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Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten

PZN: 18788796
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Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten, 30 Stk.

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Produktinformation zu Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten 3

Indikation

  • Das Arzneimittel kann bei Kindern ab einem Alter von 12 Jahren für die Kurzzeitbehandlung von akuten mäßig starken Schmerzen, die nicht durch andere Schmerzmittel wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen alleine behandelt werden können, angewendet werden.
  • Dieses Arzneimittel enthält Codein. Codein gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Opioid-Analgetika genannt werden und die schmerzlindernd wirken. Es kann alleine oder in Kombination mit anderen Schmerzmitteln wie z. B. Paracetamol angewendet werden.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Paracetamol und/oder Codein oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei einer Störung des Stoffwechsels der Leberzellen;
    • von Kindern unter 12 Jahren;
    • wenn Sie kurz vor der Niederkunft stehen;
    • wenn bei Ihnen eine drohende Frühgeburt festgestellt wurde;
    • bei einem Asthmaanfall;
    • bei Lungenentzündung (Pneumonie);
    • bei Störungen des Atemzentrums und der Atemfunktion;
    • zur Behandlung von Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen (0 - 18 Jahre) nach der Entfernung der Gaumenmandeln oder Rachenmandeln (Polypen) wegen eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms;
    • wenn Sie wissen, dass Sie Codein sehr rasch zu Morphin verstoffwechseln;
    • wenn Sie stillen.

Dosierung von Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Ihr Arzt wird vor Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung mit Ihnen besprechen, was Sie von der Einnahme des Arzneimittels erwarten können, wann und wie lange Sie es einnehmen müssen, wann Sie sich an Ihren Arzt wenden sollen und wann Sie die Einnahme beenden müssen.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle.
    • Erwachsene ab 43 kg nehmen jeweils 1-2 Tabletten Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat ein, wenn erforderlich bis zu 4-mal täglich in der Regel im Abstand von 4 bis 8 Stunden.
    • Die Höchstdosis von 8 Tabletten Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat pro Tag darf nicht überschritten werden.
    • Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
    • Ab 43 kg Körpergewicht, Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
      • Einzeldosis in Anzahl der Tabletten: 1-2 Tabletten.
      • Dies entspricht 500-1000 mg Paracetamol und 30-60 mg Codeinphosphat-Hemihydrat.
      • Maximale Tagesdosis in Anzahl der Tabletten: 8 Tabletten.
      • Dies entspricht 4000 mg Paracetamol und 240 mg Codeinphosphat-Hemihydrat.
    • Kinder
      • Kinder im Alter von 12 Jahren oder älter sollten nach Bedarf 1-2 Tabletten alle 6 Stunden einnehmen.
      • Es dürfen nicht mehr als 8 Tabletten innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden.
      • Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat Tabletten darf bei Kindern im Alter unter 12 Jahren auf Grund des Risikos für schwere Atemprobleme nicht eingenommen werden.
  • Dauer der Anwendung
    • Das Arzneimittel sollte nur so lange eingenommen werden, wie es nötig ist, um Ihre Beschwerden zu lindern, jedoch nicht länger als drei Tage.
    • Wenn während der Einnahme des Arzneimittels keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht wird oder die Schmerzen nach drei Tagen nicht besser geworden sind, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen.
  • Hinweis
    • Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie bei angeborenem vermehrtem Bilirubingehalt des Blutes Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit ist eine Verminderung der Dosis oder eine Verlängerung des Abstandes zwischen den Dosierungen notwendig.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Eine Überdosierung von Paracetamol kann zu schweren Leberschäden führen.
    • Symptome einer Überdosierung sind Erbrechen, Übelkeit, Blässe und Unterleibsschmerzen.
    • Symptome einer Überdosierung von Codein sind verlangsamte Atmung bis zum Koma.
    • Codein kann bei Einzeldosen über 60 mg die Spannung in den Muskelzellen Muskeltonus in der glatten Muskulatur erhöhen.
    • Bei Einnahme zu großer Mengen ist sofort ein Arzt zu Rate zu ziehen, der entsprechende Maßnahmen ergreift.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Sollten Sie die Einnahme vergessen haben, können Sie diese jederzeit nachholen, müssen jedoch bis zur Einnahme der nächsten Dosis einen zeitlichen Abstand von mindestens 6 Stunden einhalten.
    • Nehmen Sie keinesfalls die doppelte Menge ein.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Hier sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
    • Bei plötzlicher Beendigung der Einnahme Absetzen nach längerem nicht bestimmungsgemäßem, hoch dosiertem Gebrauch von Schmerzmitteln können jedoch Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Diese Folgen des Absetzens klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin sollten keine Schmerzmittel eingenommen werden. Auch danach soll eine erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
    • Gewöhnung, Abhängigkeit und Sucht
      • Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Codein. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.
      • Die wiederholte Anwendung von Opioiden kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird. Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird. Die wiederholte Anwendung von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen. Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr kontrollieren zu können, wie viel von dem Arzneimittel Sie einnehmen oder wie oft Sie es einnehmen.
      • Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich.
        • Sie können ein größeres Risiko haben, von diesem Arzneimittel abhängig oder süchtig zu werden, wenn Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren „Sucht“.
        • Sie können ein größeres Risiko haben, von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat abhängig oder süchtig zu werden, wenn Sie Raucher sind.
        • Sie können ein größeres Risiko haben, von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat abhängig oder süchtig zu werden, wenn Sie schon einmal psychische Probleme hatten Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt worden sind.
      • Wenn Sie während der Einnahme von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
        • Sie nehmen das Arzneimittel länger ein, als von Ihrem Arzt empfohlen.
        • Sie nehmen mehr als die empfohlene Dosis ein.
        • Sie haben möglicherweise das Gefühl, dass Sie Ihr Arzneimittel weiter einnehmen müssen, auch wenn es Ihre Schmerzen nicht lindert.
        • Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z. B. um „ruhig zu bleiben“ oder „um zu schlafen“.
        • Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
        • Wenn Sie das Arzneimittel nicht einnehmen, fühlen Sie sich unwohl und Sie fühlen sich besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder einnehmen „Entzugserscheinungen“.
      • Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, die Einnahme zu beenden und wie Sie die Einnahme sicher beenden können.
    • Hyperalgesie
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie während der Einnahme von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat eines der folgenden Symptome bei sich bemerken:
        • Sie haben Schmerzen oder eine verstärkte Schmerzempfindlichkeit Hyperalgesie, die nicht durch eine höhere Dosierung Ihres Arzneimittels gelindert werden können.
    • Funktionsstörung des Sphinkter Oddi
      • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen können, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber haben, da dies Zeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse Pankreatitis und der Gallenwege sein können.
    • Schlafbezogene Atmungsstörung
      • Das Arzneimittel kann schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schlafapnoe Atemaussetzer während des Schlafs und schlafbezogene Hypoxämie niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes verursachen.
      • Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören.
      • Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
      • Ihr Arzt kann eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich:
      • bei Abhängigkeit von Opioiden, unter anderem starke Schmerz- und Beruhigungsmittel;
      • bei Bewusstseinsstörungen;
      • bei Zuständen mit erhöhtem Hirndruck;
      • bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern, Arzneimittelgruppe zur Behandlung von Depressionen;
      • bei Ventilationsstörung der Lunge durch eine chronische Bronchitis oder Asthma bronchiale;
      • wenn Sie an schweren Krankheiten leiden, einschließlich schwerer Nierenfunktionsstörung oder Sepsis wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut kreisen und zu Organschäden führen, oder wenn Sie an Mangelernährung oder chronischer Alkoholkrankheit leiden oder wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin ein Antibiotikum einnehmen. Bei Patienten in diesen Situationen wurde über eine schwere Erkrankung berichtet, die als metabolische Azidose eine Störung des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts bezeichnet wird. Sie trat auf, wenn Paracetamol in normalen Mengen über einen längeren Zeitraum angewendet wurde oder wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin angewendet wurde. Zu den Zeichen einer metabolischen Azidose können gehören: starke Atembeschwerden mit tiefer schneller Atmung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen.
    • Sie dürfen das Arzneimittel nur in geringerer Dosis oder seltener als in der Dosierungsanleitung angegeben Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls anwenden bei:
      • Leberfunktionsstörungen, z. B. durch dauerhaften Alkoholmissbrauch oder Leberentzündungen;
      • chronischem Alkoholmissbrauch;
      • einer Beeinträchtigung der Leberfunktion Leberentzündung, Gilbert-Syndrom;
      • Nierenfunktionsstörungen, auch bei Dialysepflicht.
    • Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol oder Codein enthalten.
    • Bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
    • Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens Analgetika-Nephropathie führen.
    • Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Diese Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
    • Codein wird durch ein Enzym in der Leber zu Morphin umgewandelt. Morphin ist die Substanz, welche die Schmerzlinderung bewirkt. Einige Personen haben eine Abwandlung dieses Enzyms, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Bei einigen Personen entsteht kein Morphin oder nur in sehr geringen Mengen und es wird keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht. Bei anderen Personen ist es wahrscheinlicher, dass bei ihnen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, da eine sehr hohe Menge an Morphin gebildet wird. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und holen Sie sofort ärztlichen Rat ein: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, enge Pupillen, Übelkeit oder Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit.
    • Zu Beginn der Behandlung wird Ihr behandelnder Arzt Ihre individuelle Reaktion auf Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat kontrollieren. Dies gilt besonders bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Atemfunktionsstörungen.
    • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen z. B. anaphylaktischer Schock werden sehr selten beobachtet.
      • Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nach Operationen:
        • Codein darf nicht zur Schmerzbehandlung bei Kindern und Jugendlichen nach der Entfernung der Gaumenmandeln oder Rachenmandeln Polypen wegen eines Schlafapnoe-Syndroms angewendet werden.
      • Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen:
        • Codein wird nicht für die Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen empfohlen, da die Symptome einer Morphinvergiftung bei diesen Kindern stärker ausgeprägt sein können.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen sowie die Ausübung gefahrvoller Tätigkeiten beeinträchtigt wird.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie das Arzneimittel nur auf ausdrückliche Verordnung Ihres Arztes einnehmen, da unerwünschte Wirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden können. Sie sollten die geringstmögliche Dosis anwenden, mit der Ihre Schmerzen und/oder Ihr Fieber gelindert werden, und Sie sollten das Arzneimittel für den kürzest möglichen Zeitraum anwenden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, falls die Schmerzen und/oder das Fieber nicht gelindert werden oder Sie das Arzneimittel häufiger einnehmen müssen.
    • Bei nahender Geburt oder drohender Frühgeburt dürfen Sie Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat nicht anwenden, da der in Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat enthaltene Wirkstoff Codein die Plazentaschranke passiert und bei Neugeborenen zu Atemstörungen führen kann.
    • Bei längerfristiger Einnahme von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat kann sich eine Codeinabhängigkeit des Fetus entwickeln. Berichte über Entzugserscheinungen beim Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von Codein im letzten Drittel der Schwangerschaft liegen vor.
    • Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, um gemeinsam über eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.
  • Stillzeit
    • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie stillen. Paracetamol, Codein und Morphin gehen in die Muttermilch über.

Einnahme Art und Weise

  • Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.

Wechselwirkungen bei Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Paracetamol
      • Mit folgenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich:
        • Arzneimittel gegen Gicht wie Probenecid:
          • Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat verringert werden, da der Abbau von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat verlangsamt sein kann.
        • Schlafmittel wie Phenobarbital, Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin, Mittel gegen Tuberkulose Rifampicin und andere, möglicherweise die Leber schädigende Arzneimittel, wie z. B. Imatinib:
          • Unter Umständen kann es bei gleichzeitiger Einnahme mit Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat zu Leberschäden kommen.
        • Arzneimittel, die die Magenentleerung verlangsamen, können zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.
        • Mittel gegen Übelkeit Metoclopramid und Domperidon können eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat bewirken.
        • Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte Colestyramin können die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat verringern.
        • Arzneimittel bei HIV-Infektionen Zidovudin:
          • Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen Neutropenie wird verstärkt.
          • Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen werden.
        • Flucloxacillin (Antibiotikum), wegen des schwerwiegenden Risikos für Störungen des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts sogenannte metabolische Azidose, die dringend behandelt werden müssen, siehe Kategorie "Patientenhinweis".
      • Auswirkungen der Einnahme von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat auf Laboruntersuchungen:
        • Die Harnsäurebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.
    • Codein
      • Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Arzneimittel z. B. Beruhigungs- und Schlafmittel, Gabapentin oder Pregabalin zur Behandlung von Epilepsie oder Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen), Antihypertonika Mittel zur Senkung des Blutdrucks, aber auch andere Schmerzmittel, Antihistaminika Mittel z. B. zur Behandlung von Allergien oder Erkältungen, Psychopharmaka Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen sowie Alkohol kann die beruhigende und atemdämpfende Wirkung verstärkt werden.
      • Die gleichzeitige Anwendung von Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat und Beruhigungsmitteln, wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden Atemdepression, Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.
        • Wenn Ihr Arzt jedoch Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
        • Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
      • Alkohol sollte bei der Behandlung mit Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat gemieden werden, da Bewegungsabläufe und Denkprozesse wesentlich beeinflusst werden.
      • Unter trizyklischen Antidepressiva Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Störungen kann es zu einer codeinbedingten Störung der Atmung kommen.
      • Bei gleichzeitiger Einnahme von Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern, wie z. B. Tranylcypromin, kann es zu einer Verstärkung der zentralnervösen Wirkung und zu anderen Nebenwirkungen kommen. Paracetamol/Codeinphosphat-Hemihydrat darf erst zwei Wochen nach dem Ende der Therapie mit Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern angewendet werden.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Schmerzmitteln wie Buprenorphin oder Pentazocin ist im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln eine Wirkungsabschwächung möglich.
      • Cimetidin und andere Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel beeinflussen, können die Wirkung des Arzneimittels verstärken.
  • Einnahme zusammen mit Alkohol
    • Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen oder verabreicht werden.
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH3

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

Codein phosphat 0,5-Wasser
30 mg
Codein, wasserfrei
22,1 mg
Paracetamol
500 mg
Cellulose, mikrokristallin
Hilfsstoff
Copovidon
Hilfsstoff
Magnesium stearat
Hilfsstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfsstoff

Erfahrungsberichte zu Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten, 30 Stk.

Die Produktbewertungen zu Azur compositum SC 500 mg/30 mg Tabletten beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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