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Vitaminlexikon – Übersicht über die wichtigsten Vitamine

Vitamine
Für den menschlichen Organismus sind Vitamine lebenswichtig. Doch welche benötigt der Körper auf jeden Fall? Wozu dienen die einzelnen Vitamine? Wie macht sich Vitaminmangel bemerkbar und was kann man dagegen tun?

Lebensfunktionen erhalten, Stoffwechsel anregen, Krankheiten verhüten: Vitamine haben verschiedene Aufgaben, die wie ein großes Räderwerk ineinander greifen. Viele Vitamine kann unser Körper nicht selbst herstellen, sondern muss sie mit der Nahrung zugeführt bekommen. Wer sich ausgewogen und mit gesunder Mischkost ernährt, wird diesen Bedarf in aller Regel gut decken. Bei einseitiger Ernährung oder in speziellen Lebenssituationen droht hingegen Vitaminmangel, verbunden mit teils erheblichen gesundheitlichen Risiken.

Einteilung der Vitamine in zwei Gruppen

Es gibt fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Während der menschliche Körper die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K besser verarbeiten und bis zu einem gewissen Grad speichern kann, werden überschüssige, wasserlösliche Vitamine (Vitamin C und mit Ausnahme von B12 alle B-Vitamine) über den Urin ausgeschieden.

Die wichtigsten Vitamine im Überblick

Von A bis B12 – In welchen Lebensmitteln stecken welche Vitamine? Wie hoch ist der jeweilige Tagesbedarf und welche Mangelerscheinungen gibt es?

BezeichnungTagesbedarf (DHG)NahrungsmittelMangelerscheinungen
Vitamin A0,8 - 1,0 mgFleisch, Leber, Eigelb, Käse, Karotten, Spinat, Grünkohl, Brokkolibrüchige Haare, Schleimhautentzündungen, Schäden an Zähnen und Zahnfleisch, Verminderung der Sehkraft
Vitamin C100 mgZitrusfrüchte, Paprika, Hagebutte, Kartoffeln, Spinat, Kohl, TomatenAbwehrschwäche, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Wundheilungsstörungen
Vitamin D20 µgfetteiche Fischarten (Makrele und Hering), SonnenlichtSchwächung der Knochensubstanz, Anfälligkeit für Knochenbrüche
Vitamin E10 - 15 mghochwertige Pflanzenöle (Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl), Soja, Mais, Nüsse, Eier, VollkornprodukteArterienverkalkung, Zellschäden
Vitamin K0,001 - 2,0 mgHühnerfleisch, Eier, Milch, Kohl, Spinat, Kopfsalat, Sauerkraut, VollkornprodukteBlutgerinnungsstörungen
Vitamin B11,3 - 1,8 mgHülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Geflügel- und SchweinefleischMuskelschmerzen, Kraft- und Energielosigkeit, Gedeihstörungen bei Babys, Wachstumsstörungen bei Kindern
Vitamin B21,8 - 2,0 mgMilchprodukte, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukte, EierKraft- und Energielosigkeit, Augenschäden, unreine Haut
Vitamin B3 (Niacin)15 - 20 mggerösteter Kaffee, Geflügelfleisch, WildGedeihstörungen oder Fehlbildungen von Föten im Mutterleib
Vitamin B5 (Pantothensäure)8,0 - 10 mgHefe, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Milch, VollkornprodukteVerdauungsstörungen, krankhafte Fettsucht, Hormonstörungen
Vitamin B61,6 - 2,1 mgSchweinefleisch, Fisch, Feldsalat, grüne Bohnen, Bananen, VollkornprodukteBlutarmut (Anämie), Stoffwechselerkrankungen, Nervosität, geschwächte Immunabwehr
Vitamin B7 (Biotin)0,25 mgSojabohnen, Haferflocken, Spinat, Kartoffeln, Linsen, Fisch, Bananenunreine Haut, brüchige Haare und Nägel
Vitamin B9 (Folsäure)0,16 - 0,40 mgMilch, Vollkornprodukte, Orangen, Eigelb, Spinat, Leber, Soja, Weizenkeime, Folsäurepräparate als NahrungsergänzungsmittelWachstumsstörungen bei Föten, Babys und Kleinkindern, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Vitamin B123,0 µgInnereien, Eier, Milch, Käse, Sauerkrautenge Verknüpfung mit Folsäure (B9), weshalb ein Mangel an B12 zu Folsäuremangelerscheinungen führt

Gesunde Ernährung beugt Vitaminmangel vor

Fehlt dem Körper über längere Zeit ein wichtiger Nährstoff, droht Mangel. Mögliche Ursachen sind:

  • Aufnahmestörungen
  • Unterernährung
  • Fehlernährung

Besondere Risikogruppen sind:

Schwanger Vitamine

  • schwangere und stillende Frauen
  • junge Menschen, die sich im Wachstum befinden
  • Menschen, die sich sehr einseitig ernähren (z. B. im Rahmen von Diäten oder aufgrund einer veganen Ernährungsweise)
  • Patienten mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
  • Senioren
  • Raucher
  • Alkoholiker

Darüber hinaus können sich auch Stress oder Wechselwirkungen einiger Medikamente negativ auf die Vitaminbilanz auswirken.

Nehmen Sie aktuell Vitaminpräparate ein? Aus welchem Grund? Wir freuen uns sehr, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit unseren Lesern teilen.

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

medizinfuchs Redaktion

Die Blog-Redaktion von Deutschlands bestem Preisvergleich für Medikamente erstellt hier im Blog interessante Hintergründe, Wissenswertes und Unterhaltsames rund um die Themen Gesundheit, Ernährung, Wellness und Beauty.

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