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Mittelohrent­zün­dung: Schmerzen im Ohr durch Infektion

Autor: medizinfuchs Redaktion
Mittelohrent­zün­dung: Schmerzen im Ohr durch Infektion

Schmerzen im Ohr

Entzündungen des Mittelohrs beginnen mit starken, stechenden Ohrenschmerzen und einem intensiven Krankheitsgefühl. Sie treten hauptsächlich bei Babys und Kleinkindern auf. Die kindlichen Patienten geben ihren Eltern über häufiges Berühren der erkrankten Ohren zu verstehen, dass sie dort heftige Schmerzen haben. Unkomplizierte Ohrenentzündungen gehen unbehandelt innerhalb von zwei Wochen vorüber.

Otitis media - Die Mittelohrentzündung

Wenn man von einer Ohrentzündung spricht, meint man meist eine Mittelohrentzündung (Otitis media). Sie wird durch eine Infektion des mittleren Ohrbereichs durch Bakterien oder Viren verursacht. Bei der Otitis unterscheiden die Mediziner zwischen einer akuten Entzündung, die plötzlich mit heftigen Schmerzen auftritt und chronischen Verläufen. Säuglinge und kleine Kinder erkranken häufiger an einer Ohrenentzündung als erwachsene Personen. Zwei von drei Kindern unter drei Jahren haben laut Statistik eine Mittelohrentzündung.

Ursachen einer Mittelohrentzündung

Ursachen Mittelohrentzündung

Durch die Verbindung von Ohren und Nasen-Rachen-Raum können Krankheitserreger über die Ohrtrompete in den Gehörgang aufsteigen und dort zu einer Infektion der Schleimhaut des Mittelohrs führen. Meist ist die Ursache ein viral verursachter Schnupfen, zu welchem durch das angegriffene Immunsystem eine Superinfektion mit Bakterien kommt.

Erwachsene erkranken meist nach Krankheiten wie langwierigen Erkältungen oder entzündlichen Erkrankung des Nasen-Rachen-Raums. Aber auch eine mangelnde Durchlüftung des Mittelohres, beispielsweise durch Polypen und damit einhergehende behinderte Nasenatmung, begünstigt das Auftreten von Infektionen. Selten werden die Erreger durch Krankheiten wie Scharlach mit dem Blut eingeschleust.

Entstehung der Ohrentzündung

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Eine Otitis ist oft Folge einer Infektion der Schleimhaut, die das Mittelohr bedeckt, mit A-Streptokokken, Haemophilus influenzae oder Staphylokokken. Sie entwickelt sich aus anderen Infektionskrankheiten wie einem grippalen Infekt oder einer Entzündung des Rachens. Andere Ursachen sind Trommelfell-Schäden und die Kinderkrankheit Scharlach.

Nach einer Infektion des Mund-Rachenraums oder der Nase können sich die Krankheitserreger zum Mittelohr ausbreiten und dort eine Entzündung hervorrufen. Wird die Otitis media nicht behandelt kann es immer wieder zu schmerzhaften Entzündungen kommen, also einer chronische Mittelohrentzündung.

Mittelohrentzündung bei Kindern

Akute Infektionen des Mittelohrs sind vor allem deshalb so häufig, weil kleine Kinder noch eine sehr kurze Eustachische Röhre haben und das Mittelohr daher nicht genügend belüftet wird. Kleinkinder mit angeborener Gaumenspalte haben ein höheres Risiko, an einer akuten Otitis zu erkranken als andere Kinder ihres Alters. Bei Erwachsenen sind meist Polypen (gutartige Schleimhautwucherungen) und starke Erkältungen die Ursache.

Symptome bei einer Ohrentzündung

Die akute Otitis zeigt sich mit
  • Klopfen im Ohr
  • Rötungen, Wärmegefühl
  • Schwellungen
  • stechenden Ohrenschmerzen
  • Fieber, Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • schwerem Krankheitsgefühl
  • Schlafstörungen
  • Eingeschränktem Hörvermögen

Da die kleinen Patienten starke Schmerzen haben, sind sie nachts unruhig, können nicht schlafen und stören die elterliche Nachtruhe. Tagsüber weinen sie viel und fassen sich mit den Händen an die Ohrmuschel.
schmerzen und fieber quälen Kinder bei Ohrentzündung

Zu einer chronischen Entzündung des Mittelohrs kommt es, wenn der Betroffene eine Schädigung des Trommelfells erleidet. Bei einer andauernden Otitis media treten Symptome wie

  • leichte Schwerhörigkeit
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • andauernder Austritt von Flüssigkeit aus dem Ohr
  • eiternde Gewebewucherungen am Entzündungsort (Mastoiditis)
auf. Ist auch noch der Warzenfortsatz vereitert, kann es zu einer Innenohrentzündung (Labyrinthitis) mit Schwindel und Erbrechen kommen.

Behandlung einer Mittelohrentzündung

Akute Ohrenentzündungen lassen sich gut mit Antibiotika behandeln. Nimmt der an einer akuten Otitis leidende Patient seine Medikamente regelmäßig ein, bessern sich seine Beschwerden innerhalb kurzer Zeit. Zusätzlich können
  • Schleimhautabschwellende Nasentropfen,
  • Mittel gegen Schmerzen und fiebersenkende Medikamente
bei einer Mittelohrentzündung helfen.
 Nach etwa zwei Wochen heilt die Infektion ab, ohne bleibende Gesundheitsschäden zu hinterlassen. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, können folgende Hausmittel helfen:
  • Kamillen- oder Zwiebelsäckchen auf das schmerzende Ohr 
  • Eine Wärmebehandlung mit Rotlicht 
  • Viel Ruhe gönnen
  • Wadenwickel
Fieber bei Mittelohrentzündung

Die fiebersenkenden Medikamente kann man bei besonders hohem Fieber durch Wadenwickel unterstützen. Da diese jedoch bei Kindern starke Wirkung auf den Kreislauf haben und kleine Kinder viel schneller auskühlen, sollten Sie Wadenwickel bei Ihren Kindern nur vorsichtig und am besten nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden.

Bei Erwachsenen und älteren Kindern klingen akute Mittelohrentzündungen mitunter auch ohne medikamentöse Behandlung ab. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Patient keine weiteren Erkrankungen oder Fehlbildungen in diesem Bereich hat. Daher ist es ratsam, erst bei einer Verschlimmerung der Symptome den HNO-Arzt aufzusuchen.

Achtung: Verzögerte Heilung

Eine schwerwiegende Komplikation ist die Mastoiditis. Der Verdacht auf diese kommt auf, wenn die Symptomatik nach zwei Wochen noch nicht ausreichend verschwunden ist und eine Schwellung hinter dem Ohr auftritt. Dabei kommt es zu einer Ausbreitung des Entzündungsgeschehens in das angrenzende Knochengewebe. Eine Mastoiditis ist häufig nur über die operative Entfernung des entzündeten Knochengewebes therapierbar. Wird die Mastoiditis nicht behandelt, kann sich daraus eine schwerwiegende Meningitis entwickeln.

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