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MINIRIN parenteral

PZN: 09337876
10 Stk.
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Produktinformation zu MINIRIN parenteral 3

Indikation

  • Das Arzneimittel enthält einen synthetisch hergestellten Abkömmling des natürlich vorkommenden antidiuretischen Hormons (ADH), das zur Regulierung der Urinausscheidung dient.
  • Als Antidiuretikum (Mittel, das die Wasserausscheidung hemmt).
    • Zentraler Diabetes insipidus (Erkrankung mit erhöhter Wasserausscheidung, bei der die ADH-Bildung im Gehirn gestört ist; ADH = antidiuretisches Hormon ist ein Hormon der Hirnanhangdrüse, das die Wasserausscheidung vermindert);
    • traumatisch bedingte Polyurie (übermäßige Vermehrung der Harnmenge) und Polydipsie (gesteigertes Durstempfinden und vermehrte Flüssigkeitsaufnahme) bei Vorliegen eines passageren ADH-Mangels nach Hypophysektomie (Ausschaltung der Hirnanhangdrüse), Operationen im Hypophysenbereich oder Schädelhirnverletzungen.
  • Als Antihämorrhagikum (Mittel, das die Blutgerinnungsaktivität steigert).
    • zur Steigerung der Faktor-VIII-Gerinnungsaktivität (Faktor VIII = wichtiger körpereigener Stoff, der zur Blutgerinnung benötigt wird) bei leichter bis mittelschwerer Hämophilie A (erbliche Störung der Blutgerinnung durch Mangel an Faktor VIII) und von-Willebrand-Jürgens-Syndrom (Störung der Blutgerinnung, bei der die Aktivität von Faktor VIII stark vermindert ist)
    • bei angeborener oder medikamentös ausgelöster Thrombozytendysfunktion (Störung der Blutplättchenfunktion), wenn eine Wirksamkeit von Desmopressin nachgewiesen wurde,
    • Urämie (Harnvergiftung)
    • Leberzirrhose
    • bei Patienten mit verlängerter Blutungszeit unbekannter Ursache.
  • Das Ansprechen auf Desmopressin ist individuell unterschiedlich. Falls die Wirksamkeit von Desmopressin bei Ihnen nicht bereits bekannt ist, wird deshalb empfohlen, vor einer Operation in einem zeitlichen Abstand von mehreren Tagen durch eine Probeinfusion die durch Desmopressin zu erwartende Wirkung auf den Gerinnungsstatus festzustellen.
  • Als Diagnostikum (Mittel zur Erkennung von Krankheiten)
    • zur Bestimmung der Nierenkonzentrationsfähigkeit
    • zur Differentialdiagnose des Diabetes insipidus.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel parenteral darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Desmopressinacetat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie ungewöhnlich große Mengen an Flüssigkeiten trinken
    • wenn Sie an Herzproblemen oder anderen Erkrankungen leiden, die eine Behandlung mit Diuretika (Wassertabletten) erfordern
    • wenn Sie einen niedrigen Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) haben
    • wenn bei Ihnen ein Syndrom der inadäquaten antidiuretisches Hormon Sekretion vorliegt (SIADH)
    • wenn Sie eine schwerere Form von Brustschmerzen (instabile Angina pectoris) haben
    • wenn Sie eine mittelschwere bis schwere Nierenfunktionsstörung haben
    • wenn bei Ihnen ein von-Willebrand-Syndrom Typ IIb vorliegt und dieses Arzneimittel zur Behandlung von Blutungen angewendet wird

Dosierung von MINIRIN parenteral

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Desmopressinacetat als Antidiuretikum
      • Zentraler Diabetes insipidus (Erkrankung mit erhöhter Wasserausscheidung, bei der die ADH-Bildung im Gehirn gestört ist) sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie (übermäßige Vermehrung der Harnmenge) und Polydipsie (gesteigertes Durstempfinden und vermehrte Flüssigkeitsaufnahme)
        • Das Arzneimittel wird individuell dosiert, nachdem die Wirkung auf die Urinosmolalität und die Diurese bei verschiedenen Dosierungen durch den Arzt getestet wurde.
        • Normale Dosierung: 1 - 4 Mikrogramm (0,25 - 1 ml entsprechend ¼ - 1 Ampulle) 1 - 2 mal täglich.
        • Verdünnungstabelle
          • Verdünnung mit isotonischer, steriler, pyrogenfreier Natriumchloridlösung
          • Zur Verabreichung von:
            • ¼ Ampulle
              • 1 Ampulle verdünnen mit:
                • 3 ml NaCl-Lsg.
              • Gesamtmenge Lösung:
                • 4 ml
              • Lösungsmenge zur Injektion
                • 1 ml
    • Desmopressinacetat als Antihämorrhagikum:
      • zur Steigerung der Faktor-VIII-Gerinnungsaktivität (Faktor VIII = wichtiger körpereigener Stoff, der zur Blutgerinnung benötigt wird) bei leichter bis mittelschwerer Hämophilie A (erbliche Störung der Blutgerinnung durch Mangel an Faktor VIII) und von-Willebrand-Jürgens-Syndrom (Störung der Blutgerinnung, bei der die Aktivität von Faktor VIII stark vermindert ist), bei angeborener oder medikamentös ausgelöster Thrombozytendysfunktion (Störung der Blutplättchenfunktion), wenn eine Wirksamkeit von Desmopressin nachgewiesen wurde, Urämie (Harnvergiftung), Leberzirrhose bei Patienten mit verlängerter Blutungszeit unbekannter Ursache
        • Das Arzneimittel wird in Dosiereinheiten von 0,3 Mikrogramm/kg Körpergewicht subkutan injiziert oder gelöst in 50 - 100 ml physiologischer Kochsalzlösung über 15 - 30 Minuten infun-diert. Wird eine positive Wirkung erzielt, kann die Initialdosis 1 - 2 mal im Abstand von 12 - 24 Stunden wiederholt werden. Weitere Wiederholungen der Dosis können zu einer reduzierten Wirkung führen.
    • Desmopressinacetat als Diagnostikum
      • Zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit und zur Differentialdiagnose des Diabetes insipidus
        • Zur Bestimmung der Nierenkonzentrationsfähigkeit werden folgende Einzeldosen empfohlen:
          • normale Dosis bei intramuskulärer oder subkutaner Injektion: 4 Mikrogramm (1 ml entsprechend 1 Ampulle).
        • Der innerhalb von einer Stunde nach Gabe von Desmopressinacetat gewonnene Sammelurin wird verworfen. Während der nächsten 8 Stunden wird für die Messung der Osmolalität zweimal Urin gesammelt. Die Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme muss beachtet werden.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Desmopressinacetat als Antidiuretikum
      • Zentraler Diabetes insipidus (Erkrankung mit erhöhter Wasserausscheidung, bei der die ADH-Bildung im Gehirn gestört ist) sowie zentral traumatisch bedingte Polyurie (übermäßige Vermehrung der Harnmenge) und Polydipsie (gesteigertes Durstempfinden und vermehrte Flüssigkeitsaufnahme)
        • Kinder ab 1 Jahr:
          • 0,1 - 1 Mikrogramm (0,025 - 0,25 ml entsprechend 1/40 - ¼ Ampulle) 1 - 2 mal täglich.
        • Kinder unter 1 Jahr:
          • Die Erfahrungen aus der Behandlung von Kindern unter 1 Jahr sind begrenzt. Einzelfälle deuten darauf hin, dass 0,05 Mikrogramm (0,0125 ml entsprechend 1/80 Ampulle) eine geeignete Initialdosis sind. Die Dosis wird anschließend entsprechend der Diurese und dem Elektrolytstatus des Patienten titriert.
      • Verdünnungstabelle:
        • Verdünnung mit isotonischer, steriler, pyrogenfreier Natriumchloridlösung
        • Zur Verabreichung von:
          • ¼ Ampulle
            • 1 Ampulle verdünnen mit:
              • 3 ml NaCl-Lsg.
            • Gesamtmenge Lösung:
              • 4 ml
            • Lösungsmenge zur Injektion
              • 1 ml
          • 1/40 Ampulle
            • 1 Ampulle verdünnen mit:
              • 39 ml NaCl-Lsg.
            • Gesamtmenge Lösung:
              • 40 ml
            • Lösungsmenge zur Injektion
              • 1 ml
          • 1/80 Ampulle
            • 1 Ampulle verdünnen mit:
              • 79 ml NaCl-Lsg.
            • Gesamtmenge Lösung:
              • 80 ml
            • Lösungsmenge zur Injektion
              • 1 ml
    • Desmopressinacetat als Antihämorrhagikum
      • zur Steigerung der Faktor-VIII-Gerinnungsaktivität (Faktor VIII = wichtiger körpereigener Stoff, der zur Blutgerinnung benötigt wird) bei leichter bis mittelschwerer Hämophilie A (erbliche Störung der Blutgerinnung durch Mangel an Faktor VIII) und von-Willebrand-Jürgens-Syndrom (Störung der Blutgerinnung, bei der die Aktivität von Faktor VIII stark vermindert ist), bei angeborener oder medikamentös ausgelöster Thrombozytendysfunktion (Störung der Blutplättchenfunktion), wenn eine Wirksamkeit von Desmopressin nachgewiesen wurde, Urämie (Harnvergiftung), Leberzirrhose, bei Patienten mit verlängerter Blutungszeit unbekannter Ursache.
        • siehe Dosierung für Erwachsene
    • Desmopressinacetat als Diagnostikum
      • Zur Untersuchung der Nierenkonzentrationsfähigkeit und zur Differentialdiagnose des Diabetes insipidus
        • Kinder ab 1 Jahr:
          • 1 - 2 Mikrogramm (0,25 - 0,5 ml entsprechend ¼ - ½ Ampulle) als Einzeldosis.
        • Kinder unter 1 Jahr:
          • 0,4 Mikrogramm (0,1 ml entsprechend 1/10 Ampulle) als Einzeldosis.
      • Der innerhalb von einer Stunde nach Gabe gewonnene Sammelurin wird verworfen. Während der nächsten 8 Stunden wird für die Messung der Osmolalität zweimal Urin gesammelt. Die Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme muss beachtet werden.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Bei Überdosierung besteht die Gefahr einer Überwässerung des Körpers und eines Natriummangels im Blut. Es sind dabei Anzeichen wie Zunahme des Körpergewichtes, Kopfschmerzen, Übelkeit, Blutdruckanstieg, Erhöhung der Pulsfrequenz, Gesichtsrötung, und in schweren Fällen eine Überwässerung des Körpers mit Krämpfen zu erwarten.
    • Alle Verdachtsfälle auf Hirnödem (Krampfanfälle mit Bewusstseinsverlust) erfordern eine unverzügliche Behandlung.
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich:
      • bei Kindern, älteren Patienten und Patienten mit Blutnatriumspiegeln im unteren Normalbereich, da das Risiko für eine Hyponatriämie (niedriger Natriumspiegel im Blut) erhöht sein kann
      • wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die zu einem Flüssigkeits- und/oder Salzhaushaltsstörung führt, z. B. Erbrechen, Durchfall, Infektionen oder Fieber
      • wenn bei Ihnen das Risiko eines erhöhten intrakraniellen Drucks (Druck im Schädelinneren) besteht
      • wenn Sie innerhalb von zwei Tagen mehrmals wegen Blutungen behandelt werden müssen. Die Wirkung des Arzneimittels kann dann nachlassen
      • wenn Sie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Blutgerinnseln oder Arteriosklerose leiden oder wenn bei Ihnen eine Angioplastie (ein Eingriff zur Erweiterung der Arterien) durchgeführt wurde
      • wenn Sie eine Blasenfunktionsstörung und Probleme beim Wasserlassen haben
    • Während der Anwendung des Arzneimittels müssen Sie Ihre Flüssigkeitsaufnahme einschränken. Auf diese Weise beugen Sie einer Flüssigkeitsüberlastung in Ihrem Körper und einem Natriummangel im Blut vor.
    • Während der Behandlung mit Desmopressin kann es zu einer Wasserretention (Anhäufung von Wasser im Körper) und/oder Hyponatriämie (niedriger Natriumspiegel im Blut) mit oder ohne begleitende Warnsignale oder Symptome kommen.
    • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie diese Warnsignale oder Symptome bei sich bemerken. Ihr Arzt wird eventuell Ihr Gewicht und den Natriumspiegel überprüfen.
    • Bei der Anwendung als Diagnostikum muss die Flüssigkeitsaufnahme 1 Stunde vor bis 8 Stunden nach der Gabe auf maximal 0,5 Liter zur Durstlöschung beschränkt werden.
    • Das Arzneimittel reduziert die verlängerte Blutungszeit bei Thrombozytopenie (Blutplättchenmangel) nicht.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
    • Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Ihr Arzt entscheidet, ob Sie das Arzneimittel während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden können.

Einnahme Art und Weise

  • Das Präparat wird intravenös, subkutan oder intramuskulär injiziert bzw. infundiert.
  • Bei Patienten mit Gerinnungsstörungen wird es normalerweise als intravenöse Injektion verabreicht, kann bei Bedarf aber auch subkutan gegeben werden.

Wechselwirkungen bei MINIRIN parenteral

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Die Injektion mit diesem Arzneimittel kann eine stärkere Wirkung haben, wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen, die ebenfalls den Flüssigkeits- und/oder Salzhaushalt in Ihrem Körper beeinflussen. Infolgedessen kann es leichter zu einer übermäßigen Flüssigkeitsansammlung kommen, und Ihr Natriumspiegel im Blut könnte sinken.
    • Beispiele hierfür sind:
      • Arzneimittel zur Behandlung sehr starker Schmerzen: Opioide
      • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen: trizyklische oder SSRI-Antidepressiva
      • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und/oder Entzündungen: nichtsteroidale Antirheumatika wie Indometacin, Ibuprofen
      • Chlorpromazin (zur Behandlung von Psychosen oder Schizophrenie)
      • Carbamazepin (zur Behandlung von Epilepsie)
      • Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes: Sulfonylharnstoffderivate, wie beispielsweise Chlorpropamid
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH3

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Weitere Produkteigenschaften
kühlpflichtig: ja; Packungsgröße: 10 st; verschreibungspflichtiges Medikament: ja

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

Desmopressin acetat 3-Wasser
4 µg
Desmopressin
3,6 µg
Natrium chlorid
Hilfsstoff
Salzsäure 10%
Hilfsstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfsstoff
Gesamt Natrium Ion
3,5 mg Hilfsstoff

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  • Gesamt Natrium Ion
  • Natrium chlorid
  • Salzsäure 10%
  • Wasser, für Injektionszwecke
  • Gesamt Natrium Ion
  • Natrium chlorid
  • Salzsäure, konzentriert
  • Wasser, für Injektionszwecke

Erfahrungsberichte zu MINIRIN parenteral, 10 Stk.

Die Produktbewertungen zu MINIRIN parenteral beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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