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Morbus Bechterew: Schmerzfreiheit durch Therapie

Morbus Bechterew: Therapie, symptome, schmerzfrei
Morbus Bechterew ist eine Autoimmunerkrankung, die mit Schmerzen in den Knochen und Gelenken des Betroffenen einhergeht.
Das Immunsystem des Betroffenen bekämpft hierbei körpereigene Gelenke und Knochen, was zu schmerzhaften Entzündungen führt. Ein konkreter Auslöser für Morbus Bechterew ist der Wissenschaft bisher nicht bekannt. Hauptziele der Therapie bei Morbus Bechterew sind zum einen Schmerzfreiheit für den Betroffenen und zum anderen die Erhaltung der Beweglichkeit. Hierzu sind regelmäßige krankengymnastische Übungen von großer Bedeutung.

Was ist unter Morbus Bechterew zu verstehen?

Unter Morbus Bechterew versteht man eine chronische Erkrankung der Wirbelsäule, die mit Entzündungen einhergeht. Sie ist in den Bereich der Autoimmunerkrankungen einzuordnen. Bei einem gesunden Immunsystem erkennt und bekämpft dieses Fremdkörper wie Bakterien oder Viren. Dieser Prozess wird anhand einer Entzündung im Körper deutlich. Bei der Erkrankung Morbus Bechterew bekämpft das Immunsystem hingegen das Knorpel- und Knochengewebe, was zu Entzündungen - vorwiegend im Bereich der Wirbelsäule und des Kreuz-Darmbein-Gelenkes - führt.

Was sind die typischen Symptome für Morbus Bechterew?

schmerzen im Rücken beginn von morbus bechterew

Die Symptome, die bei Morbus Bechterew auftreten, können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Charakteristisch für diese rheumatische Erkrankung sind jedoch einige frühe Anzeichen. So sind Rückenschmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule, die bis zu den Oberschenkeln und ins Gesäß ausstrahlen können, typisch für Morbus Bechterew. Auch die Halswirbelsäule kann von dieser Erkrankung betroffen sein.

Ein wichtiges Anzeichen für die Erkrankung Morbus Bechterew ist ein schleichender Beginn. Somit überfällt der Schmerz den Betroffenen nicht von einem Moment auf den anderen, wie es beispielsweise bei einem Hexenschuss üblich ist. Die Intensität der Schmerzen nimmt vielmehr über einen Zeitraum von einigen Wochen hin kontinuierlich zu. Ebenso typisch ist, dass die Schmerzspitzen in den Nachtstunden oder am Morgen erreicht werden. Während die Schmerzen durch Bewegung meistens nachlassen, verstärken sie sich in Ruhephasen. Charakteristisch für Morbus Bechterew ist zudem eine Einschränkung der Beweglichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule am frühen Morgen. Eine solche Morgensteifigkeit dauert bei vielen Betroffenen bis zu einer halben Stunde.

Grundsätzlich ist es für die Erkrankung Morbus Bechterew typisch, dass sie in Schüben auftritt. Dies bedeutet, dass sich Phasen einer hohen Krankheitsaktivität mit solchen abwechseln, in denen der Betroffene von der Krankheit kaum etwas spürt.

Was sind die Ursachen bzw. Auslöser für Morbus Bechterew?

genetisches merkmal grund für morbus bechterew

Die Wissenschaft kennt bis heute keinen konkreten Auslöser für die Erkrankung. Man geht davon aus, dass an der Entstehung verschiedene Faktoren beteiligt sind, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung oder Infekte der Harnwege. Oftmals tragen Personen, die an Morbus Bechterew erkranken, das genetische Merkmal HLA-B27 in sich. Dies kann mithilfe einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden und begünstigt das Auftreten von Morbus Bechterew anscheinend. Dieses genetische Merkmal gilt jedoch nicht als sicherer Nachweis für die Erkrankung, denn auch gesunde Menschen können dieses Merkmal in sich tragen.
In der Regel tritt Morbus Bechterew zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr auf. Männer sind von dieser Erkrankung häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen

  • erbliche Veranlagung
  • Infekt der Harnwege
  • genetische Veränderungen

Symptome

  • Schmerzenvom Rücken bis in die Oberschenkel
  • schleichende Beschwerden
  • Schmerzspitzen in Ruhephasen
  • eingeschränkte Beweglichkeit und Morgensteifheit
  • Schmerzschübe

Die Diagnose Morbus Bechterew kann nur der Facharzt stellen

Sollten Sie typische Symptome bei sich bemerken, die für Morbus Bechterew sprechen, ist eine gründliche Untersuchung bei einem Facharzt sinnvoll. Spezialist für sämtliche rheumatische Wirbelsäulenerkrankungen ist immer ein Rheumatologe. Anhand von verschiedenen Untersuchungen kann er die richtige Diagnose stellen und schnellstmöglich eine auf Sie individuell abgestimmte Therapie einleiten. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen wird der Arzt Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren durchführen. Bereits auf einem Röntgenbild kann der Arzt mögliche Schädigungen im Bereich des Kreuz-Darmbein-Gelenkes und der Wirbelsäule erkennen. Knochenveränderungen zählen in vielen Fällen von Morbus Bechterew zum typischen Krankheitsbild.

Bildgebende Verfahren können den bestehenden Verdacht also untermauern. Mit einer MRT-Untersuchung erhält der Rheumatologe nicht nur eine Übersicht über den Zustand Ihrer Knochen, sondern kann auch Veränderungen erkennen, die rein entzündlicher Natur sind. Auf diese Weise erfährt der Rheumatologe wertvolle Informationen über den Fortschritt und die Ausprägung der Erkrankung bei Ihnen.
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Welche Therapiemöglichkeiten bestehen bei Morbus Bechterew?

Eines der Hauptziele bei dieser Erkrankung ist natürlich eine Schmerzfreiheit des Betroffenen. Hierfür stehen heutzutage verschiedene Medikamente zur Verfügung, die zum einen die Schmerzen abschwächen und zum anderen die Entzündungen, die typisch für Morbus Bechterew sind, eindämmen.

Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung der Beweglichkeit des Betroffenen, sodass dieser seinen beruflichen und privaten Alltag - trotz der Erkrankung - gut meistern kann. Unerlässlich hierfür sind regelmäßige krankengymnastische Übungen, die vom Betroffenen konsequent und regelmäßig durchgeführt werden müssen. Nur auf diese Weise lässt sich eine allmähliche Versteifung, die mit Morbus Bechterew einhergeht, im Bereich der Wirbelsäule und anderer Gelenke hinauszögern. Heilbar ist die Erkrankung bisher nicht. Mithilfe geeigneter Therapien lässt sich aber dennoch eine hohe Lebensqualität für den Betroffenen erreichen.

Häufige Fragen zum Thema Morbus Bechterew

Neben der Steifigkeit und den Schmerzen kann - aufgrund der Entzündungsaktivität im Körper des Betroffenen - mit der Erkrankung Morbus Bechterew auch ein allgemeines Krankheitsgefühl verbunden sein. Dies äußert sich bei Betroffenen beispielsweise in einer großen Abgeschlagenheit oder häufigen Müdigkeit. Zudem kann Morbus Bechterew Entzündungen an Organen oder anderen Gelenken auslösen, wie etwa an den Knien, den Füßen, den Ellenbogen oder auch der Haut oder den Augen.
Sollte die Erkrankung unbehandelt bleiben, kann dies zu einer allmählichen Versteifung von Kreuz-Darmbein-Gelenk und der Wirbelsäule führen. Nur durch eine konsequente und rechtzeitige Therapie lässt sich das Fortschreiten der Versteifung hinauszögern. Die heutige Auswahl an Medikamenten ermöglicht es vielen Betroffenen zudem ein weitgehend schmerzfreies Leben führen zu können.

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