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Blutzuckerwerte, die entscheidenden Werte bei Diabetes und der Insulingabe

Autor: medizinfuchs Redaktion
blutzuckerwerte messen
Das Blut erfüllt eine Menge Aufgaben. Zu diesen Herausforderungen des roten Multitasking-Talents gehört unter anderem der Transport von gelösten Nährstoffen zu den Organen, die sie brauchen. Zucker ist für den Menschen ein zentraler Nährstoff, der über das Blut vom Verdauungstrakt an die Stelle seiner Bestimmung gebracht wird.
Daraus ergibt sich der Blutzuckerwert, also der Anteil des Zuckers in der entnommenen Blutprobe zum Zeitpunkt der Messung. Auf die Gesundheit können übermäßig hohe und auch zu niedrige Blutzuckerwerte gravierende Langzeitfolgen haben, aber auch kurzfristig auftretende Symptome sind möglich. Verschiedene Grunderkrankungen wie Diabetes beeinflussen den Blutzuckerwert auch direkt. 

Die Blutzuckerwerte

Bei Patienten, die sich guter Gesundheit erfreuen und frei von Symptomen sind, besteht in der Regel keine Notwendigkeit, diese Untersuchung durchführen zu lassen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Zuckeranteil im Blutkreislauf im Normbereich liegt. Liegen allerdings gesundheitliche Veränderungen wie eine Schwangerschaft oder eine Erkrankung wie Diabetes vor, ist mit Abweichungen vom Normwert zu rechnen, die schlimmstenfalls den gesunden Zustand des Betroffenen erheblich gefährden.
Auch zur Diagnosestellung oder -festigung kann eine Blutzuckermessung erforderlich werden. Bei der Untersuchung erfolgt eine Blutentnahme zur Feststellung des Anteils an Glukose (Traubenzucker), der sich entweder im, unter oder über dem Normbereich bewegt. Dieser Messwert wird auch als Blutzuckerspiegel bezeichnet und kann durch eine einfache Entnahme des Blutes festgestellt werden.

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Insulin Produktion im Körper

Insulin wird in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert und steuert den Transport der Glukose ins Zellinnere. Dort wird die Glukose zur Energiegewinnung verwendet und aufgebraucht. Außerdem sorgt Insulin für eine Speicherung von Glukose in Form von Glykogen in der Leber und in Muskelzellen.

Blutzuckerwerte verstehen

Etwa 8-10 Stunden ohne Nahrung, also auf nüchternen Magen, kann der Messwert des Zuckers im Blutkreislauf beim gesunden Menschen gemessen werden. Wenn davon auszugehen ist, dass er gesund ist, also keinen Diabetes hat oder keine sonstigen Gründe vorliegen, dann kann von folgenden Normwerten ausgegangen werden:

  • 100 Milligramm pro Deziliter (mgdl)
  • weniger als 5,6 Millimol pro Liter (mmoll)
Das verändert sich natürlich, sobald der Patient gegessen hat. Dann kommt die Verdauung in Schwung und spült Zucker in den Blutkreislauf. Auch dann sollte der Wert aber nicht bei mehr als 140 mgdl oder 7,8 mmoll liegen. Dass er darunter liegt, ist selten und wäre vermutlich auf die Nahrung selbst oder einen Stoffwechselfehler zurückzuführen. Ein Wert, der wesentlich darüber liegt, spricht ebenfalls für ein näher zu untersuchendes Problem. Insbesondere kommt dabei Diabetes mellitus in Frage. Folgende Werte deuten darauf hin, dass diese Krankheit vorliegen kann:
  • nüchtern: über 126 mgdl oder 7,0 mmoll
  • nicht nüchtern: über 200 mgdl oder 11,1 mmoll

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Entstehung erhöhter Blutzucker

nahrung kann vom körper nicht verwertet werden

Wenn der Körper des Menschen über die Ernährung zugeführten Zucker nicht richtig und schnell genug verarbeiten kann, liegt sehr wahrscheinlich eine Störung im Stoffwechsel vor. Insbesondere geht es ums Insulin, denn dies ist der Stoff, der über die Nahrung aufgenommene Glukose weiter verwertet.
Als Ursachen kommen folgende Möglichkeiten in Frage:
- Diabetes Typ 1
- Diabetes Typ 2 (mellitus)
Schwangerschaftsdiabetes
- Nebenwirkung gewisser Medikamente

Der behandelnde Mediziner braucht demzufolge vollständige Informationen darüber, ob der Betroffene gerade medikamentös behandelt wird. Er bestimmt anschließend, ob die Beobachtung eine Nebenwirkung sein kann. Meistens aber deutet sie nicht darauf hin, sondern auf das Vorliegen einer Erkrankung wie Diabetes mellitus. Diese Diagnose wird in der Regel erst im Laufe des Lebens getroffen, die Erkrankung liegt nicht schon seit Geburt vor.

Typen von Diabetes mellitus

diabetes typen

Diabetes ist ein Oberbegriff verschiedener Krankheiten mit ähnlichem Erscheinungsbild. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen verschiedenen Arten. Im Falle des Typ-1-Diabetes sind die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse zerstört oder nicht funktionsfähig, was zu einem absoluten Insulinmangel führt. Es wird weiter unterschieden zwischen den Typen 1a, bei dem es sich um eine Autoimmunreaktion handelt, und 1b, wobei die Ursache nicht bekannt ist.
Unter Typ-2-Diabetes werden diverse Ursachen wie Insulinresistenz, Hyperinsulinismus, relativer Insulinmangel und Sekretionsstörungen zusammengefasst. Typ 2 bezeichnet dabei den Fall, dass der Diabetes ohne Adipositas (Fettleibigkeit) auftritt. Beim Typ 2b tritt der Diabetes gepaart mit einer Adipositas auf. Es existieren weitere Formen des Diabetes, darunter beispielsweise der während der Schwangerschaft auftretende Schwangerschaftsdiabetes.

Typ 1 Diabetes

Bei dieser Form des Diabetes greift das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen an und zerstört diese. Dieser Vorgang wird als Insulitis bezeichnet. Mit fortschreitendem Ausfall der -Zellen manifestiert sich ein zunehmender Insulinmangel. Wenn ca. 90 % der insulinproduzierenden -Zellen zerstört sind, tritt Diabetes auf. Dies geschieht meistens zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr, weshalb man auch von Jugenddiabetes spricht. Es wird davon ausgegangen, dass die Ursachen für diese Immunreaktion sowohl in einer genetischen Veranlagung als auch in bestimmten Umweltfaktoren bestehen können. Anzeichen sind häufig eine starke Gewichtsabnahme, Austrocknung, ständiger Harndrang und Durstgefühl, Sehstörungen, Schwächegefühl und Kopfschmerzen.

Therapie von Typ 1 Diabetes

Bei dieser Art von Diabetes können künstlich hergestellten Präparate verabreicht werden. Da dies lediglich die Symptome, nicht aber die Ursache der Krankheit bekämpft, handelt es sich hierbei nicht um eine Heilung, sondern um eine Therapie, die kontinuierlich bis zum Lebensende aufrechterhalten werden muss. Die Aufnahme kann durch Spritzen, Pens oder implantierte Pumpen geschehen. Früher waren größere Spritzen mit wiederverwendbaren Nadeln die Norm.

 

Diabetes Typ1 Insulinpumpe

Typ 2 Diabetes

Der Diabetes der zweiten Art ist deutlich häufiger. Im Jahr 2012 waren in Deutschland 3.1 Millionen Menschen daran erkrankt, bei nur 300.000 Diabetikern vom Typ 1.  Oft wird der Diabetes Typ 2 als "Altersdiabetes" bezeichnet, da vornehmlich ältere Menschen betroffen sind. Mittlerweile erkranken jedoch zunehmend auch viele Jugendliche daran. Die Ursachen der Krankheit sind multifaktoriell. Hauptauslöser ist jedoch meistens Übergewicht und Bewegungsmangel. Es spielen allerdings auch genetische Faktoren eine Rolle. Zu Beginn zeigen sich meist unspezifische Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit, Infektanfälligkeit und Sehstörungen. Die Diagnose geschieht daher oft eher zufällig. Die Wahrscheinlichkeit, als Kind eines Typ 2 Diabetikers selbst diese Form des Diabetes im Laufe des Lebens zu entwickeln, liegt bei etwa 50 %. 

Therapie bei Typ 2 Diabetes

Einer der Hauptfaktoren bei der Entstehung der Krankheit ist oft Fettleibigkeit. Deshalb sollte eine Behandlung in vielen Fällen darin bestehen, Gewicht zu verlieren, viel Sport zu treiben und allgemein viel Bewegung in den Alltag einzubauen.
Ungefähr die Hälfte aller neu diagnostizierten Diabetiker vom Typ 2 sind in der Lage, durch einen Gewichtsverlust von 10 Kilogramm ihren nüchternen Blutzuckerwert zu normalisieren.

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes

Eine Sonderform ist die Schwangerschaftsdiabetes, die sich während der Schwangerschaft entwickelt und kurz nach der Geburt wieder beendet ist. Ihre Auswirkungen und Ausprägung muss der Gynäkologe während der Schwangerschaft kontrollieren, aber oft muss keine Behandlung in die Wege geleitet werden.
Ist der Blutzuckerspiegel in der Schwangerschaft erhöht und bekommt der Gynäkologe diese Informationen nicht rechtzeitig oder kann nicht auf sie eingehen, dann drohen Mutter und Kind erneut ernste Folgen. Die Wahrscheinlichkeit der Zuckerkrankheit beim ungeborenen Kind wird massiv erhöht.

Die sogenannte Schwangerschaftsdiabetes kann bei der Mutter zu ähnlichen Diabetesfolgen führen wie bei anderen Typen dieser Erkrankung. Eine diabeteskranke Schwangere hat darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für eine Präeklampsie, die ihrerseits zu schweren Komplikationen bis hin zum Tod von Mutter und Kind führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und unter Kontrolle gebracht wird.

Entstehung niedriger Blutzucker

Während hoher Blutzucker auf ein ernstes Problem hindeuten kann, führt ein niedriger Spiegel eher zu kurzfristigen Problemen und hat meistens keine schwerwiegenden Gründe. Niedrige Zuckerkonzentrationen treten besonders bei jungen Leuten und insbesondere bei jungen Frauen auf. Sie rühren daher, dass vermutlich nicht ausreichend gegessen wurde, sodass eine kurzfristige Kreislaufschwäche auftreten kann.
Passiert das einmalig, ist es fast normal, auch wenn etwa eine Regelblutung stattfindet. Passiert das dagegen häufiger, sollte untersucht werden, woran es liegt. Sehr wahrscheinlich passt die Ernährung nicht und enthält zu wenig Zucker. Schlimmstenfalls gibt es einen Auslöser im Verdauungstrakt, der eine Therapie benötigt und näher untersucht werden muss.
Schwindel niedriger Blutzucker

Weltweite Entwicklung 

Weltweit steigt die Anzahl von Menschen mit Diabetes. Höchstwahrscheinlich wird dieser Trend in den nächsten Jahrzehnten anhalten und die Gesundheit von noch mehr Menschen wird betroffen sein. Dadurch werden immense Kosten für Krankenkassen und Staaten entstehen. Immer mehr Kinder entwickeln den früher als "Alterdiabetes" bekannten Diabetes Typ 2 bereits in jungen Jahren. Umso wichtiger ist eine umfassende Aufklärung und Prävention schon im Jugendalter. Diese Form lässt sich gut durch Sport und eine gesunde Ernährung vorbeugen. Auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung sind Sport und ein gesunder Lebenswandel die beste Behandlungsmethode. Die wichtigsten Vorrausetzung sind dabei eine gute Betreuung und die Motivation der Diabetiker.

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