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Übergewicht: Entstehung, Gefahren und Behandlung

Übergewicht: Entstehung, Gefahren und Behandlung
Wer unter Übergewicht leidet, hat es in unserer Gesellschaft nicht leicht: Kleine Fettpolster werden übersehen, starkes Übergewicht provoziert Spott.
Außerdem ist es oft noch mit beruflichen Nachteilen verbunden. Überflüssiges Körpergewicht führt bei den Betroffenen oft zu seelischen Problemen und schwerwiegenden chronischen Erkrankungen. Um einem Herzinfarkt, Diabetes, Schlaganfall und vorzeitiger Arthrose vorzubeugen, sollte der Patient unbedingt eine Diät machen. Schafft er es nicht allein, kann unter bestimmten Umständen ein operativer Eingriff sinnvoll sein.

Was ist Übergewicht?

übergewicht was ist das

Unter Übergewicht versteht man Körpergewicht, das über dem Normalgewicht liegt. Eine Person von 160 cm Körpergröße, die 65 Kilogramm wiegt, hat fünf Kilogramm Übergewicht. Bei dieser Berechnung legt man die einfache Formel: Körpergröße in Zentimetern minus 100 = Normalgewicht in Kilogramm zugrunde. Eine andere Methode um festzustellen, ob eine Person übergewichtig ist, besteht darin, ihren BMI (Body Mass Index) zu ermitteln. Dafür gibt es einen BMI-Rechner. Als übergewichtig (präadipös) gilt, wer einen BMI von 25 bis 29,9 hat. Was darüber hinaus liegt, wird als Adipositas bezeichnet.

Übergewicht ist eine chronische Erkrankung und zeigt sich oft zusammen mit einer Adipositas (Fettleibigkeit). Adipöse Menschen haben einen übermäßig hohen Körperfett-Anteil. Die Fett-Ansammlungen konzentrieren sich auf bestimmte Körperstellen (Fettverteilungsmuster). Männer leiden meist an zu viel Bauchfett. Bei Frauen befinden sich die Fettpolster an Bauch, Hüfte, Gesäß und Oberschenkeln. Adipöse Menschen haben einen BMI von mindestens 30. Vor allem der stetig wachsende Anteil von Kindern und Jugendlichen mit starkem Übergewicht bereitet den Ärzten Sorgen: In Deutschland ist im Durchschnitt jeder zehnte Minderjährige davon betroffen.

Ursachen

  • falsche Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • zu viel Fett, Zucker und Kohlenhydrate
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Essstörungen
  • Rauchentwöhnung
  • Schwangerschaft
  • Stress
  • psychosoziale Ursachen

Symptome

  • Atemnot
  • nächtliche Atemaussetzer
  • verringerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • häufige Schweißausbrüche
  • Rückenschmerzen
  • Gelenk-Erkrankungen
  • psychische Probleme

Wie behandelt man Übergewicht?

Übergewicht, Adipositas und starke Fettpolster verringern Sie am besten mit einer kalorienreduzierten Diät und viel körperlicher Bewegung. Zum Abnehmen können Sie einer speziellen Diät folgen (Low Carb) oder eine bestimmte Zeit lang fasten. Das gefährliche Naschen zwischendurch vermeiden Sie, indem Sie sich Zeiten für Ihre Haupt- und Zwischenmahlzeiten festlegen. Eine kurzzeitige Crash-Diät mit sehr niedriger Kalorien-Zufuhr ist nur dann sinnvoll, wenn Sie lediglich einige Kilogramm zu viel auf die Waage bringen. Sind Sie stark übergewichtig oder adipös, ist eine Umstellung der Ernährungsweise notwendig. Außerdem kann Ihnen eine Verhaltenstherapie helfen, das verloren gegangene Sättigungs- und Hungergefühl wiederzufinden.

Wie kann man Übergewicht vorbeugen?

vermeiden oder vorbeugen von Übergewicht

Die wirksamste Methode ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle und das Einhalten des Normalgewichts. Ihre Taille sollte nicht breiter als 80 cm sein, wenn Sie eine Frau sind (bei Männern: 94 cm). Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich und treiben Sie regelmäßig Sport. Verzichten Sie auf üppige Mahlzeiten und reduzieren Sie den Konsum fett-, zucker- und kohlenhydratreicher Nahrung (Käse, Wurst, Fleisch, Fast Food, Kartoffelchips, Schokolade, Backwaren). Ersetzen Sie tierische Fette so oft wie möglich durch pflanzliche. Frisches Obst, Salate und Gemüse sowie ballaststoffreiche Lebensmittel (Vollkorn-Produkte) machen schneller satt und werden vom Körper langsamer verdaut als Süßes und Fetteiges. Auf diese Weise können Sie Heißhunger-Attacken vermeiden. Trinken Sie so wenig Alkohol wie möglich.

Häufige Fragen zum Thema Übergewicht

Nehmen Sie trotz Reduktionsdiät und regelmäßigem Sport nicht ab, verschreibt Ihnen Ihr Arzt Appetitzügler. Bei einem BMI von mehr als 35 und weiteren Erkrankungen ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Während der unter Vollnarkose durchgeführten Operation entfernt Ihnen der Chirurg zwei Drittel Ihres Magens, sodass Sie automatisch kleinere Mengen essen und schneller abnehmen. Personen mit einem BMI von mindestens 60 setzt man für die Dauer von drei Monaten einen Magen-Ballon ein. Anschließend kann der Magen ohne Komplikationen operativ verkleinert werden.
Ein Magen-Bypass eignet sich vor allem dann, wenn man ein unregelmäßiges Essverhalten hat. Dabei wird die zugeführte Nahrung nur im oberen Bereich des Magens verdaut und dann über eine Schlinge am unteren Teil des Organs vorbei in den Darm transportiert. Der Betroffene ist schneller satt und nimmt dennoch weniger Nahrung zu sich.
Patienten mit Übergewicht und Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes Typ-2, erhöhte Blutfettwerte, Schlaganfall, Arteriosklerose, Gelenkerkrankungen und Krebs. Ihre Lebenserwartung ist oft deutlich reduziert.

Außerdem haben übergewichtige Kinder, Jugendliche und Erwachsene oft psychische Probleme: Das ständige Mobbing und der seelisch belastende Vergleich mit schlanken Vorbildern führt zu massiven sozialen Ängsten und sogar Depressionen.

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