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Harnwegsinfektion: Schmerzende Blasenentzündung schnell behandeln

Autor: medizinfuchs Redaktion
blasenentzündung scherzhafte erkrankung
Ungefähr jede zweite Frau wurde in ihrem Leben bereits von einem schmerzhaften Harnwegsinfekt geplagt. Einige Betroffene müssen sie sogar mehrmals im Jahr durchmachen und leiden an einer chronischen Form, die innerhalb von 6 Monaten mehr als zweimal auftreten kann. Doch auch Kinder und Männer sind davor nicht gefeit, bei ihnen kommt er aber seltener vor. In zunehmendem Alter steigt das Risiko eines Infekts für beide Geschlechter.

Die Blasenentzündung

Wenn der Toilettenbesuch wegen Schmerzen beim Wasserlassen zur Qual wird, ist die Diagnose vielfach ganz einfach: Eine Blasenentzündung. Bei der Zystitis (auch Cystitis) handelt es sich um eine Harnweginfektion, genauer um eine Entzündung der Harnblase, die zumeist von Bakterien ausgelöst wird. Die Infektion äußert sich durch ein starkes Schmerzgefühl beim Harnlassen, durch häufigen Harndrang oder Beschwerden in der Blasengegend. Mediziner raten, beim Verdacht auf eine Blasenentzündung umgehend einen Arzt aufzusuchen, um eine Ausbreitung der Erkrankung in die Nieren zu verhindern. 

Blasenentzündung Harnwegsinfektion

Unterscheidung kompliziere & unkomplizierte Infektion

Anhand des Schweregrads und der Begleitumstände wird bei der Diagnose zwischen "komplizierte" und "unkomplizierte Harnwegsinfektion" unterschieden.
Die "unkomplizierte" Form kann in der Regel selbst behandelt werden und klingt nach wenigen Tagen ab. Es treten keine Begleitsymptome auf und sie kommt beim Patienten nicht häufiger als 3 Mal im Jahr vor.

Von einer "komplizierten Harnwegsinfektion" sprechen Mediziner, wenn der Behandlungsverlauf länger und gravierender ist oder Risikofaktoren bestehen. Das gilt unter anderem für schwangere Frauen, Kinder, Männer und für Patienten mit sehr häufig auftretender oder langanhaltender Infektion. Auch für Menschen mit Stoffwechselerkrankungen und Störungen des Harnabflusses ist eine umfassendere Untersuchungen und Therapie notwendig.

Entstehung Hanrwegsinfektion

bakterienkulturen untersuchen

In den meisten Fällen gelangen Bakterien vom Bereich des Darmausganges über die Harnröhre in die Blase, wo sie sich vermehren und das Gewebe der Blaseninnenwand reizen. Bei den Erregern handelt es sich um Escherichia coli-Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen. In seltenen Fällen sind Streptokokken, Enterokokken oder Staphylokokken für die Entzündung verantwortlich, manchmal auch Viren oder Pilze.

Um den Aufstieg von Bakterien zu verhindern, hat der Körper einen gut funktionierenden Schutzmechanismus. Beim Toilettengang werden regelmäßig die Harnleiter gespült, sodass sich Keime nur schwer festsetzen können. Beim weiblichen Geschlecht sorgt zudem das saure Milieu der Vagina für eine natürliche Barriere. Ist die Scheidenflora aber beeinträchtigt oder das Immunsystem als Ganzes geschwächt, steigt die Gefahr einer Erkrankung.

Symptome Blasenentzündung

In der Regel zeigt die Zystitis typische Krankheitszeichen, die nach Ausprägung variieren. Während eine leichte Harnweginfektion oft kaum zu spüren ist, treten bei einer schwereren Erkrankung zumeist mehrere Symptome gleichzeitig auf.

Symptome

  • Schmerzen beim Wasserlassen, häufig in Form eines Brennens
  • Vermehrter Harndrang, wobei nur kleine Urinmengen abgegeben werden können
  • Schmerzgefühl im Unterbauch
  • Krämpfe in der Blasengegend
  • Trüber Urin, der unangenehm riecht
  • Blut im Harn

Ursachen

  • Immunschwäche und Stoffwechselstörungen
  • Häufiger Geschlechtsverkehr
  • Therapie mit Antibiotika
  • Vorangegangene Harnweginfekte
  • Gestörte Vaginalflora
  • Gesunkener Östrogenspiegel
  • Anatomische Ursachen wie Verengung der Harnwege, Tumore oder Harnsteine
  • Schwangerschaft
Auch Unterleibsschmerzen, die bis in die Leistengegend und den Rücken ausstrahlen können, sind mögliche Symptome. Eventuell kommt Fieber und ein Gefühl der Abgeschlagenheit hinzu, was auf eine Nierenbeckenentzündung hindeutet. Typische Merkmale dafür sind außerdem seitliche Schmerzen unterhalb der Rippenbögen, die sogenannten Flankenschmerzen. Meist treten sie einseitig auf und machen sich bei der Bewegung des Oberkörpers bemerkbar oder durch klopfen mit der Handkante.
Harnwegsinfektion Schmerzen

Arten von Harnwegsinfektionen

  • Urethritis: unteren Harnwegsinfekt, Entzündung der Harnröhre
  • Cystitis: Harnblasenentzündung, unteren Harnwegsinfekt
  • Pyelonephritis: die "komplizierte" Form, Entzündung der Nierenbecken, oberen Harnwegsinfekt

Behandlung Blasenentzündung

Blasenentzündungen bedürfen einer Untersuchung durch den Arzt. Dank spezieller Teststreifen können Entzündungswerte rasch im Urin festgestellt werden. Im Falle einer leichten Infektion kann von einer medikamentösen Behandlung abgesehen werden. Heilung versprechen eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme (mindestens zwei Liter pro Tag) und die häufige Entleerung der Blase, sodass die Keime rasch ausgespült werden. 
Wie viele andere Krankheiten kann auch die Zystitis gut mit Medikamenten behandelt werden. Verschrieben werden in der Regel Antibiotika, die Ciprofloxacin, Cotrimoxazol, Nitrofurantoin oder Fosfomycin enthalten. Die Medikamente müssen unbedingt nach Anweisung des Arztes eingenommen werden, um einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu verhindern.

Natürliche Heilmittel bei Harnwegsinfektionen

cranberries als natürliches heilmittel bei blasenproblemen

Der regelmäßige Verzehr von der Beere Cranberry, einer Verwandten der Preiselbeere, soll die Vermehrung von Bakterien hemmen und damit auch vorbeugend wirken. Zudem stärkt sie das Immunsystem, das dem Körper grundsätzlich dabei hilft, Harnwegsinfektionen abzuwehren. Weitere unterstützende Maßnahmen sind das warmhalten der Füße und Nieren, da durch Unterkühlung Harnwegsinfekte begünstigt werden. Viele Frauen setzen bei der Therapie zudem auf Blasen- und/oder Kräutertees, die auch bei anderen Krankheiten Verbesserung bringen. Zusätzlich lohnen das Auflegen einer Wärmeflasche, warme Sitzbäder oder feuchte Umschläge. Kommt es zu keiner Besserung der Symptome, sollte nochmals der Arzt aufgesucht werden.

Harnwegsinfektion vorbeugen

hygiene und reinigung als vorbeugung

Einfache Maßnahmen können helfen, einer Cystitis vorzubeugen. Generell ist eine regelmäßige und vollständige Entleerung der Blase wichtig. So haben Bakterien kaum eine Chance, sich zu vermehren und werden sofort ausgespült. Um alle Erreger abzutöten, empfiehlt es sich außerdem, Unterwäsche bei mindestens 60° zu waschen. Durch die Benutzung eines Kondoms bei wechselnden oder einem neuen Sexualpartner kann das Risiko einer Harnwegsinfektion ebenfalls minimiert werden.
 
Es ist wichtig, dass die Darmkeime nicht in den Harntrakt gelangen können. Deshalb sollten Sie bei der Hygiene nach dem Toilettengang besonders auf die richtige Reinigung achten. Die Wischrichtung soll vom Genitalbereich zum After sein und niemals umgekehrt. Darüber hinaus spielt das Gleichgewicht der Scheidenflora eine Rolle, weshalb einige der folgenden Maßnahmen auch mit dem Thema Geschlechtsverkehr in Verbindung stehen:

  • Nach dem Sex: Blase entleeren
  • Verhütungsmittel: Diaphragma, Zäpfchen oder Salben begünstigen Erkrankungen. Eventuell lohnt es, über eine andere Verhütungsmethode nachzudenken.
  • Trinken: Wer genügend trinkt, spült auch die Harnblase regelmäßig durch. Leitungs- und Mineralwasser, säurearme Fruchtsäfte und Tees sind am besten geeignet.
  • Toilettengang: Die Blasenentleerung sollte regelmäßig und stets vollständig passieren.
  • Hygiene: Intimsprays und Scheidenspülungen meiden. Die Körperpflege sollte regelmäßig stattfinden und nur mit pH-neutralen Produkten durchgeführt werden.
  • Östrogenmangel: Eventuell können Tabletten oder Salben Abhilfe schaffen.
  • Schwimmen: Nach dem Bad einen trockenen Badeanzug anziehen.

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