautrötung mit einem weißlichen oder bläulichen Fleck in der Mitte.
  • Das Erythem breitet sich in der Folgezeit langsam über die Haut aus. Bei manchen Patienten kommt es auch zu leichtem Fieber, Muskelbeschwerden, Kopfschmerzen und Erschöpfung. Mitunter hat der Gestochene auch mehrere Erytheme gleichzeitig.
  • Im zweiten Stadium breitet sich die Borreliose im betreffenden Körperteil aus. Dabei kann es zu Herzrhythmusstörungen und Gelenk-Schwellungenkommen. Die Neuroborreliose zeigt sich in Form einer leichten Hirnhautentzündung (Meningitis) oder als halbseitige oder zweiseitige Gesichtslähmung. Infizieren die Borrelien auch die Wirbelsäulen-Nerven, kommt es zur Radikulitis. Die Entzündung zeigt sich mit starken bohrenden oder stechenden Schmerzen.
  • Das dritte Borreliose-Stadium tritt nur bei manchen Infizierten auf. Der Patient leidet an schmerzhaften Gelenkentzündungen (Borreliose-Arthritis). 

Behandlung

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Zur Abtötung der Borrelien setzt man standardmäßig bestimmte Antibiotika ein. Je früher die Symptome entdeckt werden, desto schneller klingen die Beschwerden ab. Eine generell schlechtere Prognose haben Patienten, bei denen die Lyme-Borreliose erst im Spätstadium festgestellt wird: Bei ihnen sind bereits wichtige Organe und Gelenke geschädigt. Im Anfangsstadium erstreckt sich die Behandlung über zwei Wochen, im dritten Stadium über vier Wochen.
Um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen, verabreicht man dem Erkrankten die Antibiotika über eine Infusion. Symptomfreie Patienten, die Antikörper gegen Borreliose im Blut haben, sprechen auf eine Behandlung nicht an.

Vorbeugung

Sie können einer Infektion mit Borrelien vorbeugen, indem Sie bei Wanderungen in Zecken-Verbreitungsgebieten nur lange Hosen und eine Kopfbedeckung tragen. Das Einsprühen mit Insektensprays ist ebenfalls ein guter Schutz vor den Insekten.

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