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Augenentzündung beim Hund: Rezeptfreie Augentropfen und natürliche Behandlungsmethoden

Der Hund kneift die Augen zusammen, ist lichtempfindlich und gereizt – vielleicht hat er eine Augenentzündung? Auch wenn sie über ein ausgeprägtes eigenes Schutzsystem verfügen, sind die empfindlichen Organe durch ihre exponierte Lage besonders gefährdet für Reizungen. Augenentzündungen beim Hund stellen somit einen der häufigsten Konsultationsgründe beim Tierarzt dar. Mit den richtigen Augentropfen oder Augensalben geht es dem geliebten Tier bald wieder besser!
Augenentzündung beim Hund: Rezeptfreie Augentropfen und natürliche Behandlungsmethoden
Augenentzündung beim Hund: Rezeptfreie Augentropfen und natürliche Behandlungsmethoden

Augenentzündungen beim Hund

Die Augen stellen ein sehr empfindliches Sinnesorgan dar. Durch die Lider, den Lidschlagreflex, die Tränenflüssigkeit und Wimpern haben sie einen effektiven eigenen Schutzapparat. Dennoch besteht durch die permanente Aussetzung gegenüber Umwelteinflüssen die Gefahr, dass der Hund Reizungen und Entzündungen an den Augen entwickelt. Meist handelt es sich bei der Erkrankung um eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Diese Augenentzündungen können z. B. durch mechanische oder chemische Reize entstehen.

Typische mechanische Reize als Auslöser einer Bindehautentzündung beim Hund sind:
  • Zugluft
  • Sonnenlicht
  • Fremdkörper
  •  falsch wachsende Wimpern
  • hängendes Augenlid

Typische chemische Reize als Auslöser einer Bindehautentzündung beim Hund:
  • Parfums
  • Reinigungsmittel
  • Cremes und andere Pflegeprodukte

Auch Bakterien, Viren und Pilze können eine Augenentzündung beim Hund auslösen. Eine weitere häufige Ursache ist eine Allergie. Viele Hunde leiden außerdem an trockenen Augen.

Symptome von Augenentzündungen beim Hund


Leidet der Hund an einem entzündeten Auge, zeigt er meist folgende typische Auffälligkeiten:

  • Rötung der Augen
  • tränende Augen bis hin zu Tränenstraßen im Fell
  • Zusammenkneifen der Augen
  • häufiges Blinzeln
  • Reizbarkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • ggf. eitriges Sekret

Während bei Augenentzündungen durch äußere Reize oft nur ein Auge des Hundes betroffen ist, sind gerötete und tränende Augenpaare ein Hinweis auf eine Allergie oder Infektion.

Kneift der Hund die Augen besonders häufig zusammen und wirken diese ggf. weißlich getrübt, so deutet dies auf eine Entzündung der Hornhaut hin. Diese ist besonders schmerzhaft, sodass meist das Verhalten und das Allgemeinbefinden des Tieres verändert ist.

Vorgehen beim Verdacht auf eine Augenentzündung beim Hund


Zeigt der Hund Hinweise auf eine Entzündung seiner Augen, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Dieser untersucht das Tier und kann die mögliche Ursache der Augenentzündung ergründen. Außerdem wird der Schirmer-Test durchgeführt, der die Produktion von Tränenflüssigkeit untersucht. Wird eine Infektion vermutet, kann der Erreger anhand eines Abstrichs nachgewiesen werden. Anschließend wird eine angepasste Therapie eingeleitet, welche oft auf der Verwendung von Augentropfen oder Augensalben für den Hund beruht.

Ihr Hund hat gerötete, tränende Augen? Ab zum Tierarzt!


Bei Anzeichen auf eine Augenentzündung, sollten Sie mit Ihrem Hund unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Die Behandlung muss der Ursache angepasst werden, um ernsthafte Komplikationen zu vermeiden. Wird insbesondere eine Hornhautentzündung verkannt, kann es schwerwiegende Folgen bis hin zur Erblindung haben.

Behandlung der Augenentzündung beim Hund – Augentropfen und Augensalben


Die Basis der Therapie von entzündeten Augen bei Hunden stellt die Anwendung von Augentropfen oder Augensalben dar. Je nach Ursache der Beschwerden wird der Tierarzt auf pflegende, befeuchtende, entzündungshemmende oder antibiotische Präparate für den Hund zurückgreifen. Einige Produkte für den Menschen können ebenfalls am Hundeauge angewandt werden. Dies sollte aber nur auf ausdrückliche Empfehlung des Tierarztes erfolgen.

Bei leichten Reizungen und Bindehautentzündungen reichen oftmals pflanzliche Augentropfen aus. Typisch ist hierbei die Anwendung von Tropfen mit „Augentrost“ (Euphrasia) für Hunde. Diese sind oftmals als anthroposophisches Präparat für den Menschen frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich. Es sind aber auch eigens für Hunde und andere Tiere entwickelte Augentropfen, die Augentrost enthalten, verfügbar.

Augentrost für Hunde – eine Pflanze im Portrait

Augentrost bei Augentrost für Hunde für Hunde


Botanischer Name

Euphrasia officinalis; Euphrasia rostkoviana
Synonyme
Große Augentrost, auch Wiesen-Augentrost 
Pflanzenfamilie
Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Wirkstoffe
Iridoidglykoside; 
Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, 
Lignane, ätherisches Öl
Verwendung als Heilkraut
In der Volksmedizin und Homöopathie bei
Entzündungen der Augenbindehaut und Übermüdung der Augen durch Überanstrengung

Ist die Ursache eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen, so wird auf Augentropfen für den Hund mit entsprechenden Wirkstoffen wie Antibiotika (gegen Bakterien), Virustatika (gegen Viren) oder Antimykotika (gegen Pilze) zurückgegriffen.

Bei Allergien kommen zumeist cortisonhaltige Mittel zum Einsatz.

Besteht eine Verletzung oder Entzündung der Hornhaut, so können speziell entwickelte Gels die Heilung der Augenerkrankung beim Hund fördern. Diese benetzen durch ihre festere Beschaffenheit länger die Augenoberfläche und fördern dort die Regeneration der Zellen. Außerdem dienen sie als Schutzfilm vor weiteren mechanischen Reizungen.

Bei Fremdkörpern im Auge, ist deren Entfernung oberstes Gebot. Dies gilt auch für Wimpern, die durch eine ungünstige Wuchsrichtung das Auge des Hundes reizen. Der Tierarzt wird sie fachgerecht kürzen. Die anschließende Behandlung mit pflegenden, befeuchtenden Augentropfen für den Hund lindert die Entzündungen und Augenreizungen.

Dem Hund Augentropfen oder Augensalben verabreichen – wie geht das richtig?


1. Reinigen Sie gründlich Ihre Hände.

2. Platzieren Sie den Hund mit dem Rücken zu Ihnen gerichtet zwischen Ihre Knie. Fixieren Sie seine Schulter mit dem einen Arm. Mit der Hand des anderen Arms halten Sie seinen Kopf sanft fest und schieben Sie ihn unter dem Kinn nach oben, sodass der Hund zur Decke schaut.

3. Ziehen Sie mit den Fingern der Hand, die sich am Kopf des Hundes befindet, das Augenlid nach unten. Dies legt den Bindehautsack frei.

4. Geben Sie mit der freien Hand die Augentropfen oder Salbe in den Bindehautsack. Achten Sie auf einen gewissen Abstand der Tropfenflasche oder Salbentube zum Auge, um Verletzungen und Verunreinigen bei Bewegungen des Hundes zu vermeiden.

Besonders einfach ist die Verabreichung der Medikamente, wenn 2 Personen verfügbar sind. So kann einer das Tier festhalten, während der andere das Präparat ins Auge einbringt.

Sonderfall chronische Entzündung der Hornhaut beim Hund


Einige Hunderassen wie der Deutsche Schäferhund sind anfällig dafür, eine chronische Augenentzündung im Bereich der Hornhaut zu entwickeln (Keratitis superficialis chronica). Diese zeichnet sich durch eine zunehmende Trübung der Hornhaut aus und betrifft beide Augen. Da UV-Strahlen der auslösende Faktor dieser Autoimmunerkrankung sind, sollten die Hundeaugen z. B. durch entsprechende Sonnenbrillen geschützt werden. Augentropfen für den Hund mit Immunsuppressiva wie Cortison sollen das Voranschreiten der Entzündung verhindern. Unbehandelt führt die Erkrankung zur Erblindung des Hundes.

Sonderfall trockene Augen beim Hund


Trockene Augen beim Hund (Keratoconjunctivitis sicca) sind ein häufiges Problem. Zwergschnauzer und West Highland White Terrier sind besonders anfällig für dieses Leiden. Grund ist eine Störung des Tränenfilms. Diese kommt entweder aufgrund einer zu geringen Produktion oder eine veränderte Tränenflüssigkeit zustande. Einige systemische Erkrankungen wie Staupe und Autoimmunerkrankungen können ebenfalls mit trockenen Augen beim Hund einhergehen. Die betroffenen Tiere zeigen ebenfalls die typischen Beschwerden von geröteten, schmerzhaften Augen. Außerdem kann eine Entzündung der Augenlider mit Schwellungen auftreten. Entsprechende Augentropfen können dem Hund Erleichterung verschaffen. Hierfür sind Präparate speziell zur Befeuchtung der Augenoberfläche erhältlich. Euphrasia-haltige Augentropfen für den Hund lindern die Entzündungen und Reizbeschwerden zusätzlich. Studien zeigen außerdem, dass insbesondere Präparate mit Hyaluronsäure zu einer Verbesserung der Befeuchtung der Augen führen [1].

Vorbeugungen von Augenentzündungen durch die richtige Augenpflege beim Hund


Schmutz, Staub und Augensekrete können zu Verkrustungen und Verschmutzungen im Augenbereich führen. Diese geben für den Hund meist einen Reiz, sich zu Kratzen. Verletzungen und Infektionen im Bereich der Augen können die Folge sein. Mit speziellen Reinigungslösungen für die Hundeaugen können auch hartnäckige Verschmutzungen rund ums Auge schonend entfernt werden. Zusätzliche enthaltene Stoffe wie Panthenol tragen außerdem zur Augen- und Hautpflege bei. Nutzen Sie für die Reinigung des Augenbereiches beim Hund auf keinen Fall Seifen oder Pflegeprodukte für den Menschen! Diese können die Tieraugen stark reizen.

Quellen

1: Amalfitano C, Pasolini MP, Nieddu A, et al.: The effect of periocular fatty acids and 0.15% hyaluronate eye drops application on keratoconjunctivitis sicca in dogs: an exploratory study

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