- Dieses Arzneimittel enthält den Wirkstoff Mercaptopurin-Monohydrat. Dieser gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die als Zytostatikum (auch Chemotherapie genannt) bezeichnet werden.
- Das Präparat wird zur Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern verwendet. Es wirkt, indem es die Zahl der neuen Blutkörperchen, die Ihr Körper produziert, reduziert.
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Holsten 50 mg Tabletten
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Produktinformation zu Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten 3
Indikation
Indikation
Kontraindikation
Kontraindikation
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Mercaptopurin-Monohydrat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Lassen Sie sich nicht gegen Gelbfieber impfen, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen, da dies tödlich sein kann.
Dosierung von Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten
Dosierung von Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten
- Dieses Arzneimittel sollte Ihnen nur von einem Facharzt, der in der Behandlung von Krebserkrankungen des Blutes erfahren ist, verordnet werden.
- Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen. Damit soll die Anzahl und die Art der Zellen in Ihrem Blut überprüft und sichergestellt werden, dass Ihre Leber richtig arbeitet.
- Ihr Arzt wird möglicherweise auch andere Blut- und Urintests anordnen, um zu überwachen, wie Ihre Nieren arbeiten, und um den Harnsäurespiegel zu messen. Harnsäure ist eine natürliche, von Ihrem Körper hergestellte Substanz, und der Harnsäurespiegel kann während der Einnahme von Mercaptopurin ansteigen. Ein hoher Harnsäurespiegel kann Ihre Nieren schädigen. Ihr Arzt muss möglicherweise manchmal Ihre Dosis von Mercaptopurin infolge dieser Tests ändern.
- Ihr Arzt berechnet und passt Ihre Dosis basierend auf Ihrem Gewicht oder Ihrer Körperoberfläche und den Ergebnissen Ihrer Blutuntersuchungen an, wenn Sie andere Chemotherapeutika einnehmen, sowie auf Ihrer Nieren- und Leberfunktion.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie von Ihrem Arzt oder Apotheker angewiesen ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Arzneimittel zur richtigen Zeit einnehmen. Auf dem Packungsetikett steht, wie viele Tabletten und wie oft sie einzunehmen sind. Steht dies nicht auf dem Etikett oder sind Sie sich nicht sicher, fragen Sie bei Ihrem Arzt, dem medizinischen Fachpersonal oder Apotheker nach.
- Die übliche Anfangsdosis für Erwachsene und Kinder beträgt 2,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (oder 50 - 75 mg pro m2 Ihrer Körperoberfläche pro Tag). Ihr Arzt berechnet und passt Ihre Dosis anhand Ihres Körpergewichts, Ihrer Körperoberfläche, den Ergebnissen Ihrer Bluttests, ob Sie andere Chemotherapeutika erhalten und Ihren Nieren- und Leberwerten an.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder wenn jemand anders aus Versehen Ihre Tabletten genommen hat, fragen Sie Ihren Arzt unverzüglich um Rat oder begeben Sie sich in das nächste Krankenhaus. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, informieren Sie Ihren Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Patientenhinweise
Patientenhinweise
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn:
- Sie vor kurzem eine Impfung (einen Impfstoff) oder eine Immunisierung erhalten haben oder eine solche bevorsteht.
- Sie Mercaptopurin einnehmen, dürfen Sie keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen (z. B. mit Grippe-Impfstoff, Masern-Impfstoff, BCG-Impfstoff, usw.) erhalten, solange von Ihrem Arzt nicht entschieden wurde, dass dies sicher ist. Einige Impfstoffe können nämlich bei Ihnen eine Infektion verursachen, wenn Sie sie während der Einnahme von Mercaptopurin anwenden.
- Sie eine Erkrankung haben, bei der Ihr Körper zu wenig von einem Enzym namens TPMT (Thiopurinmethyltransferase) bildet, da Ihr Arzt in diesem Fall die Dosis anpassen muss.
- Sie eine Allergie gegen ein Arzneimittel namens Azathioprin haben (ebenfalls zur Behandlung von Krebs).
- Sie Probleme mit der Niere oder Leber haben, da Ihr Arzt überprüfen muss, ob diese Organe richtig funktionieren.
- Sie eine genetisch bedingte Erkrankung haben, die Lesch-Nyhan-Syndrom genannt wird.
- Sie planen, Kinder zu bekommen. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Dieses Arzneimittel kann Ihre Spermien oder Eizellen schädigen.
- Wenn Sie eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, könnte sich Ihr Risiko für folgende Erkrankungen durch die Einnahme des Arzneimittels erhöhen:
- Tumore, einschließlich Hautkrebs. Wenn Sie dieses Präparat einnehmen, vermeiden Sie es daher, sich übermäßigem Sonnenlicht auszusetzen, tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie schützende Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.
- Lymphoproliferative Erkrankungen
- Die Behandlung mit diesem Präparat erhöht Ihr Risiko, an einer bestimmten Art von Krebs zu erkranken, die „lymphoproliferative Erkrankung" genannt wird. Bei Behandlungsschemata, die mehrere Immunsuppressiva (einschließlich Thiopurine) enthalten, kann dies zum Tod führen.
- Eine Kombination mehrerer gleichzeitig angewendeter Immunsuppressiva erhöht das Risiko für durch Virusinfektionen verursachte Erkrankungen des Lymphsystems (durch das Epstein-Barr-Virus [EBV] bedingte lymphoproliferative Erkrankungen).
- Die Einnahme dieses Arzneimittels kann Ihr Risiko für Folgendes erhöhen:
- Auftreten einer schweren Erkrankung, die „Makrophagenaktivierungssyndrom" genannt wird (exzessive Aktivierung weißer Blutkörperchen, die mit Entzündungen einhergeht) und in der Regel bei Menschen mit bestimmten Arten von Arthritis auftritt.
- Blutuntersuchungen
- Die Behandlung mit dem Präparat kann sich auf Ihr Knochenmark auswirken. Das heißt, dass Sie eine verringerte Anzahl von weißen Blutkörperchen, Blutplättchen und (seltener) roten Blutkörperchen im Blut haben können. Ihr Arzt wird Blutuntersuchungen durchführen, wenn Sie am Anfang Ihrer Behandlung (Induktion) stehen, und mindestens wöchentlich im weiteren Verlauf der Behandlung (Erhaltung). Dies ist notwendig, um die Spiegel dieser Zellen in Ihrem Blut zu überwachen. Wenn Sie die Behandlung früh genug beenden, kehren die Blutzellanzahlen wieder auf den Normalstand zurück.
- Leberfunktion
- Mercaptopurin ist giftig für Ihre Leber. Daher wird Ihr Arzt wöchentliche Leberfunktionstests durchführen, während Sie Mercaptopurin Tabletten einnehmen. Wenn Sie bereits eine bestehende Lebererkrankung haben oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die sich auf Ihre Leber auswirken können, wird Ihr Arzt häufigere Tests durchführen. Wenn Sie bemerken, dass sich das Weiße in Ihren Augen oder Ihre Haut gelb färben (Gelbsucht), informieren Sie sofort Ihren Arzt, da es erforderlich sein kann, Ihre Behandlung umgehend zu beenden.
- Vitamin-B3-Mangel (Pellagra)
- Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie Durchfall, einen lokalisierten pigmentierten Ausschlag (Dermatitis) oder eine Verschlechterung Ihres Gedächtnisses, Ihres Denkvermögens und Ihrer Denkfähigkeit (Demenz) haben, da diese Symptome auf einen Vitamin-B3-Mangel hinweisen können. Ihr Arzt wird Ihnen Vitaminpräparate (Niacin/Nicotinamid) verschreiben, um Ihren Zustand zu verbessern.
- Infektionen
- Wenn Sie mit dem Präparat behandelt werden, besteht für Sie ein erhöhtes Risiko für Viren-, Pilz- und bakterielle Infektionen. Die Infektionen können einen schwereren Verlauf nehmen.
- Teilen Sie Ihrem Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit, ob Sie Windpocken, Gürtelrose oder Hepatitis B (eine von einem Virus hervorgerufene Lebererkrankung) hatten oder nicht.
- Wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
- NUDT15-Mutation
- Wenn Sie eine angeborene Mutation des NUDT15-Gens (einem Gen, das am Abbau von Mercaptopurin im Körper beteiligt ist) aufweisen, besteht für Sie ein höheres Risiko für Infektionen und Haarausfall, und Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall ggf. eine niedrigere Dosis verschreiben.
- Sonnen- und UV-Licht
- Während der Behandlung mit diesem Präparat sind Sie empfindlicher gegen Sonnenlicht und UV-Licht. Sie müssen sicherstellen, die Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Licht zu begrenzen, schützende Kleidung zu tragen und ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden.
- Kinder und Jugendliche
- Bei Kindern wurde manchmal niedriger Blutzuckerspiegel (stärkeres Schwitzen als üblich, Übelkeit, Schwindel, Verwirrung usw.) beobachtet, vor allem bei Kindern unter sechs Jahren oder mit einem niedrigen Body-Mass-Index. Sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Kindes, wenn dies der Fall ist.
- Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Mercaptopurin Tabletten.
- Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas davon auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Mercaptopurin hat voraussichtlich keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Es wurden jedoch keine spezifischen Studien durchgeführt, um dies zu bestätigen.
Schwangerschaft
Schwangerschaft
- Nehmen Sie Mercaptopurin nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Diese Vorsicht gilt für Männer und Frauen. Mercaptopurin kann Ihre Samen- oder Eizellen schädigen. Zuverlässige Verhütungsmethoden müssen verwendet werden, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, während Sie oder Ihr Partner Mercaptopurin einnehmen. Sowohl Männer als auch Frauen sollten nach Beendigung der Behandlung noch für mindestens 3 Monate wirksame Verhütungsmethoden anwenden. Wenn Sie bereits schwanger sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Mercaptopurin einnehmen. Frauen, die schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen, sollten den Umgang mit Mercaptopurin vermeiden.
- Mercaptopurin sollte nicht von Frauen gehandhabt werden, die schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen. Während der Einnahme von Mercaptopurin dürfen Sie nicht stillen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat.
- Die Einnahme von Mercaptopurin während der Schwangerschaft kann zu starkem, übermäßigem Juckreiz ohne Hautausschlag führen. Möglicherweise treten gleichzeitig Übelkeit und Appetitlosigkeit auf, was auf eine sogenannte Schwangerschaftscholestase (eine Lebererkrankung während der Schwangerschaft) hindeuten kann. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, da diese Erkrankung Ihr ungeborenes Kind schädigen kann.
Einnahme Art und Weise
Einnahme Art und Weise
- Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut. Kauen Sie die Tabletten nicht.
- Die Tabletten sollten nicht zerbrochen oder zerdrückt werden. Personen, die zerbrochene Tabletten handhaben, müssen sich danach sofort die Hände waschen.
- Mercaptopurin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
- Sie können Mercaptopurin mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen. Die Einnahme sollte jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen. Nehmen Sie Mercaptopurin mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach Milch oder Milchprodukten ein.
- Es ist wichtig, dass Sie Mercaptopurin abends einnehmen, damit es besser wirkt.
Wechselwirkungen bei Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten
Wechselwirkungen bei Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- Ribavirin (zur Behandlung von Virenerkrankungen).
- Sonstige zytotoxische Arzneimittel (Chemotherapie - zur Behandlung von Krebs).
- Allopurinol, Thiopurinol, Oxipurinol und Febuxostat (vor allem zur Behandlung von Gicht).
- Olsalazin oder Mesalazin (verwendet zur Behandlung von Morbus Crohn und eines Darmproblems namens Colitis ulcerosa).
- Sulfasalazin (verwendet zur Behandlung von rheumatoider Arthritis oder Colitis ulcerosa).
- Methotrexat (rheumatoider Arthritis oder Hautkrankheiten (schwerer Psoriasis)).
- Infliximab (zur Behandlung gewisser Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), rheumatoider Arthritis, Spondylitis ankylosans oder Hautkrankheiten (schwere Psoriasis)).
- Warfarin oder Acenocoumarol (zur Blutverdünnung).
- Antiepileptika wie Phenytoin oder Carbamazepin. Die Blutspiegel von Antiepileptika müssen ggf. überwacht und die Dosen bei Bedarf angepasst werden.
- Impfungen während der Einnahme des Arzneimittels
- Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, bevor Sie eine Impfung (Impfstoff) erhalten. Dies liegt daran, dass Impfungen mit Lebendimpfstoffen (z. B.Polio, Masern, Mumps, Röteln) zu einer Infektion führen können, wenn Sie während der Einnahme von Mercaptopurin damit geimpft werden.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol
- Sie können das Präparat mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen, die Einnahme sollte jedoch jeden Tag auf dieselbe Weise erfolgen. Nehmen Sie das Arzneimittel mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten ein.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Wirkstoffe & Inhaltsstoffe
- Mercaptopurin 1-Wasser
- 50 mg
- Lactose
- 59 mg Hilfsstoff
- Magnesium stearat
- Hilfsstoff
- Maisstärke
- Hilfsstoff
- Maltodextrin
- Hilfsstoff
- Stearinsäure
- Hilfsstoff
Erfahrungsberichte zu Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten, 25 Stk.
Die Produktbewertungen zu Mercaptopurin Holsten 50 mg Tabletten beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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