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Eisen - Das Metall in unserem Körper

eisen wichtig für den körper
Von "Eisen" ist immer wieder die Rede, wenn es um Ernährung oder alltägliche Erkrankungen geht, denn es ist für unseren Körper lebenswichtig.
Da heißt es dann, der Mensch esse entweder zu wenig eisenhaltige Nahrung oder die Nahrung, mit der Eisen aufgenommen wird, sei ungesund. Was genau ist aber nun eigentlich dieses "iron", welches zumeist zu durchschnittlich ca. 2 - 4 Gramm in unserem Organismus ist? Zuerst einmal: Ja, bei diesem "Eisen" handelt sich sowohl in Ernährungsfragen, als auch bei Schmiedearbeiten, um den gleichen Stoff auf dem Periodensystem mit der Ordnungszahl 26 und der Abkürzung Fe.

Die biochemische Seite

Zu einem überwiegenden Teil kommt Eisen im Körper des Menschen als Bestandteil des sogenannten Hämoglobins vor. Dieser Stoff ist unter anderem für die Farbe unseres Blutes verantwortlich. Er bindet den Sauerstoff, der über die Lunge in den Stoffwechsel gelangt. Der zweitgrößte Anteil nach dem im Hämoglobin ist Ferritin, auch als Depot-Eisen bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Proteinkomplex, der als Speicher für Eisen dient.

Das Eisen selbst wird wiederum durch Verbindungen transportiert, die Transferrin genannt werden. Die 1. Ionisierungsenergie, also die Energie, mit der ein Molekül ionisiert werden kann, ist 762,5 kjmol, die 2. 1561,9, die 3. 2957. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, das wichtigste Institut in Ernährungsfragen in Deutschland, empfiehlt durchschnittlich eine Zufuhr von 10 - 12 mg Eisen pro Tag.

Warum braucht der Mensch dieses Element?

ärztliche diagnose

Jedes Leben auf der Erde benötigt Eisen in irgendeiner Form. Beim Menschen hat Eisen lebenswichtige Aufgaben, es ist eines der wichtigsten Spurenelemente überhaupt. Eisen sorgt für den Transport und die Aufnahme von Sauerstoff. Zudem ist der gesamte Energiestoffwechsel abhängig davon, ob wir genug Eisen zu uns nehmen. Der Körper verliert, je nach Lebensphase und Geschlecht, täglich Eisen.

Der Eisenbedarf eines Kleinkindes ist vergleichsweise niedrig, da der Stoffwechsel und die Ausscheidung geringer sind. Frauen in der Stillzeit und Schwangerschaft beispielsweise, aber auch während der Periode benötigen deutlich mehr, als der durchschnittliche männliche Erwachsene. Sie scheiden schlicht mehr davon über das Blut und andere Funktionen aus. Auch eine über Jahre auftretende große hormonelle Veränderung kann den Eisenbedarf des Körpers erhöhen. Besonders wichtig ist eine erhöhte Aufnahme des Spurenelements auch für Sportler und Menschen, die häufig Blut spenden. Tipp: Wenn Sie Blut spenden, bekommen Sie neben dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, in der Regel umsonst ein Eisenpräparat mit auf den Weg.

Eisenmangel - was tun?

Eisenmangel ist oft eine Frage der Ernährungsgewohnheiten. Gerade in einer Zeit, wo die einseitige, unreflektierte Nahrungsaufnahme zunehmend durch den stressigen Alltag gefördert wird, ist es einfach, durch kleine Umstellungen diese Unterversorgung zu beheben.Viele alltägliche Lebensmittel enthalten beträchtliche Vorkommen an Eisen:
  • Hülsenfrüchte,
  • Leber, Muskelfleisch,
  • Sesam, Nüsse allgemein,
  • Spinat,
  • Pfirsich, Aprikose,
  • Pistazien, Linsen
  • und Vollkornprodukte
Das so wichtige Spurenelement kommt dazu in folgenden Gewürzen sehr konzentriert vor: 
  • Thymian,
  • Kardamon,
  • Grüne Minze,
  • Sauerampfer,
  • Kreuzkümmel / Kumin
 Entgegen einiger Vorurteile dürften Lebensstile, die sich mit Ernährung im pflanzlichen Bereich beschäftigen, keine Probleme haben, eine ausreichende Dosis regelmäßig zu sich zu nehmen. Im Gegenteil: 150 Gramm Sesam enthalten so viel wie 750 Gramm Muskelfleisch vom Schwein oder Rind.
ernährung

Tier und Pflanze: Zwei Arten von Eisen?

Woher kommt aber dann dieses hartnäckige Vorurteil, dass Veganer an Mangelerscheinungen zu leiden hätten? Das "Problem", welches manche Veganer und Vegetarier haben können, wenn sie sich einseitig ernähren ist folgendes: Der Körper nimmt nie den gesamten Eisenanteil einer Mahlzeit auf. Biochemisch wird unterschieden in zweiwertiges und dreiwertiges Eisen. Zweiwertiges kann vom Körper effizienter aufgenommen werden, die "Bioverfügbarkeit" ist höher. Sie liegt bei zweiwertigem Eisen zwischen 15% und 35%, bei dreiwertigem hingegen deutlich niedriger, zwischen 2% und 20%.
Der Clou: 
Zweiwertiges kommt ausschließlich in Fisch und Fleisch vor, es ist sogenanntes Fleischmetall. Der große Unterschied zwischen 2% und 35% ist also in den allermeisten Fällen für Eisenmangel verantwortlich. Es gibt aber noch eine ergänzende Strategie. Bestimmte Lebensmittel erhöhen diese "Bioverfügbarkeit". Sie helfen also, auch bei dreiwertigem Eisen die Verwertungseffizienz in die Nähe der 20% zu rücken.
Das sind vor allem: Obst, Gemüse, Sojaprodukte, Sauerkraut

Präparate gegen Mangel

eisenpräparate gegen mangelerscheinung

Eisenpräparate sind inzwischen in der Apotheke frei erhältlich. Diese Präparate sind nach Jahren der Forschung nunmehr so weit fortgeschritten, dass, bei normaler Dosierung, kaum nennenswerte Nebenwirkungen auftreten. In wirklich seltenen Fällen kann die Verdauung leicht beeinträchtigt werden. Wichtig ist, dass während einer Einnahme von Eisenpräparaten viel getrunken wird.

Es gibt inzwischen auch Brausetabletten und Kapseln, die noch schonender für Magen und Darm sind. Hier ist eine Beratung mit dem Apotheker oder sogar dem Arzt sinnvoll, auch wenn die Präparate nicht verschreibungspflichtig sind. Oft enthält ein solches Mittel ebenfalls Folsäure, was vor allem bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft weitergehend hilft.

Kann man eine Überdosis Eisen zu sich nehmen?

vitamine und gemüse

Generell gilt:
Vitamin C erhöht die Aufnahmefähigkeit signifikant. Sollte wider Erwarten der Richtwert dennoch nicht erreicht werden, liegen häufig medizinische Gründe vor. Dann kann zu Eisenpräparaten gegriffen werden. Eine Überdosis ist übrigens durch klassische Nahrungsmittel so gut wie unmöglich.

Lediglich durch Präparate kann eine Überdosis erreicht werden, wenn versehentlich zu viele Kapseln eingenommen werden. Diese Situation ist aber auf den ersten Blick erkennbar, da das Immunsystem mit starkem Erbrechen, Durchfall und enormen Magenschmerzen auf die Überdosierung reagiert. Magen und Darm reagieren darauf schon nach 30 Minuten. In diesem Fall ist es ratsam, sofort 112 zu rufen. Um diesen Zustand herbeizuführen benötigt es aber eine große Menge Präparate.

Weiterführendes und Ausblick

Zu dieser Materie gibt es Unmengen von weiterführender Literatur. Fast jede größere Zeitschrift hat bereits einen Artikel zu Eisenpräparaten veröffentlicht, was auch verdeutlicht, dass es sich keineswegs um eine Nische handelt. Das Thema ist in der Öffentlichkeit angekommen und Präparate zu nehmen oder deswegen zum Arzt zu gehen ist keine Seltenheit. Wenn der Organismus Signale sendet, ist es immer gut, darauf zu hören.

Häufige Fragen zum Thema Eisen

Auch Nickel wird vom menschlichen Organismus benötigt. Es gibt jedoch Wechselwirkungen mit dem hier thematisierten Spurenelement. Denn: Wer wenig davon aufnimmt bzw. wer nicht die Fähigkeit hat, viel aufzunehmen, dem droht gleichzeitig auch eine Unterversorgung mit Eisen. Je weniger Nickel im Organismus aufgenommen wird, desto mehr sinkt die Fähigkeit, Fe26 aufzunehmen. Menschen mit einer Nickelallergie sollten also besonders darauf achten, viel Fe26 zu sich zu nehmen.
Die häufigsten Symptome von Eisenmangel sind sehr unspezifisch: Müdigkeit, Schwindelgefühl, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und leichte Reizbarkeit. Menschen, die unter einem Mangel an Eisen leiden, sind zudem manchmal blass. Ein spezifischeres Anzeichen sind brüchige Nägel. Ist diese Unterversorgung akuter, kann es zu einer generell niedrigeren Versorgung mit Sauerstoff kommen, was naturgemäß ein ernst zu nehmender Zustand ist. Die Aufnahme des Eisens kann aber auch gehemmt sein. Dieser Effekt wird oft unterschätzt oder ist gar nicht bekannt. Häufig reicht es für Personen, die eine der o.g. Symptome haben, bestimmte, hemmende Nahrungsmittel zu reduzieren. Die wichtigsten dabei sind schwarzer Tee und Kaffee. Wird dieser zum Essen getrunken, ist die Aufnahme drastisch reduziert. Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Aufnahme so stark wie kaum ein anderes Lebensmittel.
Eisenmangel ist heute wahrscheinlich deswegen wesentlich weiter verbreitet als in der Geschichte, weil in der sogenannten "westlichen Welt" signifikant mehr Kaffee getrunken wird und es weniger frische Hülsenfrüchte gegessen werden, was die tägliche Eisenaufnahme verringert. Hierbei muss unterschieden werden, dass die oben genannten Symptome auch von Tag zu Tag auftreten können, ohne dass Eisenmangel vorliegt. Ist der Mensch allgemein nicht gut in Form, kann es ebenso zu Konzentrationsschwächen oder Müdigkeit kommen. Bevor von einem Mangel ausgegangen wird, sollte ein Arzt konsultiert und alle möglichen anderen Ursachen ausgeschlossen werden.

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