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Asthma: Lebenslanger Begleiter

Asthma: Lebenslanger Begleiter
Asthma bronchiale gehört zu den am häufigsten auftretenden chronischen Erkrankungen der Atemwege. Bereits Säuglinge und Kleinkinder leiden daran.
Die mit starken Atembeschwerden, Luftknappheit, Atemgeräuschen und Husten einhergehende Krankheit kommt oft schon bei Säuglingen und kleinen Kindern vor. Im Gegensatz zu Erwachsenen, die ihre erschwerte Atmung im Normalfall lebenslang ertragen müssen, geht sie bei den meisten kindlichen Patienten später vorüber. Bronchialasthma ist zwar nicht heilbar, aber heutzutage gut behandelbar. Statt der früher verordneten zwei Asthmasprays muss der Betroffene heute nur noch ein Medikament einsetzen. Zur erfolgreichen Asthma-Therapie gehört natürlich auch das Meiden der Auslöser (falls möglich).

Was ist Asthma?

Als Asthma bronchiale bezeichnet der Mediziner eine chronische Entzündung der Schleimhaut, die die Atemwege bedeckt. Betroffen sind dabei die Wände der Bronchien und Bronchiolen. Die Entzündung, die schon den Ärzten der Antike bekannt war, bewirkt eine Verengung und Verkrampfung der Atemwege. Allergische und nicht-allergische Auslöser sorgen dafür, dass sich die Bronchien und Bronchiolen krampfartig zusammenziehen und es zu den typischen Asthma-Symptomen kommt. Asthma bronchiale kann in verschiedenen Formen auftreten.

Wie entsteht Asthma?

allergene lösen asthma aus

Allergisches Asthma kommt vor allem bei kleinen Kindern und Heranwachsenden vor. Obwohl Jungen davon doppelt so häufig betroffen sind wie Mädchen, haben diese ein erhöhtes Risiko, auch noch als Erwachsene an der Überempfindlichkeit der Atemwege zu leiden. Bei jedem zweiten Kind klingt das Asthma bronchiale zum Ende des Kindesalters ab. Erwachsene erkranken in der Regel an nicht-allergischem Asthma. Hierzulande sind 30 % bis 50 % der Allergiker davon betroffen.
Ursache von allergischem Asthma bronchiale ist eine genetisch bedingte Neigung zu Allergien. Die chronische Atemwegserkrankung entsteht, wenn Allergene wie Pollen oder der Kot der Hausstaubmilbe auf die Schleimhäute der Atemwege gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Das Immunsystem reagiert genetisch bedingt übermäßig stark auf die eingedrungenen, eigentlich unschädlichen Stoffe. Es bildet Antikörper gegen die Allergene oder lässt sie durch bestimmte Immunzellen bekämpfen. Die Ausschüttung des Gewebshormons Histamin löst die für Asthma typischen Symptome aus.

Welche Symptome treten bei Asthma auf?

Asthmatiker leiden an Atemnot, häufigem Husten und übermäßiger Schleimproduktion. Die Atmung ist oft so stark behindert, dass sie Schwierigkeiten beim Ausatmen haben: Das typische Brummen oder Pfeifen ist deutlich hörbar. Beim Kontakt mit den Allergenen oder anderen auslösenden Reizen schwillt die überempfindliche Bronchialschleimhaut an und stellt so viel zähes Sekret her, dass sich die Bronchien verengen. Gleichzeitig kommt es zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskeln und einem Asthmaanfall, der von Husten und einem Gefühl der Enge im Brustkorb begleitet wird. Bei manchen Patienten ist er einige Minuten später wieder vorbei. Bei anderen hält er sogar mehrere Stunden an (Status asthmaticus). In der Zeit zwischen den Asthmaanfällen treten entweder gar keine Beschwerden auf oder der Erkrankte hat dauerhafte Luftnot oder anhaltenden Husten. Ist die Funktionsfähigkeit der Lunge durch die Asthmaanfälle bereits stark verringert, ist oft ein Lungenemphysem die Folge. Bei Kindern mit schwerem chronischem Asthma kommt es oft zu einer verzögerten Entwicklung.

Häufige Fragen zum Thema Asthma

Nach der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Er hört die Lunge seines Patienten ab und macht anschließend einen Lungenfunktionstest. Außerdem muss der Facharzt noch Atemwegserkrankungen mit ähnlicher Symptomatik (akute Bronchitis) ausschließen. Dazu führt er eine Röntgenuntersuchung durch. Ein Allergietest hilft herauszufinden, welches Allergen für das Asthma bronchiale verantwortlich ist. Außerdem nimmt er dem Betroffenen noch Blut ab und lässt es auf IgE-Antikörper und T-Zellen untersuchen.
Bei nicht-allergischem Bronchialasthma ist die Entzündung der Bronchien Folge einer nicht ausgeheilten oder nicht (richtig) behandelten Grippe oder anderer Faktoren. Dazu gehören körperliche Anstrengung, Stress, verschmutzte Luft und Kältereize. Auch am Arbeitsplatz vorkommende Auslöser (Mehlstaub) und Zigarettenrauch sind für das Auftreten des Asthma bronchiale verantwortlich. Außerdem können Medikamente mit Acetylsalicylsäure schuld sein. Ist die Erkrankung Folge des Zusammenwirkens mehrerer Ursachen, sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt.

Wie behandelt man Asthma?

Asthma durch Belastung

Lässt der Asthmatiker die chronische Erkrankung nicht rechtzeitig behandeln, sind eine dauerhafte Verengung der Atemwege und eine abnehmende Lungenfunktion die Folge. Die durchschnittliche Lebenserwartung des Betroffenen ist dann ebenfalls reduziert. Die Asthma-Behandlung erfolgt durch zwei verschiedene Medikamente. Eines muss der Patient täglich anwenden. Das andere kommt nur bei einem akuten Asthmaanfall zum Einsatz. Das Mittel für den Bedarfsfall ist ein rasch wirksames Beta-2-Sympathomimetikum. Es weitet die verengten Bronchien innerhalb kürzester Zeit.

Das Medikament zum täglichen Inhalieren hat entzündungshemmende Wirkung und ist ein kortisonhaltiges Arzneimittel oder ein langsam wirkendes Beta-2-Sympathomimetikum. Mittlerweile werden auch Präparate verschrieben, die mehrere Wirkstoffe enthalten. Patienten, die ein Belastungsasthma haben, müssen ihren Körper noch zusätzlich an Belastungen gewöhnen und Sport treiben. Außerdem empfiehlt es sich, zur Unterstützung der Asthma-Therapie den verursachenden Auslöser zu meiden.

Wie kann man Asthma vermeiden?

Da Kälte und trockene Luft die Atemwege reizen, sollten Sie in Ihrem Zuhause für die geeignete Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen. Verzichten Sie bitte auf das Rauchen und meiden Sie die Nähe zu Rauchern, da sich auch das Passivrauchen lungenschädigend auswirkt. Sind Sie an einem akuten Infekt erkrankt, sollten Sie ihn unbedingt behandeln lassen. Leiden Sie an einer Allergie, empfiehlt es sich, die speziellen Auslöser zu meiden oder aber Medikamente zur symptomatischen Behandlung einzunehmen. Am erfolgversprechendsten ist natürlich eine Hyposensibilisierung. Bei einer Neigung zu Allergien ist es außerdem ratsam, statt Mitteln mit Acetylsalicylsäure Paracetamol zu verwenden.

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