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Schulterblattschmerzen: Ursachen, Therapie und Prävention

Schulterblattschmerzen: Ursachen, Therapie und Prävention
Schmerzen am Schulterblatt können verschiedene Gründe haben. Auch die Art der Beschwerden zeichnet sich durch ihren Facettenreichtum aus.
Ob im Ruhezustand oder in der Bewegung, zwischen den Schulterblättern oder auf bzw. unter einem Schulterblatt - für Betroffene erweisen sich Schulterblattschmerzen in jedem Fall als ein ausgesprochen unangenehmes Phänomen, das es zu beheben gilt. Entsprechend dient dieser Beitrag dazu, zusammen mit den potentiellen Auslösern auch Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung aufzuzeigen.

Die vielen Gesichter von Schulterblattschmerzen: Ein Einstieg

In der modernen Leistungsgesellschaft, in der sich ein Großteil des Alltags und Berufslebens zunehmend in sitzender Tätigkeit abspielt, ist es leicht nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen unter Rückenschmerzen leiden. Dabei führt eine einseitige Belastung häufig auch zu den hier im Zentrum stehenden Schulterblattschmerzen. Hinzu kommen Muskelverspannungen sowie Entzündungen der Sehnen oder Schleimbeutel als potentiell auslösende Faktoren. Auch Verletzungen, die beispielsweise durch einen Unfall hervorgerufen werden, können zu jenen unverkennbaren Schulterblattschmerzen führen, die sowohl eine Einschränkung der Flexibilität als auch der Lebensqualität mit sich bringen.

Die Anatonomie der Schulter

schulterblatt und schultern

Die Schulter besteht aus mehreren Elementen. Eines davon ist der sogenannte Schultergürtel, der sich aus Schlüsselbein und Schulterblättern zusammensetzt. Gemeinsam mit dem Schultergelenk, dem Schulterdach und dem Rabenschnabelfortsatz bildet er die Schulter. Als Rotatorenmanschette wird das Zusammenspiel aus Sehnen und Muskeln bezeichnet, das die Schulter zusammenhält. Die Muskeln ziehen sich vom Schulterblatt bis hin zum Oberarmknochen. Namentlich handelt es sich dabei um den sogenannten Unterschulterblattmuskel, im Fachjargon Musculus subscapularis genannt, den Untergrätenmuskel, sprich den Musculus infraspinatus und den Obergrätenmuskel, in Expertenkreisen auch Musculus supraspinatus genannt sowie den Musculus teres minor, den kleinen runden Armmuskel.

Dauer der Beschwerden als Indikator für eventuelle Auslöser

Schulterblattschmerzen treten oftmals wie aus dem Nichts auf und verschwinden nach einer Phase der Schonung wieder. Sind Zugluft oder Überlastung für die Beschwerden verantwortlich, so reichen etwas Wärme und Ruhe häufig bereits aus, um den Heilungsprozess in Gang zu setzen. Sind Muskelverspannungen der Grund für die Schmerzen, so helfen sanfte Bewegungsübungen wie Yoga oder ein spezielles Rückentraining zur Lockerung und Entspannung der Muskeln. Stellt sich im Anschluss an die genannten Maßnahmen jedoch keine Besserung ein, so sollten die möglichen Ursachen unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden.

Triggerpunkte in der Muskelpartie zwischen den Schulterblättern als Verursacher von Schmerzen

triggerpunkte schulterblattschmerzen

Musculus rhomboideus minor und Musculus rhomboideus major: Das sind auf den Punkt gebracht die zwischen den Schulterblättern liegenden Muskeln. Kommt es hier zu Verspannungen, so äußert sich dies häufig in Form von Verhärtungen, den sogenannten Triggerpunkten. Die Schmerzen, die sich bis auf die Arme und Finger ausbreiten können, treten vor allem beim Zusammenziehen der Schulterblätter auf. Eine erfolgreiche Therapie besteht hier vor allem aus einer gezielten Akupressur der Triggerpunkte, deren Verspannung sich bei anhaltendem Druck löst.

Schulterblattschmerzen als Folgeerscheinung von Unfällen

Eine Schulterblattfraktur tritt häufig im Rahmen schwerer Verkehrsunfälle auf. Eine etwas leichtere, abgewandelte Form ist die Schulterverrenkung. Hinzu kommt eine Fülle an Verletzungsvarianten, die unter anderem Sehnen, Bänder, Muskeln und Schulterknochen einschließen. Die Therapie richtet sich nach Art und Schweregrad der jeweiligen Verletzung. Eine Ruhigstellung ist in den meisten Fällen ein absolutes Muss. Gegen die Schmerzen kommen in der Regel klassische Medikamente, darunter Paracetamol und Ibuprofen zum Einsatz. Nach einem Verkehrs- oder Sportunfall empfiehlt sich grundsätzlich der Arztbesuch, auch wenn es auf den ersten Blick keine ernsten Symptome zu geben scheint.

Häufige Fragen zum Thema Schulterblattschmerzen

Um die unangenehmen Schmerzen in Rücken, Nacken und Schultern zu vermeiden, hilft häufig bereits eine Reduktion potentieller Risikofaktoren. Entsprechend sollten Menschen, die überwiegend am Computer sitzen, regelmäßige Pausen für Streck- und Bewegungsübungen einlegen. Bei Sportarten wie Tennis, die eine einseitige Belastung mit sich bringen, empfiehlt sich ein ausgleichendes Work-out.
Schwimmen eignet sich besonders gut als eine Maßnahme, die die gesamte Rückenpartie stärkt und Verspannungen effektiv vorbeugt. Sind andere Erkrankungen wie Rheuma, Nervenschäden oder Arthrose für die Schulterblattschmerzen verantwortlich, so ist eine nachhaltige Therapie nur im Rahmen einer erfolgreichen Behandlung der zugrunde liegenden Krankheitsbilder möglich.
Abgesehen von einer anhaltenden Überbelastung lassen sich die Ursachen für das Entstehen des hier im Zentrum stehenden Syndroms nur schwer bestimmen. Konkret äußert sich dies durch eine Einengung des Schleimbeutels zwischen Schulterdach und Oberarmkopf sowie des Gleitraumes der Sehnen, die Bestandteil der Rotatorenmanschetten sind. Betroffen ist hier in erster Linie die Suspraspinatussehne. Diese Verengung von Schleimbeutel und Gleitraum ist der Grund, warum es unter anderem in den Schulterblättern zu starken Schmerzen kommen kann.

Verschleißbedingte Schäden: Ein weiterer Grund für die Entstehung von Schulterblattschmerzen

Rotatorenmanschettensyndrom, im Fachjargon Periarthropathia humeroscapularis, kurz PHS genannt: Das ist auf den Punkt gebracht die Summe sämtlicher Erkrankungen, die zusammen mit Verschleißerscheinungen auftreten. Ob es sich dabei nun um winzige Risse oder eine komplette Durchtrennung der Sehne handelt, ist irrelevant. Denn je nach Lokalität kann sich selbst eine kleine Ruptur als ausgesprochen schmerzhaft erweisen. Verklebungen im Gelenk durch Kalkablagerungen können im schlimmsten Fall zu einer Schulterversteifung führen. Entzündungen von Schleimbeutel oder Sehnen können weitere Komplikationen nach sich ziehen. Auch hier klingen die Schulterblattschmerzen erst ab, wenn die auslösende Erkrankung erfolgreich therapiert wurde.

Abschließend ist festzuhalten, dass es sich bei Schulterblattschmerzen häufig um ein Symptom handelt, das zusammen mit anderen physischen Beschwerden, darunter Verspannungen und Entzündungen, auftritt. Eine Linderung tritt in der Regel erst dann ein, wenn die jeweilige Ursache effektiv bekämpft worden ist.

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