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Allergischer Husten: Eine frühe Diagnostik beugt Asthma vor

Allergischer Husten: Eine frühe Diagnostik beugt Asthma vor
Allergischer Husten entsteht durch Pollenallergien oder Hausstaub. Begleitet wird dieser meistvon Heuschnupfen. Mehr erfahren Sie hier.

Wussten Sie schon, dass Sie beim Husten mit 480 Kilometern pro Stunde Luft ausstoßen? Jeder Hustenanfall befördert Fremdkörper, Staub und Schleim aus Ihren Atemwegen und schützt Ihren Körper vor Krankheitserregern, Blockaden der Atemwege und dem Ersticken. Als Symptom von Erkrankungen wie Bronchitis, Erkältung, COPD oder Asthma tritt Husten in Form von trockenem Reizhusten, Keuchhusten, Auswurfhusten oder sogar Bluthusten auf.

Von akuter Hustensymptomatik ist chronischer Husten zu unterscheiden, der über längere Zeit anhält und im Falle von chronischem Raucherhusten beispielsweise kaum noch reversibel ist. Allergischer Husten ist eine von zahlreichen Hustenformen und begleitet neben Heuschnupfen typischerweise die Pollenallergie oder Allergien gegenüber Hausstaubmilben.

Was ist allergischer Husten?

allergischer husten

Während der typische Erkältungshusten auf den Einfluss von Krankheitserregern im Rahmen von Infektionen zurückgeht, sind Allergene die Auslöser allergischer Hustenanfälle. Bei diesen Substanzen kann es sich beispielsweise um Pollen, Milben, Hausstaub, bestimmte Lebensmittel oder Tierhaare handeln. Der direkte Kontakt mit dem Allergen verursacht für Allergiker neben allergischem Schnupfen binnen Minuten charakteristischerweise bronchiale Symptome, die auf einer Reaktion des Abwehrsystems basieren. Allergischer Husten entspricht meist trockenem Reizhusten und basiert auf einer Überempfindlichkeit des Immunsystems. Sobald Allergiker ihre Allergene einatmen, rufen Immunzellen unter der Zuhilfenahme von spezifischen IgE Antikörpern und Botenstoffen wie Histamin reaktive Entzündungen zur Ausschwemmung der Substanzen hervor.

Wie entsteht allergischer Husten?

Jede Allergie beginnt mit genetischer Allergieneigung. Dass die Zahl der Allergiker aktuell ansteigt, liegt der Hygiene-These zufolge an stetig verbesserten Hygienestandards im Alltag. Immunzellen zur Abwehr parasitärer Krankheitserreger werden sozusagen „arbeitslos“ und wenden sich „aus Langeweile“ neuen Aufgaben zu. Fälschlicherweise identifizieren sie harmlose Umweltreize wie Pollen oder Tierhaare deshalb als Krankheitserreger und produzieren spezifische Antikörper zur Bekämpfung der vermeintlichen Feinde. Tritt ein Allergen in den Organismus ein, rufen sie im Eintrittsbereich Entzündungen hervor, die die typischen Beschwerden von allergischem Schnupfen in Form von Nasenschleimhautentzündungen auslösen. Bei Allergenen in den Bronchien können Hustenanfälle zum Auswurf der Substanzen auftreten.

Symptome bei allergischem Husten

Allergischer Husten ist das mit häufigste Symptom sogenannter Typ-I-Allergien. Diese Soforttypallergien sind durch relativ unmittelbare Beschwerden im Allergenkontakt gekennzeichnet. Bei direktem Allergenkontakt tritt der Husten akut auf.  Allergische Hustenanfälle dauern oft Minuten an. Bei anhaltendem Hustenreiz über mehr als acht Wochen spricht der Arzt von Chronifizierung und meint damit eine chronische Hustenerkrankung.

Symptome

  • trockener Hustencharakter
  • sporadische Atemwegsreizungen mit Halskratzen
  • laufende oder verstopfte Nase & Niesanfälle
  • gegebenenfalls Hautreaktionen wie Quaddeln
  • Kreislaufstörungen
  • tränende Augen
  • bei Milbenallergien: Hustenanfälle vermehrt nachts und morgens, bevorzugt in der Heizperiode
  • bei Lebensmittelallergien: Sodbrennen oder Jucken & Rötungen im Rachenraum
  • Kurzatmigkeit oder Atemnot

Behandlung

  • Allergene meiden
  • Ernährungsumstellung
  • allergieabschwächende Medikamente
  • frühzeitiger Besuch beim Arzt
  • Hyposensibilisierung

Wie sieht die Diagnostik von allergischem Husten aus?

diagnose allergischer Husten

Sobald Hustenanfälle sporadisch ohne Krankheiten oder andere Ursache auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. Führt die allgemeinärztliche Untersuchung nicht zu Ergebnissen, entscheiden sich Betroffene idealerweise für einen Allergietest. Je früher die Allergiediagnostik erfolgt, desto eher lassen sich Symptome behandeln. Das Folgeerkrankungsrisiko für Asthma sinkt deutlich. Warnsignale für Asthmaerkrankungen sind Atemnot in Belastungssituationen wie Sport. Nach der Anamnese beurteilt der Allergologe die Umstände der Hustenanfälle und entwickelt oft einen Verdacht auf bestimmte Allergene. Im Rahmen von Allergietests wie dem Prick-Test bringt er den Patienten unter kontrollierten Bedingungen mit Allergenen in Kontakt, um Hustenanfälle zu provozieren und die Allergiediagnose abzuschließen.

Wie wird allergischer Husten behandelt?

Zur effektiven Allergiebehandlung ist der Kontakt mit den Allergenen vollständig zu meiden (Karenz). Lebensmittelallergiker passen ihre Ernährung an. Da Patienten mit Pollen- und Hausstauballergie kaum vollständige Karenz betreiben können, greifen sie auf allergieabschwächende Medikamente zur Linderung der Allergiereaktionen zurück. Diese Akut-Medikamente reichen von Antihistaminika bis hin zu Adrenalininhalationssprays und Glukokortikoiden. Hersteller wie Hexal bieten Pflege- und andere Allergieprodukte in Form von Sprays, Tropfen und Tabletten an. Zur langfristigen Allergiebehandlung ist eine Hyposensibilisierung durchzuführen, so vor allem bei Pollenallergien. Durch die Verabreichung von kleineren Dosen des Allergens wird der Patientenkörper über Hyposensibilisierung an die Substanz gewöhnt. Asthmatiker haben alle vier Jahre Anspruch auf Reha.

Was passiert, wenn allergischer Husten unbehandelt bleibt?

allergischer Husten unbehandelt

Meist entwickelt sich allergischer Husten aus einem anhaltenden Hustenreiz. Schon dieser Husten gibt idealerweise Grund für Arztbesuche. Chronisch allergischer Husten lässt sich durch kontrollierte Atemtechniken zumindest insoweit eindämmen, dass dem Patienten Symptome wie Kurzatmigkeit oder Atemaussetzer erspart bleiben. Bei früher Konsultation eines Experten bleibt die Prognose für Betroffene günstig. Je später die Diagnostik erfolgt, desto ungünstiger die Prognose. Sobald Atemaussetzer eintreten, können multiple Ausfallerscheinungen folgen. Auch Juckreiz und tränende Augen begleiten unbehandelte Formen von allergischem Husten. Häufig stellt sich als Folgeerkrankung allergisches Asthma ein. Die Reaktionsstärke nimmt meist zu, bis sich im Extremfall ein anaphylaktischer Schock mit lebensbedrohlichen Folgen entwickelt.

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